Dell EMC macht Storage-Plattform zum Rechner

Apps-On für Powerstore

Eine völlig neu entwickelte Storage-Plattform bringt Dell EMC unter dem Namen Powerstore auf den Markt. Sie unterstützt – anders als Vmax und Powermax – zwar nicht die von IBM lizensierte Schnittstelle D910 zum Anschluss an IBM i, wartet dafür aber mit der komplett neuen Apps-On-Funktionalität auf und bietet damit die Möglichkeit, mit Vmware virtualisierte Workloads direkt auf dem speziell dafür entwickelten Array auszuführen – und so Datenzugriffe sowie Reaktionszeiten zu beschleunigen.

Powerstore von Dell EMC

In der Appliance Powerstore will Dell EMC die drei durch Zukäufe entstandenen Storage-Produktlinien SC, Unity und XIO zusammenführen. Speicherkapazität: bis zu gut 817 TB.

Über Powerstor wurde bereits im vergangenen Jahr gemunkelt. Die Rede war damals von „Midrange.Next“ und dem Ziel, die drei durch Zukäufe entstandenen Produktlinien SC, Unity und XIO durch eine einzige Modellreihe zu ersetzen – ähnlich wie IBM es mit der Ablösung von Storwize und A9000 durch die neue Flashsystem-Familie vorgemacht hat.

Dells drei Storage-Array-Familien entstanden, als die beiden Firmen Dell und EMC noch nicht fusioniert waren. Dell erwarb Compellent und seine SC-Array-Produkte im Jahr 2010. EMC entwickelte Unity aus seiner VNX-Linie, basierend auf der 1999 von Data General erworbenen Clarion-Technologie, und erwarb dann im Jahr 2012 den Hersteller XtremIO mit seinen All-Flash-Arrays. In der Folge erhielten Unity und SC beide ein All-Flash-Array-Modell. Nach der Fusion im Jahr 2016 wurde schnell klar, das Entwicklung, Verkauf und Support von drei Midrange-Speicherfamilien zu kostspielig, wenn nicht gar verschwenderisch war. Das Unternehmen beschloss, die drei Produktreihen zu einer einzigen zu verschmelzen.

Jetzt ist Powerstore da, wenn auch (noch?) nicht für IBM-i-Anwender. Die Modellreihe kommt mit den typischen Performance- und Kapazitätsverbesserungen, etwa einer bis zu 7 Mal höheren IOPS-Performance als bei den bisherigen All-Flash-Midrange-Flaggschiffen von Dell Technologies. Dafür sorgen das durchgängige NVMe-Design und die Unterstützung von Storage Class Memory als dauerhafter Speicher, der von Dual-Port Intel Optane SSDs betrieben wird.

Außerdem greift das „Future Proof“-Programm von Dell zur Optimierung des IT-Lebenszyklus von Speicher-, Data-Protection-, HCI- und Netzwerkprodukten, das durch Anytime-Upgrade ergänzt wird. Anytime-Upgrade schützt vor unvorhergesehenen zusätzlichen Anforderungen, indem Kunden im Rahmen ihres Wartungsvertrages jederzeit auf neuere, größere oder zusätzliche Appliances wechseln können – ohne zusätzlichen Investitionsaufwand. Die neue Speicherplattform bietet außerdem flexible Verbrauchsoptionen zum Erwerb von Speicherkapazität durch Dell Technologies On Demand.

Powerstore basiert auf einer Scale-up- und Scale-out-Plattform mit Xeon-Mikroprozessoren von Intel und Speichertechnologien wie NVMe-Flash, Optane-Laufwerke und Inline-Datenreduzierung. Die neue Familie besteht aus fünf Appliances, die allesamt bis zu 96 Festplatten (insgesamt 817 TB Kapazität) enthalten und sich hauptsächlich durch die Leistungsstärke der jeweils vier eingebauten Intel-Prozessoren sowie die Arbeitsspeicherkapazität (384 bis 2.560 GB) unterscheiden. Es sind NAND-SSDs mit Kapazitäten von 1,92 TB, 3,84 TB, 7,68 TB bzw. 15,36 TB oder Optane-Laufwerke mit 375 GB oder 750 GB möglich.

Genutzt werden Analysen, Automatisierung und aktiver Ressourcenausgleich, um die Performance zu optimieren und den Management-Overhead zu reduzieren. Jede Appliance verwendet zwei Aktiv-Aktiv-Speicher-Nodes und eine Container-basierte Softwarearchitektur, um maximale Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten. Zusätzliche Speicherkapazität kann jeder Appliance über bis zu drei Laufwerkserweiterungsgehäuse hinzugefügt werden.

Bildquelle: Dell Technologies

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