Anwendungsmigration von IBM i auf Microsoft .Net

Asna lanciert Synon Escape

Um Synon Escape erweitert die texanische Softwareschmiede Asna ihre Tool-Familie für die Modernisierung und Migration von AS/400- bzw. RPG-Anwendungen. Bisher konnten mit Asnas Flaggschiffprodukt Monarch zwar AS/400-Systeme inklusive der Eigenentwicklungen in RPG auf die Microsoft-Plattform .Net umgestellt werden, nicht aber die mit der 4GL Synon/2E (später Cool 2E, heute CA 2E) entwickelten Anwendungen.

Bildquelle: Thinkstock / iPhoto

Das ändert sich laut Asna-CEO Carlos Valero jetzt mit Synon Escape, denn wie kein anderes Tool biete es einen hohen Grad an Quellcode-Persistenz. Ergebnis sei nicht nur eine Read-only-Version der migrierten Anwendung, sondern auch ein wartbarer, funktions­fähiger Quellcode für die Weiterentwicklung.

Synon/2E-generiert weitschweifigem Programmcode mit sehr vielen Wiederholungen und mit der Abhängigkeit von einem abstrahierten Anwendungsmodell und einer benutzerdefinierten Laufzeitumgebung. Die gesamte Erstellung und Pflege von Anwendungen erfolgt über die 4GL-Umgebung und das Modell, nicht aber über den generierten RPG-Code. Der ist einzig und allein für den Compiler gedacht; er ist für Programmierer praktisch unverständlich, schon weil die Feldnamen automatisch generiert werden und völlig bedeutungslos sind.

Les- und wartbare C#-Version der 4GL-Anwendung

Synon Escape setzt also nicht beim generierten RPG-Code an, sondern an dem 2E-Modell und der Laufzeitumgebung. Generiert wird laut Valero eine les- und wartbare C#-Version der Anwendung, so dass sogar das bisher unverzichtbare Synon-Modell überflüssig werde. Alle Abhängigkeiten der Anwendung von der ursprünglichen Synon-Runtime und dem Modell würden „mit hoher Genauigkeit und Zuverlässigkeit“ abgebildet. Um mit der generierten Anwendung weiter arbeiten zu können, benötigen C# -Programmierer laut Valero auch keinerlei Synon-Kenntnisse. Auch das 4GL-Modell sei nicht erforderlich.

Weil die Synon/2E-Anwendungen auf der IBM-i-Maschine aber fast immer mit anderen Anwendungen interagieren, die in RPG und CL geschrieben sind. Werden diese mit Monarch migriert, behalten die Anwendungen auch in der .Net-Welt weiterhin die gleiche symbiotische Beziehung wie auf dem IBM-System i.

Bildquelle: Thinkstock / iPhoto

©2018Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok