Neue iOS-Apps und Software-Development-Kit angekündigt

Apple und SAP rücken näher zusammen

Apple und SAP haben gestern eine neue Partnerschaft bekannt gegeben, um Apps für iPhone und iPad mit den Funktionen der Plattform Hana zu kombinieren. Apple will so stärker bei Firmenkunden punkten, SAP die Bedienung seiner Anwendungen verbessern.

Die beiden CEOs verkünden die neue Partnerschaft auf dem Gelände der Apple-Zentrale in Cupertino: Tim Cook (links) und Bill McDermott.

„Diese Partnerschaft wird den Einsatz von iPhones und iPads in Unternehmen grundlegend verändern“, glaubt Apple-CEO Tim Cook, „Wir verbinden die Sicherheit und Innovationskraft von iOS mit dem umfangreichen Know-how von SAP bei Geschäftssoftware.“ Ein neues Software-Development-Kit (SDK) versetze die mittlerweile mehr als 2,5 Millionen SAP-Entwickler in die Lage, native iOS-Apps auf der Grundlage der Hana-Cloud zu bauen. 

SAP-Chef Bill McDermott will damit auch für ein „dynamisches und intuitives Arbeitserlebnis“ sorgen und Menschen in die Lage versetzen, immer und überall mit Echtzeitdaten arbeiten zu können. Geplant sei, dass künftig Unternehmen, Designer und Entwickler mit dem neuen SDK „schnell und effizient“ eigene iOS-Apps für entwickeln können. Diese nativen Apps geben Zugriff auf Kerndaten und Geschäftsprozesse in dem neuen ERP-System S/4Hana und nutzen gleichzeitig Funktionen von iPhone und iPad, wie den Fingerabdrucksensor Touch-ID, die Ortungsdienste und Mitteilungen.

Die neue Designsprache Fiori for iOS sowie sämtliche Werkzeuge und Schulungsangebote sollen noch 2016 bereitgestellt werden. Im Rahmen der Partnerschaft plant SAP zudem, native iOS-Apps auf Grundlage von Swift zu entwickeln, der interaktiven Programmiersprache von Apple, die sich in Sachen Bedienung an Fiori for iOS anlehnen sollen. Außendiensttechniker sollen so direkt in mobilen Anwendungen Ersatzteile bestellen oder Wartungsarbeiten einplanen können.

Apple hat schon seit den 80iger Jahren immer wieder vergebliche Anläufe unternommen, um im lukrativen Geschäft mit Firmenkunden Fuß zu fassen, in den letzten beiden Jahren auch durch ähnliche Partnerschaften mit IBM und Cisco. Auch SAP arbeitet bei der Bedienoberfläche seiner Anwendungen mit anderen Herstellern (etwa IBM und Microsoft) zusammen.

Bildquelle: Apple / Roy Zipstein

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