Die Soft-Consult Häge GmbH, eine Software- und IT-Beratung aus Langenau bei Ulm mit mehr als 100 mittelständischen Kunden, löst diesen Konflikt für ihre Kunden durch die Modernisierung ihrer IBM-i-Warenwirtschaft mit den iNow-Technologien der ML-Software GmbH. Damit können Anwender dann nach Belieben mit dem neuen, smarten UI und/oder der vertrauten 5250-Emulation arbeiten.
Die volle Flexibilität hinsichtlich der Bedienplattform ist ein wesentlicher Vorteil der iNow-Technologien gegenüber anderen Entwicklungs- und Modernisierungswerkzeugen. Sie erlaubt es, dass je nach Unternehmensanforderung neben dem Windows-Client auch jede andere Anwenderplattform bedient werden kann. Gerade der mögliche Parallelbetrieb der IBM-i-Anwendung im 5250-Emulator erleichtert so die Einführung moderner Frontends.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Für Soft-Consult stand zunächst die Entwicklung eines Windows-Clients mit iNow im Mittelpunkt. Ohne Eingriffe in die RPG-Programme werden so Qualität und Leistungsvermögen der Warenwirtschaft auf ein neues Niveau gehoben: Durch die intuitive Bedienbarkeit mit Auswahllisten und Kalender, die direkte Verlinkung von E-Mail- und Browser-Adressen, die Verfügbarkeit universeller Nachschlagefunktionen (F4) für eine flexiblere Suche und schnelleres Finden von Informationen, die erweiterter Datenbereitstellung in Datagrids (vorher Subfiles) einschließlich Such-, Sortier-, Filter-, Gruppier- und Exportfunktionen sowie die verkürzten Programmabläufe dank softwareseitiger „Robotic Process Automation“ (RPA). All das erleichtert und beschleunigt die tägliche Arbeit der Anwender.
Auch mit dem Laufzeitverhalten der iNow-Clients, die derzeit lokal auf den Endgeräten betrieben werden, ist die Software-Schmiede sehr zufrieden. Für die Zukunft ist geplant, zusätzlich auch eine Server-Installation anzubieten; mit insgesamt fünf verschiedenen Rollout-Verfahren bietet iNow aber bereits jetzt eine breite Auswahl.
„Mit der von ML entwickelten Basisversion eines iNow-Clients für unsere IBM-i-Warenwirtschaft haben wir unsere Ziele wie das zeitgemäße Look & Feel, eine sehr gute Usability und die Schaffung essentiellen Mehrwerts erreicht“, konstatiert Martin Theimer (Head of Division IT-Systems/Head of Sales). „Auf dieser stabilen […] Basis führen wir die Weiterentwicklung in Eigenregie fort – und lassen dabei auch Anforderungen und Wünsche unserer Kunden einfließen.“
Die Bereitstellung einer Browser-Version hält sich Theimer für einen späteren Zeitpunkt offen. Das von iNow verwendete Konzept auf Basis des Remote-Desktop-Protokolls (RDP) verspricht identisches Look & Feel im Windows-Client sowie für alle HTML5-Browser, wie z.B. Chrome, Edge oder Firefox. Negative Effekte, etwa eine hakelige Bedienbarkeit und Performance sowie browserbedingte Abweichungen im Programmverhalten, die Theimer mit anderen Weblösungen für IBM-i-Programme erlebt hat, entfallen mit dem RDP-Konzept.
Für die Entwicklung des ersten, einsatzfähigen iNow-Clients hat Theimer noch auf die Herstellerexpertise zurückgegriffen. Nach nur fünf Wochen konnte die fertige Basisversion übergeben werden. Selbst Sonderfälle für die Modernisierung der vielfach genutzten Fenstertechnik wurden dabei gelöst. Das Team aus erfahrenen RPG- und jungen .Net-Entwicklern bei Soft-Consult hat dann die Weiterentwicklung der modernisierten iNow-Lösung in Eigenverantwortung übernommen und greift nur noch im Bedarfsfall auf das Know-how des Herstellers zurück.
Die klare Arbeitsteilung unterstützt die zielorientierte Zusammenarbeit im hybriden Team. Mit dem UI-Design und der intuitiven Bedienbarkeit liegen die umfangreichsten Aufgaben bereits in der Verantwortung des Entwicklernachwuchses. Er nutzt hierfür die Möglichkeiten der iNow- und .Net-Technologien zur Frontend-Entwicklung. Mit drei bis viereinhalb Jahren Programmiererfahrung u.a. in C# sind beim Nachwuchs bereits solide .Net-Kenntnisse vorhanden. Die Aneignung der iNow-spezifischen Kenntnisse erforderte dann nur noch wenige Stunden im Rahmen der Einarbeitung in die Basisversion.
Die mit den Programmen und Datenbanken vertrauten RPG-Entwickler unterstützen den Entwicklernachwuchs –
insbesondere bei der Bildschirmidentifizierung und mit SQL-Abfragen für Auswahllisten, Nachschlagefunktionen und die Bereitstellung zusätzlicher Daten. Auch die abschließenden Funktionstests zur Qualitätssicherung übernehmen die erfahrenen RPG-Entwickler.
„Mit dem iNow-Client haben wir eine sehr gute und sehr performante Benutzeroberfläche für unsere bewährte IBM-i-Warenwirtschaft geschaffen, bei deren kontinuierlicher Weiterentwicklung wir uns auf die schnelle und kompetente Unterstützung der ML-Software GmbH verlassen können“, erklärt der ERP-Senior-Consultant Frank Bergmann.
Um mit der neuen Lösung zusätzlichen Mehrwert zu stiften, stehen dem Software-haus mit iNow zwei Wege für die Weiterentwicklung offen: im Frontend- und im Backend-Bereich. Das heißt: Für jede funktionale Neuerung kann frei entschieden werden, ob die Umsetzung auf iNow-/.Net-Seite oder in der RPG-Businesslogik erfolgt. So können unterschiedliche Aspekte wie technische Vorteile, Know-how- und Personalkapazitäten und strategische Überlegungen bei der Entscheidung berücksichtigt werden.
Projekt und Team profitieren davon, dass jeder Entwickler sein Know-how und seine Stärken einbringt. Die RPG-Entwickler konzentrieren sich auf die Backend-Entwicklung, pflegen die IBM-i-Anwendung und liefern benötigten Input für den modernen Client. Die .Net-Entwickler nutzen diesen Input, um ein smartes und benutzerfreundliches UI mit zusätzlichem Mehrwert für die darunterliegende IBM i Anwendung zu schaffen.
Diese neue Aufgabenverteilung entlastet die RPG-Entwickler und erspart ihnen den Umstieg auf andere Entwicklungswerkzeuge und Programmiersprachen, denn dieses Know-how bringen junge Nachwuchsentwickler mit ins Team. Sie sind mit Werkzeugen wie Visual Studio und Team Foundation Server bereits vertraut und kennen das .Net-Framework. Daher sind für sie die iNow-Werkzeuge intuitiv bedienbar und die iNow-Strukturen leicht verständlich. So profitiert das Projekt von einer effizienten .Net-Entwicklung mit vorgefertigten APIs, Komponenten und komfortablem Frontend-Design.
Das passt zur Strategie von Soft-Consult einer agilen Entwicklung und der frühzeitigen Einbindung von Kunden. Ziel ist es, auf Anforderungen und Fragen schnell zu reagieren, eine flexible Umsetzung im Projekt zu ermöglichen und kostspielige, zeitraubende Fehlentwicklungen zu vermeiden. Auch wenn noch nicht alle Features perfekt sind, bestätigte das positive Feedback auf der ersten Kundenpräsentation Mitte Dezember 2021 die Richtigkeit dieser Strategie.
„Unsere Kunden sind von unserer neuen Warenwirtschaft sehr angetan“, fasst Martin Theimer das Kundenfeedback zusammen. „Vor allem haben die hinzugewonnenen Möglichkeiten für moderne Integration und die klare Zukunftsstrategie überzeugt, die bessere Usability natürlich auch.“ Im Januar 2022 folgten dann mehrere Vor-Ort-Präsentationen bei Bestandskunden und auch hier war das Feedback nach den Kundentest durchweg positiv. Dem Go-live steht damit nichts mehr im Weg, so dass in den nächsten Wochen werden nach und nach erste Kunden in den Livebetrieb gehen werden.
Bildquelle: Gettyimages/iStock