Gerhard Marz, Bereichsvorstand der Bechtle AG: „Konsequente Umsetzung der Wachstumsoffensive, die auch die Trennung von Einheiten vorsieht, die nicht optimal zur weiteren Portfoliostrategie und Positionierung von Bechtle passen.“
Bechtle hatte die Gate Informatic AG im Jahr 2004 übernommen, damals noch mit einem Jahresumsatz von 70 Mio. CHF und rund 50 Mitarbeitern. Der Kaufpreis soll bei 5 Mio. Franken gelegen haben. Damals war vom „deutlichen“ Ausbau der „Marktstellung in der Schweiz im Marktsegment der gehobenen IT-Systemlösungen“ sowie von einer regionalen Ergänzung der bereits auf diesem Gebiet tätigen Tochter Bechtle Data AG die Rede.
Seither entwickelten sich die Gate-Geschäfte schlecht. Außerdem wird in der Presseinformation ein weiterer Grund für den Verkauf genannt: Gate setzt, anders als die übrigen IT-Systemhäuser von Bechtle, nicht auf herstellerneutrale Beratung und ein breites Portfolio, sondern positioniert sich nahezu ausschließlich als hochspezialisierter Lösungsanbieter eines Teilspektrums des Herstellers IBM – und passt damit zur Wird AG.
Mit fünf Kompetenzzentren deckt dieser 1997 gegründete Systemintegrator die Bereiche IT-Infrastruktur und Storage, Netzwerk und Security sowie Managed Services und Cloud Computing ab und bietet die dazugehörigen Services und Consulting-Leistungen an. Die Wird AG verfügt neben dem Hauptsitz in Baar über vier weitere Standorte in der Schweiz und beschäftigt derzeit gut 30 Mitarbeitende.
„Für die Mitarbeitenden der Gate bedeutet der Verkauf eine Chance, sich in ihrem angestammten Geschäftsfeld weiterzuentwickeln und ihre Kompetenzen einzubringen“, sagt Gerhard Marz, Bereichsvorstand der Bechtle AG. „Für uns wiederum ist der Verkauf eine konsequente Umsetzung der Wachstumsoffensive, die auch die Trennung von Einheiten vorsieht, die nicht optimal zur weiteren Portfoliostrategie und Positionierung von Bechtle passen.“ Die Neckarsulmer sind seit 1996 in der Schweiz vertreten und in den vergangenen Jahren in erster Linie über Zukäufe gewachsen.