Derek Roos, CEO von Mendix, lädt Interessierte im April zur Low-Code-Konferenz „Mendix World 2019“ nach Rotterdam.
Rorive stellte in einem Vortrag auf der Konferenz Think 2019 die neukonzipierte, native Cloud-Architektur von Mendix vor, die jetzt auch die Kubernetes-Containerisierung im IBM-Ökosystem unterstützt. Neben Schnittstellen zu Legacy-Systemen (beispielsweise über Flat-File) gibt auch Zugriffsmöglichkeiten auf die Funktionen von Watson.
Erklärtes Ziel der Allianz mit IBM ist, dass Mendix dem Enterprise-Cloud-Markt nicht nur die Drag6Drop-Entwicklung von Low-Code-Anwendungen ermöglichen will, sondern auch KI der größtmöglichen Anzahl an Nutzern zugänglich machen will, um vertikale Branchenlösungen zu verbesserm. Zu den Plattformerweiterungen von Mendix für die IBM Cloud-Infrastruktur zählen:
„Die Integration der Abrechnungsplattform wird neue Nutzer ermutigen, die einen einfachen Weg suchen, die neuesten Produkte auszuprobieren“, glaubt Roriver. „Unternehmen können mit Low-Code-Entwicklung freier experimentieren und ihre Applikationslandschaft erweitern und gehen dabei ein geringeres finanzielles Risiko ein als üblich.“
Nach derAkquisition durch Siemens für 730 Mio. Dollar im Oktober 2018 festigt Mendix damit seine Position im Markt für Low-Code-Lösungen und eröffnet sich neue Marktchancen, wobei die Marke „Mendix“ und das Management unter dem Siemens-Modell des „freedom to operate“ bestehen bleiben.
Für das Jahr 2018 meldete Mendix 142 Neukunden, darunter Verizon, Ingersoll Rand, Zurich und andere große globale Unternehmen, nationale Institutionen und Regierungsbehörden. Zu Umsatz und Gewinn bzw. Verlust im vergangenen Jahr macht die neue Siemens-Tochter keine Angaben. Allerdings hat Mendix eine nahtlose Entwicklererfahrung in der SAP Cloud eingeführt, indem Single-Sign-On und Identitätspropagierung für SAP-On-Premise- und Cloud-Services-Anwender implementiert wurden.
Außerdem hat das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 224 neue Mitarbeiter eingestellt – und damit die Belegschaft fast verdoppelt. Um dieses Wachstum zu unterstützen, zog Mendix im November um und verlagerte seinen Hauptsitz in Boston in das Viertel Seaport. Die neue Firmenzentrale ist mit knapp 2.800 m² Fläche fünfmal größer als bisher und als interaktive „Tech Hub“-Umgebung konzipiert. Außerdem wurde ein neues Büro in Frankfurt am Main eröffnet, als Basis für die Expansion auf dem DACH-Markt und die Kommunikation mit Siemens.
Einen Konnektor zur Mindsphere-Cloud von Siemens hat Mendix bisher aber noch nicht zu bieten. Allerdings streben die Münchener langfristig eine ganze Suite an Softwarelösungen auf der Basis von Mendix und Mindsphere an.
Bildquelle: Thinkstock/Istock, Mendix