IBM lanciert erneut einen Marktplatz in der Cloud

Angebote rund um Blue Mix

IBM realisiert einen neuen Cloud-Marktplatz für das eigene Portfolio rund um die kürzliche lancierten Blue-Mix-Services, angereichert um mehr als 100 Angebote von Partnern und Drittanbietern. Das erinnert stark an den 2009 in Testmärkten lancierten „Smart Business Market“, über den aber längst der Mantel des Schweigens gehüllt ist. Ergänzende Lösungen für die Plattform IBM i sucht man dort allerdings vergebens.

  • Haben den neuen Cloud-Marktplatz gestartet: Der IBM-Manager Steve Robinson (rechts) und Jim Franklin, CEO des Partners Send Grid, auf der IBM-Veranstaltung Impact 2014 in Las Vegas.

  • Susan Volkmann, Direktorin Cloud Computing bei IBM, will den Zugang zu sicheren und skalierbaren Cloud-Services ermöglichen.

Vor allem auf die Anforderungen von Softwareentwicklern, IT-Managern und Führungskräften will IBM ihren „cloud marketplace“ ausrichten, der sich derzeit allerdings erst in einer „Preview-Phase“ befindet. Ein ähnliches Angebot für Systemadministratoren gibt es mit der Tivoli-Website „Integrated Service Management“ (ISM) Library schon seit 2012, mit aktuell rund 250 Tools und Add-ons. Darunter sind ebenfalls Partnerprodukte – auch für AS/400-Anwender, von Firmen wie Raz-Lee, Triade oder Intellinx.

Auf ihrem neuen „cloud marketplace“ will die IBM künftig gemeinsam mit Partnern wie Oracle, SAP, Rocket Software, Vision Solutions oder Zend online mehrere hundert Cloud-Services anbieten. Hierzu gehören ein Pool aus mehr als 100 SaaS-Lösungen sowie zahlreiche PaaS-Leistungen aus dem Blue-Mix-Angebot. Zudem erhalten Kunden auch Zugriff auf das IaaS-Portfolio aus der Softlayer-Cloud und Cloud-Services zahlreicher Drittanbieter.

Speziell für Softwareentwickler sind diejenigen PaaS-Angebote rund um Blue Mix gedacht, die Teile der IBM-Middleware und sämtliche Plattform-Services über die Softlayer-Cloud als Platform-as-a-Service verfügbar machen sollen. Hier hat IBM ja bereits Power-Lösungen avisiert – nicht nur im Rahmen von Blue Mix, sondern auch als „Bare-Metal-Lösungen“.

Parallel zur Ankündigung des Cloud-Marktplatzes gab IBM auf der Veranstaltung Impact 2014 in Las Vegas auch den Ausbau der PaaS-Angebote von Blue Mix bekannt. Von Dev-Ops über Anwendungsentwicklung bis hin zu Big Data und Analytics as a Service: Mit 30 zusätzlichen Cloud-Services werden Unternehmen dabei unterstützt, ihre IT mit Big Data und Analytics-, Mobile-, Sicherheit- und DevOps-Dienstleistungen auszustatten. Gerade Dev-Ops – ein Kunstwort aus den englischen Begriffen Development und Operations – bietet Softwareentwicklern die Möglichkeit, Anwendungen schneller zu programmieren und über eine Cloud als SaaS-Lösung anzubieten.

Im Zuge der jüngsten Cloud-Ankündigung hat IBM auch ihre erste „Blue Mix Garage“ vorgestellt. Hier können Entwickler, Produktmanager und Designer mit IBM Experten direkt vor Ort zusammenarbeiten. Die erste Garage schlägt ihre Zelte in Galvanize in San Francisco auf, wo man bis Ende 2014 rund 200 IT-Startups als Partner gewinnen will.

„Eine gemeinsame Plattform für Technologie und Wirtschaft, um Innovationen, Produktivität und Effizienz in Unternehmen zu bringen: das ist das Ziel unseres Cloud-Marktplatzes“, wird Susan Volkmann, Direktorin Cloud Computing bei IBM, in der Presseinformation zitiert. „Mit der Einführung dieses Cloud-Marktplatzes untermauern wir darüber hinaus unser Engagement in Cloud Computing und für ein strategisches Cloud-Ökosystem, welches unseren Kunden einen schnelleren Zugang zu sicheren und skalierbaren Cloud-Services ermöglicht.“

www.ibm.de

Bildquelle: IBM

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