Pass Banking Solutions: Überarbeitete Strategie und Wechsel an der Firmenspitze

Auf dem Weg zur Bankfabrik

Die Pass Banking Solutions GmbH, Bad Mergentheim, wird ab dem 1. Juni von drei Geschäftsführern geleitet: Jochen Hügel, Phil Matychowiak und Dieter Nausch. Gleichzeitig wird Holger Englert nach zehn Jahren an der Spitze ausscheiden. Das im AS/400-Markt verwurzelte Unternehmen setzt seinen eingeschlagenen Weg hin zur Entwicklung eines Core Banking Systems, mit dem der Aufbau von Bankfabriken möglich werden soll, fort – und verfolgt die Strategie in Richtung offener Infrastrukturen konsequent weiter.

  • Dieter Nausch soll die RPG-basierte Pass Solution World Banking in ein offenes, flexibles und auf Java basierendes System transformieren.

  • Phil Matychowiak wird die Themen Compliance und „Business Process Outsourcing“ verantworten.

  • Jochen Hügel nimmt in der Geschäftsführung seine angestammten Aufgaben weiterhin wahr.

Die Gesellschafter haben, im Einklang mit der Geschäftsführung der Pass Banking Solutions GmbH, grundlegende Veränderungen beschlossen und eingeleitet. Ab Juni werden für die Zukunftsgestaltung der Pass Banking Solutions GmbH die drei genannten Geschäftsführer verantwortlich sein. Während Jochen Hügel seine angestammten Aufgaben weiterhin wahrnehmen wird, sollen mit der Berufung von Phil Matychowiak und Dieter Nausch zwei Themenkomplexe weiter nach vorne gebracht werden: Outsourcing und Open Systems.

Phil Matychowiak wird die Themen Compliance und „Business Process Outsourcing“ verantworten. Dank seiner Führungseigenschaften, die er zuvor bei der Bundeswehr erwarb sowie dank seiner dort gewonnenen Erfahrungen im Projektmanagement, wurde ihm, direkt im Anschluss an sein im Unternehmen absolviertes Studium der Wirtschaftsinformatik, verantwortungsvolle Aufgaben übertragen werden.

Der Bankkaufmann und Diplom-Informatiker Dieter Nausch soll künftig die Weiterentwicklung von Pass Solution World Banking leiten und die Software in ein offenes, flexibles und auf Java basierendes System transformieren. „Der Einser-Informatiker Dieter Nausch hat schon seine Diplomarbeit bei Pass geschrieben und meine Erwartungen bisher in allen Fällen übertroffen“, sagt Gerhard Rienecker, Gründer und Geschäftsführer der 600 Mitarbeiter starken Firmengruppe.

Abschied von Holger Englert

Der bisherige Geschäftsführer Holger Englert, wird nach zehn Jahren an der Spitze des Unternehmens das Amt zum 31. Mai niederlegen. „In dieser Zeit konnte er maßgeblich den wirtschaftlichen Erfolg der Pass Banking Solutions GmbH mitgestalten“, heißt es lobend in der Pressemitteilung. „Seit seiner Ernennung zum Geschäftsführer wurde sowohl der Umsatz als auch der Gewinn der Gesellschaft nahezu verdreifacht.“ Absolute Zahlen zu Umsatz und Gewinn wurden aber nicht genannt.

„Die Gründe für mein Ausscheiden aus dem Unternehmen sind einzig persönlicher Natur“, sagt Englert, der mehr auf seine Gesundheit achten und sich seiner Familie widmen will. Der Abschied fällt ihm nicht leicht, „denn ich darf auf tolle Stunden, Tage und Jahre zurückblicken“. Besonders erwähnt er „die vielen, erfolgreichen Migrationsprojekte in ganz Deutschland“. Auch Geschäftsführer Hügel bedankte sich bei Englert für sein Engagement; er sei einer der Wegbereiter für den Erfolg des Unternehmens gewesen.

Corebanking – aber mit Offenheit

Die Gesellschafter haben der neuen Geschäftsführung den Auftrag erteilt, die auf RPG basierende IBM-i-Software so weiter zu entwickeln, dass zehn Offenheitsgrundsätze abgebildet werden können. Diese sind:

1. Open Platform
2. Open Database
3. Open Connection
4. Open Screen
5. Open GUI
6. Open Data
7. Open Service
8. Open Process
9. Open Behaviour
10. Open Artificial Intelligence

Die Grundsätze 7 bis 10 stehen für eine Bankfabrik, die dem Anspruch gerecht werden soll, jede Bankorganisation abbilden und alle Bankprozesse vollständig automatisieren zu können. Ein Großteil der User-Interaktionen soll dabei von „intelligenten Agenten“ (Robotern) ausgeführt werden. Nachdem zum heutigen Zeitpunkt die Offenheitsgrundsätze 1, 2 und 3 umgesetzt sind, soll die Gesamtstrategie bis 2025 umgesetzt sein. Hierzu sind halbjährliche „New Generation“-Releases geplant. Das erste Release soll Mitte 2020 fertig werden, mit einer vollkommen neuen Bedienoberfläche (GUI) und einer freien Prozessmodellierung.

Die Pass Banking Solutions GmbH konzentriert sich innerhalb der über 600 Mitarbeiter starken Pass-Gruppe auf Weiterentwicklung sowie Betrieb und Wartung der Core-Banking-Suite (CBS). Das Kernbankensystem besteht aus mehr als 30 Modulen, mit denen laut Hersteller alle Geschäfts- und Prozessmodelle im Retailgeschäft (inkl. der Vermögensverwaltung) sowie im Wholesale-Geschäft abgebildet werden können.

Bildquelle: Pass Consulting Group

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