Die neuen Soreco-Eigentümer: Walter Wyss (Leiter Verkauf, links) und CEO Claude Sieber
Der Software-Hersteller Soreco, am 1. September 1988 als Joint Venture von IBM Schweiz und Walter Rentsch (heute Canon) gegründet und seit 2011 eine Tochter der Axon-Gruppe, wird wieder eigenständig und betreibt künftig weiter das Geschäft mit Finanzlösungen. Claude Sieber und Walter Wyss heissen die neuen Besitzer des im AS/400-Markt verwurzelten Schweizer Herstellers von Finanzsoftware für den Mittelständler und Großkonzerne.
Soreco-Urgestein Sieber, bisher Leiter der Business Unit Finance, übernimmt nach über 20 Jahren Firmenzugehörigkeit die Geschäftsführung. Wyss, bisher Leiter Kundenservice und seit 15 Jahren im Unternehmen, leitet den Verkauf. Nach dem Management-Buyout sind Sieber und Wyss Hauptaktionäre, während Renato Stalder, bisheriger CEO von Soreco, eine geringe Beteiligung behält. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die drei Teilhaber stellen auch den Verwaltungsrat, der von Sieber präsidiert wird.
Für Belegschaft und Kunden ändere sich nichts, betont Sieber: „Wir werden weiterhin unsere Produkte nachhaltig und kundengerecht mit dem bestehenden Team weiterentwickeln.“ Auch in der Organisation komme es zu keinen personellen Veränderungen oder Abgängen; die beiden Standorte Zürich und Basel würden weitergeführt.
Am Entwicklungsstandort in der Schweiz sind wie bisher zwölf Software-Entwickler beschäftigt. Darunter ist auch Christoph Kölbener, als Entwicklungsleiter seit der Unternehmensgründung an Bord. Insgesamt arbeiten bei Soreco in der Schweiz heute 30 Personen; dazu kommen acht Applikationsentwickler in Vietnam. Dieses Team soll unter der Ägide von Kölbener auch in Zukunft Innovationen vorantreiben und Release-fähig machen. „Aktuell wird an der nächsten Generation von Finanzmodulen gearbeitet“, so Wyss. Die beiden Produktbereiche HR und Business Process Management wurden bereits früher ausgegliedert, in die Soreco HR AG (heute P&I-Tochter) sowie in die Axon Ivy AG. Soreco werde mit beiden Units „weiterhin eine enge Zusammenarbeit pflegen“.
Bildquelle: Soreco AG