Dr. Oetker feilt weiter an den Beschaffungsprozessen

Automation im Einkauf

Der Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker forciert die Digitalisierung seiner internationalen Beschaffungsprozesse künftig mit Source-to-Pay-Suite Jaggaer One. Sie soll das bestehende Software-System ablösen. Im Fokus steht dabei der Bereich Sourcing, zusätzlich ist für den Go-live im November die Einführung der Module Lieferantenmanagement und eProcurement vorgesehen.

Der Stammsitz von Dr. Oetker in Bielefeld

Der Stammsitz des Lebensmittelherstellers in Bielefeld

Pizza, Pudding, Desserts oder Backzutaten von Dr. Oetker und Coppenrath & Wiese sollen teurer werden, kündigte die Nahrungsmittelsparte der Oetker-Gruppe bereits im Juni an. Zu hoch zweistellig wachsenden Kosten für Rohwaren kommen ähnliche Entwicklungen bei Verpackungen, Transporten und Energie ebenso hinzu wie Verwerfungen in den globalen Lieferketten durch Coronapandemie und Ukrainekrieg.

Um möglichst wenig von diesen Kostensteigerungen an die Verbraucher weiterzureichen, gilt es intern zu sparen – auch durch die weitere Digitalisierung des Einkaufs. „Wir möchten unseren Digitalisierungsgrad international vorantreiben und sehen in den Bereichen Sourcing und eProcurement einen großen operativen wie strategischen Nutzen für uns als Unternehmen“, sagt Andreas Hübner, Project Manager Procurement International bei Dr. Oetker. Man habe nun „eine Lösung gefunden, die unsere diesbezüglichen Anforderungen abdeckt“. Deshalb solle das Tool bei Dr. Oetker weltweit zum Einsatz kommen, was für die Einkaufsprozesse einen internationalen Standard schaffe und für ein hohes Maß an Transparenz sorge.

Bei der Auswahl des neuen Software-Partners waren vor allem die Funktionen entscheidend, aber die Integration mit SAP sowie die digitale Unterstützung bei der Angebotsbewertung und Auftragsvergabe spielten eine wichtige Rolle. Hinzu kamen die Effizienz bei der Abwicklung von Ausschreibungen sowie die Möglichkeit, den Sourcing-Prozess mittels umfangreicher Szenario-Analysen zu untermauern. Zuvor hatte sich Oetker bereits vom althergebrachten Fax-Versand verabschiedet.

Neben den funktionalen Stärken der einzelnen Module, punktete das österreichische Softwarehaus Jaggaer im Auswahlprozess zudem als ganzheitliche Suite-Lösung und mit „Benutzerfreundlichkeit“. Einen großen Mehrwert sieht Hübner dabei vor allem in der Leistungsfähigkeit der Standardsoftware, die die Anforderungen des Unternehmens ohne weitreichende Anpassungen bedienen kann. Außerdem passt die internationale Ausrichtung des Beschaffungsspezialisten mit der weltweiten Präsenz von Dr. Oetker sowie dessen globalen Digitalisierungsvorhaben zusammen.

Die Einführung der neuen Beschaffungssoftware soll bei Dr. Oetker in mehreren Schritten erfolgen; überdies ist die Ausdehnung ihres Einsatzes auf alle internationalen Standorte vorgesehen. In Zukunft soll die Lösung dann sukzessive um weitere Module ergänzt werden. So soll beispielsweise das Lieferanten-Performance-Management im strategischen Einkauf zum Einsatz kommen.

Über Dr. Oetker

Vor über 130 Jahren in Bielefeld gegründet, zählt das Familienunternehmen Dr. Oetker zu den führenden Markenartiklern der deutschen Ernährungsindustrie und bildet innerhalb der Oetker-Gruppe das Dach zahlreicher Produktions- und Vertriebsgesellschaften weltweit. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte Dr. Oetker gemeinsam mit der Conditorei Coppenrath & Wiese einen Umsatz von gut 3,7Mrd. Euro und beschäftigte weltweit über 17.900 Menschen.

Bildquelle: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

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