Vince Padua, Chief Innovation & Technology Officer bei Axway
Die erstmals durchgeführte Umfrage liefert Erkenntnisse darüber, wo Unternehmen in ihrer digitalen Transformation stehen und wie sie die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen. Mehr als zwei Drittel der Befragten sorgen sich um die Komplexität von APIs aufgrund von API-Wildwuchs.
Die digitale Transformation wird wird Cloud- und Datenmigrationen begleitet, die es ermöglichen, Daten auszutauschen, wiederzuverwenden und neu zusammenzusetzen. Das bringt neue Komplexitäts- und Sicherheitsherausforderungen mit sich.
„Das wird schnell chaotisch“, weiß Vince Padua, Chief Innovation and Technology Officer bei Axway. „Die Migrationen erfordern den Einsatz eines wirklich universellen API-Managements, das die Lücke zwischen API-Entwicklung und -Nutzung schließt und alle Geschäftsbereiche für Innovationen öffnet, wobei es auf der vorhandenen Infrastruktur aufbaut und diese weiter ausbaut.“
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Der vermehrte Einsatz von Programmschnittstellen (Application Programming Interfaces, APIs), das Öffnen ihrer IT-Infrastruktur und die Vernetzung mit externen Partnern sind Voraussetzungen für die digitale Transformation von Unternehmen, denn so werden unmittelbare, benutzerzentrierte Service- und Geschäftsmodelle sowie unternehmensübergreifende Prozesse, etwa in der Supply-Chain, überhaupt erst möglich.
Derzeit beginnen Unternehmen damit, den vollen Wert ihrer Daten zu erschließen, um neue digitale Erlebnisse, Märkte und Umsatzmöglichkeiten zu schaffen, was sich auch in den Investitionen widerspiegelt: 52 Prozent der API-Verantwortlichen geben an, dass ihre Budgets in den letzten zwei Jahren erhöht wurden, bei 18 Prozent sogar um mehr als ein Viertel. 38 Prozent beurteilen ihre IT-Infrastruktur als ein hybrides Gebilde, das ältere und neue Technologien in sich vereint.
Das fortschreitende unkontrollierte API-Wachstum ist für 68 Prozent jedoch mit Bedenken verbunden, 48 Prozent bezeichnen in diesem Zusammenhang gestiegene Sicherheitsherausforderungen als ihre größte Sorge.
Angesichts der Öffnung ihrer IT-Infrastrukturen und der offenen Bereitstellung der Unternehmensdaten sehen 30 Prozent der Befragten Sicherheit als das mit Abstand wichtigste Kriterium. Entsprechend sind die Entwicklung eines ganzheitlichen Security-Ansatzes sowie die Investition in Datenschutz-Software, die Maßnahmen mit der größten Zustimmung. Zur Sicherung ihrer APIs nutzen Unternehmen derzeit die folgenden Maßnahmen:
• Authentifizierung (59 Prozent)
• Token (45 Prozent)
• OAuth (43 Prozent).
Ebenso beeinflussen Sicherheitsbelange auch die jeweilige Cloud-Strategie. Zu den wichtigsten Herausforderungen, die die Cloud-Strategie hemmen, gehören nach Ansicht der Befragten:
• Umgang mit unterschiedlichen rechtlichen Sicherheitsanforderungen für regionale Instanzen der Cloud-Infrastruktur (53 Prozent)
• Verfolgung und Kontrolle personenbezogener Daten in und durch die Cloud (55 Prozent).
Während Sicherheit gegenwärtig das Thema Nr. 1 ist, sehen die Teilnehmer der Umfrage bereits eine neue Herausforderung am Horizont: 86 Prozent der Befragten befürchten in den kommenden Jahren eine Kompetenzlücke, in der Unternehmen die qualifizierten Software- und IT-Infrastruktur-Talente fehlen werden, die sie für ihre Innovationen benötigen.
Bildquelle: Axway, iStock / Getty Images Plus