„Endpoint Security“ rückt immer mehr in den Fokus

Angriffe professionell im Keim ersticken

Die Beliebtheit von Endgeräten aus Sicht der Cyberkriminellen ist ungebrochen – und die Spielwiese wird immer größer. Denn egal ob Telefon, PC, eingebettetes System oder POS-Terminal: Alles – und nicht nur der vielleicht bestens geschützte Server – lässt sich als Einfallstor in ein Unternehmen missbrauchen.

  • Bildquelle: Watchguard Technologies

    Unser Autor Michael Haas vertritt seit über 20 Jahren den US-amerikanischen IT-Security-Experten Watchguard Technologies im deutschsprachigen Markt, seit Juli 2020 als „Regional Vice President Central Europe“.

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Umso wichtiger ist es, hier nicht den Überblick zu verlieren – zumal sich die Bedrohungsakteure gerne auch erst von Endpunkt zu Endpunkt fortbewegen bis sie einen Weg finden, tiefer ins Netzwerk einzudringen. Betrachtet man die einzelnen Phasen eines Endpunktangriffs im Detail, lassen sich solche Bedrohungen besser verstehen und bereits im Ansatz stoppen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2024. Das kostenfreie E-Paper finden Sie hier.

Eine gängige Methode, um den Fuß in die Tür von Unternehmen zu bekommen, ist nach wie vor der Spam- oder Phishing-Angriff, bei dem E-Mails mit gefährlichem Anhang an die Benutzer im Unternehmen verschickt werden. Ohne ausreichenden Schutz ist die Malware durch – nur einen falschen Klick – schnell in Gang gesetzt.
Im besten Fall hat die „Infektion“ nur geringe Auswirkungen, jedoch nutzen Angreifer meist jeden Teilerfolg als Ausgangsbasis, um weiter auf die Umgebung zuzugreifen und das Netzwerk auf Schwachstellen und wertvolle Ressourcen zu analysieren. Präferiertes Ziel sind dabei geschäftskritische Bereiche, die sie infiltrieren können, oder auch Anmeldeinformationen, die sich abgreifen lassen.

Ganzheitliche Abwehr von Bedrohungen

Angreifer operieren oft tage- oder wochenlang unbemerkt im gehackten System, bis sie die entscheidenden Schwachpunkte ausgemacht oder alle gewünschten Daten gestohlen haben. Netzwerk-Administratoren müssen sich darüber im Klaren sein, dass Hacker – solange sie Zugang haben – jederzeit eine Attacke starten können.
Um solchen Situationen vorzubeugen und das Risiko weitreichender Schäden zu senken, gibt es unterschiedliche Ansätze, die jedoch erst durch Kombination ihr Potenzial im Rahmen einer ganzheitlichen Abwehr von Bedrohungen entfalten können.
Grundlegend ist es zunächst, umfassende Transparenz über alle Endpunkte zu schaffen, ohne Ausnahme. Im Zuge dessen bieten moderne Sicherheitstools ausgefeilte Detektionsfunktionen, mit denen sich ungeschützte Endpunkte konsequent identifizieren lassen, um in Folge die nötigen Schutzmaßnahmen vornehmen zu können.
Ein ebenso wirkungsvolles Instrument ist die mehrstufige Authentifizierung. Denn dadurch wird dem Diebstahl und Missbrauch von Anmeldedaten von Anfang an entgegengearbeitet. Besondere Vorsicht gilt dabei im Hinblick auf Administrator-Logins. Gelangen diese einmal in die falschen Hände, sind auch andere Sicherheitsmechanismen im Handumdrehen ausgehebelt. Hohe Priorität hat im Zuge dessen auch ein konsequentes Schwachstellen-Management, um sicherzustellen, dass verwendete Softwaresysteme laufend aktualisiert und potenzielle Sicherheitslücken – auch auf Drittanbieterseite – geschlossen werden.

Eckpfeiler einer effektiven Sicherheitsstrategie

All diese Maßnahmen markieren dabei nur die Eckpfeiler einer effektiven Sicherheitsstrategie, die aktuellen Anforderungen gerecht wird. Die Komplexität steigt, und die Umsetzung einer lückenlosen Security-Kette gehört in jedem Fall in die Hände von Profis. Daher können Unternehmen mit der Beauftragung eines erfahrenen Managed-Service-Providers heutzutage nur gewinnen. Es bietet sich eine immer größere Auswahl an Services und Rundum-sorglos-Paketen für die IT-Sicherheit. Gerade beim Schutz der Endanwender übernehmen Managed Service Provider mittlerweile eine tragende Rolle, die vor allem durch neue Möglichkeiten im Rahmen von „Managed Detection & Response“ (MDR) weiter gestärkt wird. Cyberkriminelle schlafen nicht; deshalb gewinnt der 24/7-Blick auf die Gefahrenlage massiv an Bedeutung.
Es kommt darauf an, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass effektive Sicherheitskonzepte nicht allein von der Leistungsstärke einzelner Technologien abhängig sind. Vielmehr zählt ein passender Mix aus Sicherheitsprodukten und Services. Und im Zweifelsfall gilt: Gut delegiert ist besser als schlecht selbstgemacht.

Bildquelle: Watchguard Technologies

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