Ulrich Hatzinger, Solution Consultant bei Tibco
Diese verbesserten Funktionen sollen eine einheitliche, moderne digitale Self-Service-Plattform im Unternehmen schaffen, um darauf Geschäftsaktivitäten auszuführen und so anzupassen, wie der Geschäftsbetrieb es erfordert.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Erwähnenswert sind vor allem die Verbesserungen bei der Integration, beim API-Management und bei den Messaging-Angeboten. Sie sollen es erleichtern, jegliche Applikationen, Datenquellen und Endgeräte anzubinden, zusammen- und bereitzustellen – inklusive solchen auf der Plattform IBM i.
Randy Menon, General-Manager, Connect & Cloud bei dem Software-Konzern, will eine einzige, zusammen-hängende Plattform bieten, die die benötigte Anpassbarkeit unterstützt und Daten und Analysen nutzbar macht, um Vorhersagen in Echtzeit zu treffen. Neue Automationsfunktionen sollen helfen, Kernprozesse und Workflows schnell zu optimieren und zu automatisieren, um Prozesse wie Onboarding, Lead-Generierung oder Bearbeitung von Schadensmeldungen effizienter zu machen.
Neu ist das auf dem Produkt „Cloud Mashery“ aufbauende „Cloud API-Management“, das über den gesamten API-Lebenszyklus hinweg als integraler Teil der Tibco Cloud implementiert ist – inklusive Konnektivität zu Funktionen wie Integration, Datenanalyse, Prozessautomatisierung oder Messaging. Das Cloud-API-Management ist zusammen mit weiteren Innovationen, die die Entwickler-Pipeline verbessern, und einem neuen visuellen Editor für API-Design und -Test ab sofort für Neu- und Bestandskunden von Cloud Mashery und Mashery verfügbar.
Ebenfalls neu sind Cloud-native Speicheroptionen, die in „Enterprise Message Service X“ eingeführt wurden, um Open-Source-Lösungen wie Pulsar und Kafka komplett in der Cloud zu verwalten. Neu ist auch die native Unterstützung für den Java-Message-Service (JMS) mit einer gemanagten Unterstützung. Das vereinfacht die Migration eines On-Premises-Bestands in die Cloud, ohne dass es eines Lift&Shift-Ansatzes bedarf.
Die Frage, was im Zuge der digitalen Transformation beim Einsatz von APIs vor allem zu beachten ist, damit die Verbindungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern medienbruchfrei funktionieren und dabei auch alle wichtigen IT-Systeme – z.B. ERP, CRM oder EDI – eingebunden sind, beantwortete Ulrich Hatzinger, Solution Consultant bei Tibco, so: „Um die Ziele Medienbruchfreiheit und Verbindung zu allen wichtigen IT-Systemen zu erreichen, muss eine erfolgreiche Integrationsstrategie ‚API-led‘ und ‚Event-driven‘ gestaltet sein. ‚API-led‘ bedeutet, dass APIs als Produkte zu behandeln sind. Dementsprechend stehen die Funktionen im Mittelpunkt, die von Kunden, Partnern und Lieferanten benötigt werden, und ihre einfache Verwendbarkeit durch die Nutzer. ‚Event-driven‘ sorgt mithilfe einer Messaging-Plattform dafür, dass Integrationen – sprich APIs – bei Eintreten eines Ereignisses sicher und zuverlässig ausgeführt werden.“
Darüber hinaus sollte die Integrationsplattform zwischen den Ebenen des API-Managements und der Anwendungen angesiedelt sein, empfiehlt Hatzinger. Erst diese zusätzliche Abstraktionsschicht bringe „die erforderliche Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Implementierung, schlägt die Brücke zwischen APIs und einer ereignisgesteuerten Integration und unterstützt auch bei komplexen Protokolltransformationen wie z. B. von EDI nach Rest-API“.
Bildquelle: Tibco Software, iStock/Getty Images Plus