Cobalt Iron mit mandantenfähiger VTL

Backup auch für Big Data

Cobalt Iron, ein US-Anbieter für SaaS-basiertes Backup großer Datenmengen, stellt die neue Funktion der Mandantenfähigkeit für seine virtuelle Tape-Library (VTL) bereit, die Bestandteil seines SaaS-Backup-Systems Compass ist. Ziel ist es, ab der Übernahme der Magnetbänder dank dieser sogenannten „Multitenancy-Funktionalität“ eine robuste und sichere gemeinsame Nutzung und Trennung von VTL-Backups zu erlauben – und das selbst in komplexen Kunden- und Managed-Service-Provider-Umgebungen.

  • Der Aufbau der Backup-Lösung Compass

Laut Rob Marett verlieren die teuren, vom Kunden verwalteten VTL-Appliances immer weiter an Bedeutung. Deshalb sieht der Chief Technology Officer von Cobalt Iron einen wachsenden Bedarf an Multitenancy-Funktionen, die vollständig in die Backup-Vorgänge des jeweiligen Unternehmens integriert sind und dennoch eine sichere und effiziente gemeinsame Nutzung von Ressourcen ermöglichen. Genau dies leistet laut Marett die neuen Compass VTL-Multitenancy-Funktion, „die eine VTL-Kernfunktionalität mit weniger Gesamtkosten, einfacher Bedienung und sicherer Multitenancy bietet.“

Die mandantenfähige VTL automatisiert Band-, VTL- und Disaster-Recovery-Operationen, die sich zudem in andere Backup- und DR-Lösungen für Unternehmen integrieren lassen, ohne die Mandantenfähigkeit zu verlieren. Daten von mehreren Mandanten können über Bandprotokolle an einen sogenannten Compass-Accelerator geleitet werden, der sie dann automatisch mit vollständiger Multitenancy-Treue verwaltet. Darüber hinaus unterstützt die Lösung auch die automatische Replikation zu einem anderen Compass-Accelerator in einer privaten oder öffentlichen Cloud-Umgebung. Die Compass VTL-Funktion unterstützt Fibre-Channel-Konnektivität auf den folgenden Plattformen: IBM i, AIX,, Windows auf Intel, Linux auf Intel und HPE OpenVMS.

Vorteile für Anwender von IBM i

Die neue Lösung von Cobalt Iron bietet Vorteile für Mehrbenutzerumgebungen auf Basis von IBM i, in denen Backups mit der IBM-Standardsoftware BRMS (Backup, Recovery and Media Services) und/oder per SAV-Befehl auf einer lokalen VTL oder auf einem Bandlaufwerk erstellt werden. In diesen Umgebungen ist es üblich, dass sich mehrere IBM-i-Partitionen dieselbe VTL teilen. Die VTL-Funktion von Compass verwaltet diese Daten mehrerer User (oder auch Unternehmen) auf sichere Art und Weise, automatisiert die IBM-i-DR-Vorgänge, führt eine transparente Cloud-Konnektivität für IBM-i-Backup-Daten ein und integriert IBM-i-Backup mit anderen Datensicherungsvorgängen des Unternehmens – und all das unter Beibehaltung der vertrauten IBM-i-Backup-Funktionen.

Im Gegensatz zu anderen VTL-Produkten, die Marett „hochpreisige Speicherziele“ nennt, ist sei die neue VTL-Funktion mit Mandantenfähigkeit eine integrierte Komponente der Backup-SaaS-Lösung Compass Enterprise Außerdem ermögliche sie es, Band- und VTL-Operationen zu modernisieren und zu automatisieren – und all diese Operationen dann in Rechenzentren und Cloud-Dienste zu integrieren. „Dedizierte Hardware wird entfernt, um Kosten zu reduzieren, die Automatisierung überwindet die betriebliche Komplexität von Bändern und die Mandantenfähigkeit erzwingt Daten- und Betriebsdisziplin“, sagt CTO Rob Marett. Ergebnis sei ein neues Niveau der Betriebseffizienz.

Die neuen Multitenancy-Funktionen sind in der VTL-Funktion des Compass-Accelerators enthalten. Der Preis dieser Funktion wird in Speicherkapazitätsstufen auf der Grundlage der maximalen täglichen Datenaufnahme festgelegt. In Deutschland ist das Unternehmen über eine Niederlassung in München vertreten; als Distributor fungiert Tech Data.

Die Compass-Software wird in Form so genannter Acceleratoren, die auf bis zu acht Petabyte Daten ausgelegt sind, in die Rechenzentren gebracht. Im On-Prem-Segment wird dafür Hardware in Form eines 19-Zoll-Einschubs in­stalliert; hier kooperiert Cobalt Iron mit ­Lenovo. Geht es um Backup in der Cloud, heißen die Kooperationspartner Amazon mit AWS, Microsoft mit Azure, Alibaba, IBM oder Google.

Die Acceleratoren liefern die Daten an eine zentrale „Analytics Engine“, die das automatisierte Backup-Management unterstützt. Für kleinere Installationen ist Compass zu kostspielig; laut Martin Bichler, bei Cobalt Iron verantwortlich für den Partnervertrieb in Europa; die Lösung werde ab etwa 50 Terabyte zu sicherndes Datenvolumen interessant.

Bildquelle: Cobalt Iron

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok