Spectra Logic stellt T-Finity mit LTO- und TS1140-Laufwerken vor

Bandbibliothek für „Big Data“

Spectra Logic baut zwei Jahre nach der Markteinführung sein Flaggschiffprodukt T-Finity weiter aus. Die Bandbibliothek kann jetzt mit maximal 400.000 Tape Slots ein Datenvolumen von bis zu 3,6 Exabyte (3,6 Mrd. Gigabyte) speichern.

T-Finity,  Spectra Logic

Die „Dual Robotic Tape Library“ T-Finity von Spectra Logic

Ein Exascale T-Finity-Komplex ist für die künftige Generation von Cloud-Megarechnenzentren gedacht. Er kann aus bis zu acht Bandbibliotheken zusammengestellt werden, die aus bis zu 40 Frames bestehen und RAIT-Datenschutz über mehrere Tape-Cartridges bieten („Redundant Arrays of Independent Tapes”). Der Platzbedarf dafür: Insgesamt 320 Racks im Rechenzentrum. Als Bandlaufwerke kommen in den Bibliotheken entweder LTO5- oder IBM TS1140-Modelle zum Einsatz, die von jeweils zwei Bandrobotern bestückt werden.

Die Maximalkapazität eines voll ausgebauten Komplexes mit 50.100 Slots wird vom Hersteller beim Einsatz von LTO5-Bandkassetten (bei 2:1-Komprimierung) mit 1,2 Exabyte beziffert, bei TS1140-Bandkassetten (3:1-Komprimierung) mit 3,6 Exabyte. Das ist mehr als die Marktführer bieten können, IBM mit der TS3500 und Oracle mit dem Storagetek-Produkt Streamline 8500.

Außerdem bringt Spectra Logic die neue Managementsoftware Blue Scale 12 sowie Features, um die Performance sowie die Lebensdauer der Magnetbändern zu verbessern. Blue Scale 12 beschleunigt die Bewegungen der Robotik um 35 bis 60 Prozent, ebenso die Scans der Barcodes auf den Magnetband-Kassetten. Blue Scale 12 unterstützt sämtliche Bandbibliotheken der T-Serie von Spectra Logic, auch die Einstiegsmodelle der Baureihen T50e und T120.

Der Datenschutz wurde mit HPPS verbessert. Mit dem „High Performance Storage System“, das IBM Global Services gemeinsam mit dem Energieministerium der Vereinigten Staaten entwickelt, wurde das RAIT-Konzept der Terapack-Container implementiert. Ein Terapack-Container enthält zehn Magnetbandkassetten, auf denen die Daten so gespeichert werden, dass sie sich bei einem Bandfehler rekonstruieren lassen, ohne dass ein vollständiges Duplikat gespeichert werden müsste.  Terapack-RAIT, dessen Testphase bei ersten Kunden jetzt beginnt, verspricht laut Hersteller eine zweimal schnellere Bandmontage der RAIT-Sets als bisher und vereinfacht auch Management und Handhabung der RAIT-Sets, inklusive Daten-Import und -Export.

In Verbindung mit den Erweiterungen rund um T-Finity hat Spectra Logic neben dem Terapack noch vier weitere Neuerungen angekündigt: eine XML-Schnittstelle, Carbide Clean, das System Bulk Terapack Access Port (TAP) sowie Erweiterungen beim Media Lifecycle Management (MLM) mit Blick auf die IBM-Technologie TS1140.

Bei Carbide Clean handelt es sich um vorab durch eine Hartmetallklinge gereinigte Magnetbänder, die die Lebenszeit von Medien und Laufwerken verlängern sollen und ohne Aufpreis erhältlich sind. Bulk TAP beschleunigt den Import und Export von Bändern in die bzw. aus der Bibliothek um den Faktor 7. Mit Bulk TAP, das außer für T-Finity auch für das Modell T950 erhältlich ist, lassen sich laut Hersteller 500 Terabyte Daten innerhalb weniger Minuten austauschen.

In Deutschland sind die Produkte von über Vertriebspartner wie Cristie Data Products oder Zycko Networks erhältlich.

www.spectralogic.com

Weitere Informationen:

www.cristie.de

www.zycko.de

www.hpss-collaboration.org

Bildquelle: Spectra Logic

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