Manipulationssicheres Security-Dashboard

Angriffserkennung für SAP-Systeme

Werth IT, ein auf SAP-Security spezialisierter Software-Hersteller aus Kamen, erweitert seine Software Werth Auditor um ein neues, manipulationssicheres System zur Angriffserkennung und Sicherheitsbewertung von SAP-Landschaften.

  • Thomas Werth ist Geschäftsführer der Werth IT GmbH, Kamen.

    Thomas Werth, Geschäftsführer der Werth IT GmbH: „Das Know-how des Menschen wird beim Ein­satz von KI eventuell durch eine ‚Black-Box‘ ersetzt, deren Kontrolle nicht unproblematisch ist.“

  • Das neue Security Dashboard 2.0 der Plattform Werth Auditor für SAP-Systeme

Das Security Dashboard 2.0, das die vom Werth Auditor erkannten Sicherheitsrisiken visualisiert und bei der Bewertung der zugehörenden Sicherheitsprozesse hilft, bereitet alle Sicherheitsinformationen in Echtzeit auf und stellt sich übersichtlich dar.

Die zentralisierte Visualisierung sämtlicher Sicherheitsinformationen aller miteinander kommunizierenden Systeme der kompletten SAP-Landschaft in nur einem Dashboard ist laut Geschäftsführer Thomas Werth „eine echte Innovation und ein Alleinstellungsmerkmal“. Zudem können Security-Fachkräfte aus dem Haupt-Dashboard heraus die für ihren Verantwortungsbereich relevanten detaillierteren Einzel-Dashboards ansteuern und tiefgreifende Informationen zu einzelnen Bereichen abrufen, denn das Dashboard zeigt in Echtzeit und en Détail, wie sicher die SAP-Landschaft aufgestellt ist, welche Rubriken zu verbessern sind und wo unmittelbares Handeln erforderlich ist.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Der Werth Auditor bietet SAP-Kunden mit über 2.000 Prüfungen und einem kontinuierlichen Monitoring eine umfassende Angriffserkennung: Er enttarnt Angriffe, deckt Sicherheitsrisiken auf und visualisiert die zugehörigen Sicherheitsinformationen – in allen miteinander kommunizierenden Systemen der IT-Landschaft. Jederzeit und in Echtzeit analysiert die Security-Lösung die Sicherheitskonfiguration, weist auf fehlende SAP-Security-Notes und Patches hin und überprüft den gesamten Abap-Quellcode – und zwar nicht nur den für Kunden zugängigen Bereich, der lediglich einen kleinen Teil das Abap-Codes ausmacht. Ferner werden das Betriebssystem, die Datenbank, alle Schnittstellen sowie die Berechtigungen geprüft. Zusätzlich lässt sich anhand der Entwicklung des Security-Reifegerades sowie an der Lebensdauer von Schwachstellen die Wirksamkeit der internen Security-Prozesse ablesen und analysieren.

Während herkömmliche Prüfsysteme die erhobenen Daten häufig in Tabellen darstellen, verwendet Werth IT die Technologie „Security Information and Event Management“ (SIEM), mit deren Hilfe alle gesammelten Sicherheitsdaten vollständig über Schlagworte und beliebige Zeiträume filterbar sind und ganzheitliche, tiefgreifende Sicherheitsanalysen aller Systeme ermöglichen. Dies bedeutet zugleich maximale Effizienz für Threat Detection, Vulnerability Management und Patch Management. 

Für die Sicherheits-Teams und die Verantwortlichen stehen mehrere vollständig anpassbare Dashboards zur Verfügung. Ebenfalls wichtig: Die Software arbeitet mit „Zero Footprint“, benötigt als weder Software-Installation noch Agenten auf dem lokalen System, und funktioniert ohne permanente Internet-Verbindung. Deshalb sind alle Sicherheitsdaten manipulationssicher, denn Angreifer der überwachten SAP-Systeme können weder auf die Prüflogik noch auf das Dashboard oder dessen Daten zugreifen. 

Höchste Priorität für Cyber-Security

Interview mit Thomas Werth, Geschäftsführer der Werth IT GmbH

Herr Werth, was kann ein Unter­nehmen tun, um Cyber-Risiken und Bedrohungen schneller und besser zu erkennen bzw. zu beseitigen?

Thomas Werth: Wir empfehlen den Einsatz eines manipulationssicheren Security-Systems, das mögliche Angriffe und Risiken erkennt und zudem die Sicherheit der gesamten SAP-Landschaft bewertet. Eine automatisierte Sicherheitslösung entlastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Steuerung der internen Sicherheitsprozesse und hilft, die Sicherheit im Unternehmen zu erhöhen. Ein weiteres wichtiges Kriterium für den größtmöglichen Schutz des SAP-Systems ist die Darstellung der Security-Analysen in Echtzeit. 

Welche Rolle spielt ein Dashboard in diesem Zusammenhang?

Werth: Mit der Anzahl der zu schützenden Systeme steigt die Komplexität der sicherheitsrelevanten Informationen. Ein Security-Dashboard bündelt diese Daten effizient und erlaubt somit einen schnellen Überblick zum Sicherheitsstatus sowie dem Reifegrad von Sicherheitsprozessen und Compliance. Mit diesen Informationen lassen sich dann die Prozesse im Unternehmen kontrollieren und steuern, um eine effektive Sicherheit zu erreichen und mögliche Angriffe schnell zu erkennen.

Gibt es besondere Aspekte zu beachten, wenn Software der SAP als ERP-System genutzt wird?

Werth: Die SAP-Plattform ist hochkomplex und benötigt spezielle Lösungen, die in der Lage sind „in“ die SAP-Layer zu schauen. Herkömmliche Sicherheits-Scanner können oft nicht die Besonderheiten innerhalb dieser Applikation prüfen – und somit wäre eine zusätzliche manuelle Kontrolle erforderlich. Nur spezielle Sicherheitslösungen für SAP-Systeme ermöglichen ein Security-Monitoring. Diese sollten manipulationssicher Bedrohungen erkennen und die Sicherheit der Systeme kontinuierlich überwachen.

Warum ist Manipulationssicherheit in diesem Bereich wichtig – und wie lässt sich diese erreichen?

Werth: Sieht man sich die etablierten Standards der Cybersicherheit in der IT-Welt genauer an, wird schnell das Prinzip der Segmentierung deutlich: Ein Intrusion-Detection-System, SIEM / Logserver oder auch die zentrale Steuerung der Antivirus-Software wird immer dediziert und besonders geschützt betrieben. Der Grund ist klar: Die Security-Prozesse müssen unerreichbar für Angreifer sein und dürfen sich nicht deaktivieren lassen. Für das SAP-System bedeutet dies, dass auch hier die Sicherheitslösungen „außerhalb“ zu betreiben sind, damit ein Angreifer diese nicht manipulieren oder deaktivieren kann. Andernfalls ist ein Szenario wie bei Stuxnet denkbar, der einfach alle Kontrollen auf „grün“ manipuliert hat. 

Mit welchen ersten Maßnahmen kann ein Unternehmen mit SAP-basierter ERP-Infrastruktur sowohl seine Sicherheit als auch die Compliance entscheidend verbessern?

Werth: Cyber-Security muss im Unternehmen eine hohe, wenn nicht die höchste Priorität haben und die Rückendeckung der Geschäftsführung sowie des Managements besitzen. Entsprechend der Relevanz sind personelle und finanzielle Ressourcen erforderlich. Mit Hilfe leistungsstarker, automatisierter Tools lassen sich dann schnell kritische Verwundbarkeiten in den SAP-Systemen identifizieren. Auch deren Ausnutzung sowie bedrohliche Aktivitäten können in Echtzeit erkannt und gestoppt werden. Die geschaffene Transparenz der Systemsicherheit dient im Anschluss als Reiseführer auf dem Weg zur besseren Sicherheit und Compliance.

Welche Rolle können hier Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen heute schon spielen – und wie bewerten Sie die weitere Entwicklung in diesem Bereich?

Werth: Die Qualität des Resultats wird hier durch das Training der Maschinen definiert. Insbesondere im Bereich der Log-Analysen existiert bereits viel Erfahrung, und entsprechend kann dies auch schon zur Erkennung von Anomalien genutzt werden. Die Entwicklung der KI ist rasant, doch es ist fraglich, ob die aktuell vorherrschenden Modelle geeignet sind, um die Bewertung der Systemsicherheit fehlerfrei zu leisten. Zudem könnte der Mensch das derzeitig vorhandene Know-how verlieren. Dieses wird beim Einsatz von KI eventuell durch eine „Black-Box“ ersetzt, deren Kontrolle nicht unproblematisch ist. 

Herr Werth, vielen Dank für das Interview!

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok