Neue Kollaborations-Tools

Atlassian erweitert Jira

Die Entwicklung neuer Anwendungssysteme beginnt nicht mit der Programmierung, sondern mit einer Idee. Doch woher weiß man, dass eine Idee die richtige ist? Und, noch wichtiger, wie merkt man, dass man seinen Kurs anpassen muss? Jedes Unternehmen, das Software entwickelt, ist bestrebt, deren Lebenszyklus effizienter zu gestalten. Deshalb hat Atlassian drei Weiterentwicklungen der Jira-Produktsuite vorgestellt, die Arbeit und Teams von der Idee bis zur Umsetzung verbinden: Product Discovery, Work Management und entsprechende Vorlagen (Playbooks).

Bildquelle: Atlassian

Die kundenorientierte Entwicklung unterstützen

Jira ist eine auch im Umfeld von IBM i eingesetzte Webanwendung zur Fehlerverwaltung, Problembehandlung und zum operativen Projektmanagement. Sie wurde historisch besonders in der Software-Entwicklung eingesetzt, hat sich heute aber zusätzlich auch in nichttechnischen Bereichen vieler Unternehmen etabliert. Typische Anwendungsfälle sind dabei Aufgabenmanagement, Anforderungsmanagement und Helpdesks. Für IBM haben Hersteller wie z.B. Arcad, Remain Software oder Taskforce IT entsprechende Schnittstellen zu ihren nativen Tools geschaffen.

Mit dem neuen Modul Jira Product Discovery soll es einfacher werden, die „richtigen“ Ideen zu entdecken und zu priorisieren. Solche Ideen für neue Software oder Funktionen werden oft in Tabellen, Backlogs, unterschiedlichsten Tools oder einfach in den Köpfen der Produktmanager gesammelt. Das führt jedoch schnell zu Chaos und dann auch zu Angeboten, die nicht mehr dem Kundenbedarf entsprechen. Tatsächlich haben drei Viertel der Produktmanager Schwierigkeiten dabei, den wahren Wert ihres Produktes für Kunden zu ermitteln.

Da es wichtiger ist denn je, Prioritäten zu setzen und Produkte zu entwickeln, die von Kunden auch wirklich genutzt werden, will Altlassian die sogenannte „Product Discovery“ zu einem essenziellen Prozess in der Software-Entwicklung machen. Das korrespondierende neue Tool, das in seiner Betaphase bereits von Tausenden Kunden (darunter z. B. Canva und Cisco) eingesetzt wurde, ab Frühjahr 2023 allgemein verfügbar:

  • Produktmanagern erhalten damit einen eigenen Bereich, um Ideen zu sammeln, Erkenntnis zu erfassen, Prioritäten zu setzen, zusammenzuarbeiten und Fortschritte und Pläne einfach zu teilen – alles innerhalb von Jira.

  • Das gesamte Team – vom Vertrieb über Design bis hin zum CEO – kann mitarbeiten, Informationen und Erkenntnisse teilen, über Ideen abstimmen und so zum zukünftigen Erfolg des Produktes beitragen.

  • Über Recherchen, Kunden-Feedback und Erkenntnisse erhalten die ersten Ideen einen zusätzlichen Kontext, wobei die Daten direkt aus anderen Programmen (etwa Browsern, Slack oder Research-Tools von Kunden) mithilfe nativer Integrationen gespeichert werden.

  • Produktmanager können im Tool verschiedene Perspektiven auf ihre Ideen kreieren und überprüfen (zum Beispiel Auswirkung vs. Risiko), um bessere Kompromisse zu finden und zu ermitteln, welche Ideen sowohl für die Kunden als auch das eigene Unternehmen von Bedeutung sind.

  • Die mit dem Tool verwalteten Ideen können dann mit Epics, Projekten und Boards in Jira verknüpft werden, um so eine Roadmap zu erstellen, die den Teams, die an einer Idee arbeiten, den gesamten Kontext der Idee zu vermitteln.

Passende Tools für jedes Team

Bis spätestens März 2024 soll ein zweites neues Tool – Jira Work Management – in jeder neuen oder bestehenden Jira-Software-Lizenz für bis zu 35.000 Nutzer kostenlos enthalten sein. Es soll die Brücke schlagen zwischen den agilen Entwicklungsteams und den Business-Teams, um zu verhindern, das Potentiale verschenkt werden, wenn Business-Teams mit der Entwicklung nicht mithalten können.

„Damit müssen Unternehmen keinen Cent mehr für zusätzliche Projektmanagement-Software ausgeben“, heißt es vom Hersteller. Bereits mehr als 43.000 Atlassian-Kunden würden heute schon diese Kombination mit Jira Software nutzen, um all ihre Teams miteinander zu verbinden. Projektübergreifende Dashboards und Reports visualisieren dabei zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Development- und Geschäftsteams, während unterschiedliche Tools über First- und Third-Party-Integrationen miteinander verbunden werden können.

Das Rad neu erfinden?

Atlassian bietet künftig Blaupausen, die Teams dabei helfen, ein System oder eine Software zu bauen. Entsprechende Vorlagen sind für die gesamte Jira-Suite kostenlos. Jedes Team kann so mit den Cloud-Produkten und Partnerintegrationen von Atlassian – von denen viele nativ in die Vorlagen integriert sind – schneller als bisher mit dem Management seiner Projekte beginnen. Neue Workflow- und Toolchain-Vorlagen, die von Branchenexperten und Atlassian-Kunden entwickelt wurden, sollen es einfacher machen, vorhandene Playbooks zu übernehmen.

Bildquelle: Atlassian

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