Topmanager vom Rivalen CA Technologies abgeworben

Ayman Sayed neuer CEO bei BMC

Anfang Oktober ist Ayman Sayed als Präsident und Chief Executive Officer zu BMC Software gestoßen. Er trat die Nachfolge von Bob Beauchamp an, der im April nach dem Rücktritt von Peter Leav als Interim CEO – und weiterhin Chairman of the Board für das Unternehmen bleibt.

Ayman Sayed, CEO BMC Software

Ayman Sayed (Foto) folgte am 1. Oktober als Präsident und Chief Executive Officer von BMC Software auf Internim-CEO Bob Beauchamp.

Beauchamp war zuvor bereits von 2008 bis Dezember 2016 CEO gewesen, bis man Peter Leav von Polycom abgeworben hatte. CEO-Kandidaten aus den eigenen Reihen kommen offenbar nicht zum Zuge.

Peter Leav, seit 2016 CEO des 1980 in Houston/Texas gegründeten und auch im Midrange-Markt aktiven Herstellers von Software für das System- und Netzwerkmanagement, trat im April überraschend zurück. Daraufhin wechselte sein Vorgänger Beauchamp aus dem Aufsichtsrat zurück in das operative Geschäft, bis jetzt ein Nachfolger für Leav gefunden war.

Hintergrund dürfte ein Eigentümerwechsel im Oktober 2018 gewesen sein; damals meldete das Investmentunternehmen KKR den Abschluss der Übernahme von BMC. Verkäufer war eine private Investorengruppe, die u.a. aus Bain Capital Private Equity, Golden Gate Capital, GIC, Insight Venture Partners und Elliott Management bestand. Diese Investorengruppe wiederum hatte BMC Software im Jahr 2013 für rund 6,9 Mrd. Dollar von der Börse genommen mit dem Ziel, das Geschäft zu transformieren und aggressiver zu werden.

Offiziell wurde der Kaufpreis, den KKR für BMC Software bezahlte, zwar nicht bekannt, doch laut Financial Times soll bei rund 8,3 Mrd. Dollar gelegen haben. Somit hätte sich der Deal für Bain & Co. bezahlt gemacht, auch wenn die Ziele nur teilweise erreicht wurden. Zwar ist BMC immer noch dabei, das Geschäft zu transformieren und sich als Anbieter von „IT-Lösungen für das digitale Unternehmen“ zu positionieren, kommt aber nicht so recht auf den Wachstumspfad, wenn man bedenkt, dass heute wie schon vor Jahren immer noch von rund 10.000 Kunden und etwa 6.000 Mitarbeitern die Rede ist. Im Jahr 2010, als noch Bilanzzahlen veröffentlicht wurden, erzielten 5.800 Mitarbeiter knapp 2 Mrd. Dollar Jahresumsatz. In der letzten veröffentlichten Bilanz zum Geschäftsjahr 2013 war dann ein Jahresumsatz von 2,2 Mrd. Dollar notiert.

Die in der Mainframe-verwurzelte Firma BMC adressiert mittlerweile auch die Themen DevOps sowie Multi-Cloud-Orchestrierung und -Automatisierung. Die anhaltende Stagnation soll Sayed nun beenden, der vom Rivalen CA Technologies kommt, der vergangenes Jahr von Broadcom übernommen worden ist und zuvor mit BMC über Merger verhandelt hatte.

Als CEO soll Sayed laut Presseinformation „die Konzentration von BMC auf disruptive Technologien und Innovationen beschleunigen, mit denen BMC-Kunden digitale Modernisierung vorantreiben können“. Explizit gennant werden KI und maschinelles Lernen, die Konvergenz von IT-Service und IT-Betriebsmanagement sowie die Bereitstellung von sich selbstverwaltenden IBM-Umgebungen. Zu den bekanntesten BMC-Produkten zählen der Job-Scheduler Control-M und die Service-Management-Suite Helix (früher Remedy).

Sayed war zuletzt Präsident und „Chief Product Officer“ bei CA Technologies, wo er für die Vision, Strategie und Entwicklung des Produkt- und Lösungsportfolios des Unternehmens verantwortlich zeichnete und die Transformation von CA in wachstumsstärkere Geschäftsbereiche leitete. Zuvor war Sayed „Senior Vice President“ bei Cisco Systems, wo er für die Software verantwortlich war, auf der nahezu jedes Cisco-Netzwerkprodukt ausgeführt wird. „Mit Ayman an der Spitze ist BMC gut vorbereitet, um sein bereits beispielloses Wachstum zu beschleunigen", so Herald Chen und John Park , Mitglieder des BMC-Verwaltungsrates. „Als erfahrener Technologieführer mit ausgeprägtem Geschäftssinn ist Ayman bereit, BMC in die nächste Phase seiner Entwicklung zu führen.“

Bildquelle: CA Technologies

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