Commvault-CEO Sanjay Mirchandani will „die Lücke zwischen IT und Sicherheit zu schließen“.
Commvault stellt damit nun sowohl ein Frühwarnsystem als auch Bedrohungsüberwachung und Cyber-Discovery für Produktions- und Backup-Umgebungen bereit. Der 1988 gegründete US-Anbieter von Datenschutz- und -managementsoftware (mit Agenten für IBM i) integriert seine Software zudem mit der weiterer Security-Partner wie Cyber Ark, Palo Alto Networks und Microsoft. Dieser Ausbau des Commvault-Partnernetzes soll es einfacher machen, Daten zu sichern, zu schützen und wiederherzustellen, um den immer raffinierteren Cyber-Bedrohungen besser zu widerstehen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Die neu verfügbaren und verbesserten Sicherheitsfunktionen werden über die neue Cloud-Command-Schnittstelle verwaltet. Die zentrale Plattform mit einer einzigen Codebasis und einer einzigen Benutzeroberfläche ermöglicht ein einheitliches Management für alle Commvault-Angebote über ein integriertes Dashboard. Das Dashboard liefert eine einheitliche Sicht auf u.a. Status, Risikostufen, Sicherheits- und Wiederherstellungsindikatoren, auch mit Hilfe der folgenden neuen Funktionen:
Risk Analysis: Nutzt Machine Learning, um sensible Daten zu entdecken, zu analysieren und zu sichern und so Cyberangriffe und potenzielle „Datenexfiltrationen“ (unautorisierte Übertragungen von Daten) zu verhindern.
Threat Scan: Untersucht Backups, um verschlüsselte, beschädigte oder verdächtige Datensätze zu identifizieren. Unternehmen können diese „Threat Scans“ einsetzen, um Malware und Bedrohungen in Backups zu lokalisieren und zu isolieren, eine saubere Wiederherstellung zu gewährleisten und eine erneute Infektion zu verhindern.
Auto Recovery: Dieses Cyber-Analyse-Tool testet die Wiederherstellbarkeit in großem Maßstab und kann forensische Analysen durchführen, um validierte und bereinigte Wiederherstellungspunkte zu identifizieren und zukünftige Vorfälle zu verhindern. Das soll Unternehmen die einfache und sichere Wiederherstellung von Workloads nach Cyberangriffen ermöglichen – und dann mit möglichst geringen Datenverlusten und Ausfallzeiten.
Threatwise Advisor: Das ist eine in die Backup-Umgebung integrierte Logik, die hilft, Attrappen von Netzwerkelementen als Fallen für Cyberkriminelle strategisch zu platzieren, um kritische Workloads zusätzlich zu schützen und die Belastung von Benutzern und Administratoren zu reduzieren.
Laut Sanjay Mirchandani, dem vor vier Jahren angetretenen CEO von Commvault, habe die Produktentwicklung seit seinem Amtsantritt insbesondere die technischen Möglichkeiten der cloudbasierten Backup-Plattform verfeinert und erweitert, „um die Lücke zwischen IT und Sicherheit zu schließen. Durch die Kombination fortschrittlicher, proaktiver Bedrohungserkennung mit unserer Datenschutzplattform ermöglichen wir es Unternehmen, Angreifern einen Schritt voraus zu sein. Unsere Kunden können jetzt in die Offensive gehen und Resilienz gegen Cyberangriffe aufbauen, indem sie Abwehrmaßnahmen, Backup und Wiederherstellung auf eine Art und Weise konsolidieren, die bisher nicht möglich war.“
„Garantien zum Schutz vor Ransomware liegen im Trend und bieten wichtige Vorteile“, sagt IDC-Analyst Phil Goodwin. „Es ist jedoch besser, eine schnelle, sichere und präzise Wiederherstellung zu haben, die die Notwendigkeit eines Garantieanspruchs vermeidet.“ Ein solcher Ansatz könne dazu beitragen, Bedrohungen zu stoppen, bevor sie dem Unternehmen wirklich schaden. „Es ist ganz einfach“, so Goodwin weiter. „Der einzige Weg zu echter Resilienz führt über eine aktive Verteidigung, die durch eine absolut zuverlässige Wiederherstellung unterstützt wird.“
Zum besseren Schutz der Workloads arbeitet Commvault nun auch mit Microsoft und Cyber Ark zusammen, um seine Technologie in deren Sicherheitsplattformen zu integrieren. Diese Erweiterung des Sicherheits-Ökosystems Unternehmen dabei unterstützen, ihre Sicherheit durch automatisierte Reaktion auf Vorfälle, verbesserte Zusammenarbeit und tiefere Einblicke in die Bedrohungslandschaft zu verbessern.
Die bidirektionale Integration zwischen Commvault und Microsoft Sentinel soll zum Beispiel die Sicherheit und Zusammenarbeit zwischen Backup-Umgebungen und Sicherheitssystemen verbessern, denn dieses neue Niveau der Interoperabilität für IT- und SecOps-Teams erlaube eine automatisierte Orchestrierung zwischen den beiden Systemen und damit bessere Einblicke in Cyber-Ereignisse und eine optimierte Reaktion auf Vorfälle.
„Kompromittierte Anmeldeinformationen sind nach wie vor die Hauptursache für Cyber-Angriffe und Datenexfiltration“, erläutert Clarence Hinton, Chief Strategy Officer bei Cyber Ark. „Die neue Integration von Commvault und die bestehenden Plug-ins für die CyberArk Identity Security Platform helfen Unternehmen dabei, eine strikte Zero-Trust-Architektur zu realisieren, strenge Richtlinien für den Lebenszyklus von Anmeldeinformationen zu implementieren und strengste Vorschriften einzuhalten. Die neue Integration in das Geheimhaltungsmanagement kann das Risiko des Diebstahls von Anmeldedaten erheblich reduzieren, indem die Speicherung von Anmeldedaten außerhalb von Backup-Umgebungen stattfindet.“
Bildquelle: Commvault