Systemhaus-Töchter im Nachbarland unter einem Markendach

Bechtle rückt in der Schweiz zusammen

Die Neckarsulmer Bechtle AG bündelt den Bereich IT-Systemhaus & Managed Services und das Lizenz-Geschäft in der Schweiz: Per 1. Januar 2020 schließen sich die Töchter Bechtle Steffen Schweiz, Bechtle Steffen Suisse, Comsoft Direct sowie Bechtle Steffen IT-Services zur Bechtle Schweiz AG/Bechtle Suisse SA zusammen. Künftig gibt es je eine Organisationseinheit in der Deutschschweiz und in der Westschweiz.

Hanspeter Oeschger, Chef von Bechtle Schweiz

Hanspeter Oeschger, Chef von Bechtle Schweiz, will die Aktivitäten der Systemhaus- und Service-Einheiten enger verknüpfen und die Kompetenzen zusammenführen.

Bechtle will nach den zahlreichen Firmenübernahmen in der Schweiz den dortigen Marktauftritt als einer der größten IT-Dienstleister mit rund 560 Beschäftigten vereinheitlichen. Gegründet 1983, beschäftigt der Konzern mit Hauptsitz in Neckarsulm derzeit insgesamt rund 11.000 Menschen in 70 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz – und zählt mit E-Commerce-Gesellschaften in 14 Ländern zu den führenden IT-Unternehmen in Europa. 2018 lag der Umsatz bei rund 4,3 Mrd. Euro.

„Unter dem Projekt  ‚One Bechtle‛ haben unsere Systemhaus- und Service-Einheiten ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren immer enger verknüpft und Kompetenzen zusammengeführt. Dieses Modell hat sich absolut bewährt und bietet auch unseren Mitarbeitenden zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten in einem multidisziplinär aufgestellten IT-Unternehmen“, sagt Hanspeter Oeschger, Bereichsvorstand IT-Systemhaus & Managed Services Schweiz bei den Neckarsulmern. Oeschger, der 2016 mit der Übernahme von Steffen Informatik zu Bechtle gestoßen ist, verantwortet bereits seit Jahresbeginn die übergreifende strategische und operative Ausrichtung der Bechtle IT-Systemhäuser in der Schweiz.

Das Systemhaus Steffen wurde 1989 gegründet und beschäftigte zur Zeit der Übernahme durch Bechtle 120 Mitarbeiter an fünf Standorten. „Mit je einer Einheit in der Westschweiz und in der Deutschschweiz sind wir in der Lage, Kunden in beiden Wirtschaftsräumen kompetent und umfassend zu betreuen“, verspricht Oeschger nun. Mit der Ausrichtung auf die besonderen Bedürfnisse von KMU-, Enterprise- und Public-Kunden könne man schon heute den Kunden „ganzheitliche Leistungen aus einer Hand“ anbieten – dank der Zusammenarbeit mit dem zur Gruppe gehörenden IT-Beratungsunternehmen Evolusys, aber auch mit den ERP- und CRM-Töchtern Acommit und Alpha Solutions, dem CAD-Spezialisten Solid Solutions sowie den E-Commerce-Gesellschaften Bechtle Direct und ARP.

Weiterer Ausbau des Portfolios

Hinzu kommt der erst im Oktober akquirierte Software-Spezialist Algacom AG aus Basel, der das Portfolio um Lösungen im Bereich Collaboration und Messaging sowie Office 365 ergänzt. Zudem verfügt das 1997 gegründete Unternehmen mit Amira über ein eigenes Tool im Bereich Identity & Access Management, das künftig auf der eigenen Cloud-Plattform als Software-as-a-Service-Lösung vermarktet werden soll. Algacom beschäftigt 34 Menschen und erzielte 2018 rund 6,4 Mio. Schweizer Franken Umsatz.

Insgesamt beschäftigt die künftige Bechtle Schweiz derzeit rund 560 Menschen an den Standorten Basel, Bern, Carouge, Mägenwil, Morges, Pratteln, Regensdorf, Rotkreuz und St. Gallen. Die Geschäftsführung liegt ab dem 1. Januar 2020 in der Deutschschweizer Einheit bei Markus Oeschger, Christian Speck und Roger Suter sowie in der Westschweiz bei Leo Prado. Hanspeter Oeschger verantwortet dann auch weiterhin als Bereichsvorstand das Segment IT-Systemhaus & Managed Services in der Schweiz.

Die zweite Sparte des Konzerns, das E-Commerce-Geschäft mit den Gesellschaften Bechtle Direct und ARP, bleibt organisatorisch vom IT-Systemhaus ebenso getrennt wie die Spezialisten von Acommit, Alpha Solutions und Solid Solutions, arbeitet aber eng mit dem Systemhaus zusammen. Hanspeter Oeschger will die Verzahnung der Kompetenzen weiter intensivieren, „damit wir unsere Kunden bei ihren Modernisierungsprojekten respektive bei der digitalen Transformation optimal unterstützen können.“ Durch die Zusammenführung unter einer Marke könne man in der Schweiz ein einmaliges Portfolio anbieten, von der Beratung über Softwarelizenzierung und Software-Asset-Management, IT-Arbeitsplatz- und RZ-Infrastruktur bis hin zu Managed-Services und Software-Produkten.

Bildquelle: Bechtle

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok