Neue Studie: Wie digital sind deutsche Personalabteilungen?

Arbeitsentlastung gefragt

Wie wichtig digitale Prozesse in der Personalabteilung sind, zeigt eine aktuelle Studie der Münchener Aconso AG. Laut Studie des 2001 gegründeten Spezialisten für Digitale Personalakten hat die Digitalisierung im Personalwesen in den letzten drei Jahren Fahrt aufgenommen. Befragt wurden Personalentscheider in ganz Deutschland.

Bildquelle: iStock / Getty Images Plus

Laut Studie sagen 59 Prozent der HR-Verantwortlichen, dass sich der Digitalisierungsgrad in ihrer Abteilung stark verändert hat. 73 Prozent erzielen dadurch eine mittlere bis sehr hohe Zeitersparnis – und 63 Prozent konnten Kosten sparen. 

Nur der Fachkräftemangel beschäftigte Personalentscheider mehr (77 Prozent) als die Digitalisierung (52 Prozent). Doch gerade um ihn zu bewältigen, spielen digitale HR-Prozesse eine wichtige Rolle. Sie erleichtern die Arbeit im Recruiting erheblich, finden 56 Prozent der Befragten, und bringen Vorteile für Bewerber (53 Prozent). Eine automatisierte Dokumentenerzeugung ermöglicht es zum Beispiel, direkt am Ende eines erfolgreichen Vorstellungsgesprächs einen Arbeitsvertrag zu erstellen. 

Regelbasierte HR-Prozesse

Am stärksten spüren Personaler die Arbeitsentlastung bei der „HR-Administration“ (79 Prozent). Aber auch im Bereich „Weiterbildung“ (34 Prozent) sowie „Austritt und Kündigung“ (28 Prozent) erleichtern automatisierte Prozesse die Personalarbeit.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Viele der oft regelbasierten HR-­Prozesse lassen sich automatisiert darstellen und erleichtern so den Arbeitsalltag von Personalern enorm. Das zahlt sich insbesondere in verwaltungsintensiven Bereichen wie dem HR-Dokumentenmanagement aus. 71 Prozent der Befragten setzen hier bereits Lösungen wie eine digitale Personalakte ein, in der alle wichtigen Personaldaten und -dokumente zentral gespeichert werden; das sind rund ein Fünftel mehr als noch vor drei Jahren. 

79 Prozent der HR-Entscheider, die damit arbeiten, betrachten den flexiblen Zugriff auf Informationen als größten Vorteil der digitalen Personalakte. 73 Prozent loben die Platzersparnis und Nachhaltigkeit, weil keine Papierberge mehr zu lagern sind, knapp mehr als die Hälfte (54 Prozent) die Arbeits­entlastung, 53 Prozent Kosteneinsparungen und 43 Prozent finden, die Lösung wirkt sich positiv auf das Arbeitgeber-Image aus. Immerhin 34 Prozent freuen sich über besseren Datenschutz.

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