Schweizerische Bundesbahnen verkaufen Wertstoffe online

Auktionen digital abwickeln

Drähte aus Kupfer, Muttern und Schrauben aus Stahl: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) nutzen jetzt für bestimmte Wertstoffauktionen eine elektronische Ausschreibungslösung. Damit lassen sich die Auktionen digital abwickeln; die bisherigen telefonischen Preisabfragen gehören der Vergangenheit an.

Wenn Bahnanlagen zurückgebaut oder erneuert werden, fallen auch zahlreiche Wertstoffe an. Die SBB legen großen Wert darauf, dass möglichst viele der ausgebauten Materialien wieder in den Kreislauf gelangen. Deshalb werden diese möglichst sortenrein gesammelt.

Zudem werden bestimmte Wertstoffe im Recyclingcenter der SBB nach Qualitäten zerlegt, sortiert und anschließend zertifizierten Partnern via Auktion zur Weiterverwendung angeboten. „Bevor wir […] unsere Wertstoffverkäufe ab dem Recyclingcenter mittels Forward-Auktionen durchgeführt haben, gingen wir jeweils telefonisch auf die relevanten Partner und mögliche Interessenten zu“, sagt Stefan Linder, Reporting Monitoring & Planung im Kompetenzzentrum Entsorgung und Tankanlagen der SBB.

Linder hat sich mit der Digitalisierung des Auktionsprozesses auseinandergesetzt. Die SBB als größtes Transportunternehmen der Schweiz führen regelmäßig Auktionen für rückgelieferte und sortierte Materialien aus dem Fahrleitungs- und dem Fahrbahnbereich durch. Dazu zählen primär Drähte aus Kupfer sowie Platten, Federn, Schrauben und Muttern aus Stahl.

Im Rahmen eines internen Projekts stieß Linder Anfang dieses Jahres auf die elektronische Ausschreibungslösung ausschreiben24.com der Prego Services GmbH, hatte er doch nach einer Plattform gesucht, „um unsere Auktionen zu standardisieren und die Transparenz zu erhöhen“. Nach einer mehrmonatigen Testphase, welche mit einer Feedback-Runde abgeschlossen wurde, entschied sich Linder für die Einführung von  ausschreiben24.com. Seit September dieses Jahres nutzt das Kompetenzzentrum Entsorgung der SBB die Plattform im Regelbetrieb.

„Der Hauptvorteil besteht in der besseren Transparenz. Zudem gelten für alle Bietenden die gleichen Bedingungen und somit die selben Chancen. Darüber hinaus schätzen unsere Partner die einfache Handhabung und die Möglichkeit, ortsunabhängig von einem Smartphone oder Tablet aus auf die Plattform zugreifen zu können“, so Linder.

Die gute Zusammenarbeit mit dem IT- und Businesspartner war für Linder ein Faktor bei der Auswahlentscheidung: So geht die heute bestehende Möglichkeit, die Anzahl der automatischen Verlängerungen bei Forward-Auktionen zu begrenzen, auf seine Initiative zurück. Außerdem wurde auf seinen Wunsch hin bereits eine automatische Aktualisierung der Bieteransicht nach neu abgegebenen Geboten eingeführt.

Bildquelle: Prego Services GmbH

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