Interview mit Dirk Müller, CIO bei K&P Computer

Begleiter in Richtung Digitalisierung

Digitalisierung ist das Schlagwort der Stunde, gerade auch im Mittel­stand. Und selbst wenn von vielen Seiten gern geunkt und geätzt wird über die betulichen Deutschen, sind wir auf einem guten Weg. Darüber und über die Aufgaben auf diesem Weg sprachen wir mit Dirk Müller, CIO bei K&P Computer.

  • Dirk Müller, CIO bei K&P Computer

    Dirk Müller, CIO bei K&P Computer.

  • Dirk Müller, CIO bei K&P Computer

    Dirk Müller: „Ein zukunftsfähiger IT-Dienstleister muss den Kunden Freiraum schaffen, sodass sich diese stärker auf ihre strategischen Aufgaben konzentrieren können.“

  • Dirk Müller, CIO bei K&P Computer

    Dirk Müller: „Digitalisierung bedeutet auch, aus eingefahrenen Geschäftsprozessen und bewährten Mustern auszubrechen. Das fällt uns Deutschen nicht immer leicht.“

Vier von zehn Unternehmen sehen die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung international sogar vorne, so dass überraschende Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. Ebenso viele erwarten, dass Arbeitsplätze dank der Digitalisierung wieder zurück nach Deutschland kommen.

Auch wenn deutsche Unternehmer ihre Digitalisierungsstrategie mit der gebotenen Vorsicht behutsam umsetzen, hält praktisch niemand sie für abgeschlagen. Nur 13 Prozent geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört. 44 Prozent sehen sie im Mittelfeld.

Viele Unternehmer gehen diese Herausforderungen selbstbewusst an, beobachtet Bitkom-Präsident Achim Berg. „Ob KI, autonomes Fahren, Blockchain oder IoT und Industrie 4.0 – deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben einen exzellenten Ruf und sind bei der Technologie-Entwicklung weltweit spitze. Zu selten aber werden aus digitalen Innovationen marktgängige Produkte und neue Geschäftsmodelle. Und wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Ureigene Digitalisierungsstrategie ausarbeiten

Denn Digitalisierung ist leichter gesagt als getan. Der Grund ist einfach: Jedes Unternehmen braucht seine ureigene Digitalisierungsstrategie – und muss diese Strategie dann Zug um Zug unternehmensspezifisch umsetzen. Genau dabei wollen die IT-Experten der K&P Computer Service- und Vertriebs-GmbH unterstützen, sagt Dirk Müller im Interview mit DV-Dialog. Der CIO des Wies­badener IT-Systemhauses hat den Trend bereits sehr früh erkannt und die Service-­Organisation auf Digitalisierungsprojekte vorbereitet. „Außerdem haben wir uns nach mög­lichen Partnern umgesehen, mit denen wir unser Leistungsportfolio sinnvoll ergänzen, um unsere Kunden federführend auf ihrem Digitalisierungsweg begleiten zu können und ihnen auch Innovations­impulse zu geben.“

Einer dieser neuen Partner ist der 300 Mitarbeiter starke IT-Dienstleister Logicalis aus Neu-Isenburg, mit dem bereits erste Projekte umgesetzt werden. „Im Technologie-Dschungel ist es für Kunden oftmals schwierig Orientierung zu finden“, begründet Murat Peker, Director Sales Central der Logicalis GmbH die neue Zusammenarbeit. „Wir freuen uns daher, gemeinsam mit K&P Computer das Thema Digitalisierung voranzubringen und für Unternehmen ein Ansprechpartner rund um Best-Practices und Anwendungsszenarien zu sein.“

Als Experte für IT-Wartung im Jahr 1985 gegründet, bietet K&P ­Computer heute als herstellerunabhängiges IT-Systemhaus weit mehr. Mit den Full-Service-Leistungen innerhalb der drei Geschäftsbereiche IT-Wartung, IT-Projekte und Managed Services deckt das Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette einer funk­tionierenden IT-Infrastruktur ab. Mehr als 150 Mitarbeiter betreuen von bundesweit fünf Niederlassungen und 20 technischen Stützpunkten aus über 3.000 Kunden aller Branchen auf nationaler und internationaler Ebene.

Herr Müller, in diesem Jahr blicken wir auf 30 Jahre AS/400 zurück. Nun ist K&P Computer ja mit IBM i – wie man heute sagt – groß geworden. Wie haben sich die Anforderungen der IT-Chefs an ihren IT-Dienstleister seither gewandelt?
Dirk Müller
: Die IT-Chefs sind heutzutage viel mehr in strategische Aufgaben eingebunden – und ihre Aufgaben sind komplexer geworden, aber vor allem auch vielfältiger und zeitkritischer. Gerade im Zuge der Digitalisierung sind die IT-Abteilungen mehr denn je gefragt, Innovationen voranzutreiben.

Da der IT-Chef seine Abteilung aber seit Jahren auf Effizienz getrimmt hat, bedeutet das in der Praxis oft: Für operative Aufgaben bleibt kaum noch Zeit. Erschwerend kommt der sich auf Sicht weiter verstärkende Fachkräftemangel hinzu, denn gerade im Umfeld von IBM i gibt es heutzutage nur noch wenig jüngere Mitarbeiter, die das System beherrschen. Hier leisten wir Hilfe­stellung mit der K&P Tech Academy, die auch technische IBM-i-Schulungen anbietet.
Hinzu kommt ein weiterer Trend: Die Zeiten, als sämtliche Anwendungen eines Unternehmens auf der AS/400 gut geschützt im Rechen­zentrum betrieben wurden, sind längst passé. Die IT-Landschaften in Unternehmen sind sehr heterogen geworden und über das gesamte Unternehmen verteilt – mobile Apps im Außendienst und IoT-Szenarien in den Werken sind längst die Regel und nicht mehr die Ausnahme. Hier dafür zu sorgen, dass alle Rädchen im IT-Getriebe ineinandergreifen, ist eine wahre Herkules­aufgabe geworden.

Dabei steckt der Teufel im Detail. Den Überblick zu behalten, und sei es nur die unterschiedlichen Wartungsverträge, Lizenzen oder Updates im Blick zu behalten, wird für den IT-Chef immer zeitaufwendiger und daher notgedrungen manchmal vernachlässigt. Das kann aber verheerende Folgen haben, beispielsweise wenn im Fall einer unerwarteten Störung der Servicevertrag ausgelaufen ist.

Da kann ein IT-Dienstleister wertvolle Hilfe leisten, indem er bestimmte operative Aufgaben übernimmt und so die IT-Abteilung entlastet. Was macht heute einen guten IT-Dienstleister aus?
Müller
: Ein zukunftsfähiger IT-Dienstleister muss den IT-Abteilungen beim Kunden Freiraum schaffen, sodass sich diese stärker auf ihre strategischen Aufgaben konzentrieren können. Das heißt vor allem: Er sollte alle Leistungen aus einer Hand bieten. SPOC heißt das Zauberwort – „Single Point of Contact“, was der IT-Abteilung letztlich Zeit und Kosten spart.

Ein guter Dienstleister sollte aber auch über einen zertifizierten Partnerstatus bei den relevanten Herstellern verfügen. Das garantiert dem Kunden Expertenwissen, eine gute Be­ziehung zum Hersteller, gute Konditionen und vor allem schnellere Reaktionen. Das heißt im Umkehrschluss: 24/7-Erreichbarkeit und hohe Qualitäts­standards, am besten nachgewiesen durch entsprechende DIN- und ISO-Zertifikate.

Natürlich sollte ein guter Dienstleister über hersteller­zertifizierte Mitarbeiter mit Markt­erfahrung verfügen. K&P Computer etwa ist seit 1985 am Markt – und viele Mitarbeiter sind lange Jahre im Unternehmen. Andererseits haben wir viele junge Mitarbeiter mit Know-how, denn wir bilden ganz bewusst auch aus.

Angesichts der heterogenen IT-Landschaften reichen Partnerschaften mit den wichtigen Herstellern aber vermutlich nicht aus?
Müller
: Stimmt. Herstellerunabhängige, transparente Beratungsqualität ist gefragt. IT-Insellösungen, wie früher die AS/400, werden heute immer seltener. Heute finden wir auf IBM Power i auch viele Open-Source-Lösungen und natürlich auch Schnittstellen in andere Systeme. Das heißt für uns: Wir müssen dem IT-Chef beratend und zukunftsorientiert zur Seite stehen, über den Tellerrand blicken und so z.B. auch Einspar­potenziale für den Kunden aufdecken.

Durch flexible Verträge, die zum Kunden passen, können wir auch manche „Eigenheiten“ der Hersteller abfedern und durch maßgeschneiderte Managed-Services den IT-Betrieb kleiner Unternehmen wie Anwaltskanzleien oder Arztpraxen, aber auch internationaler Großkonzerne wirkungsvoll unterstützen. Zudem schließen wir gezielt Partnerschaften mit anderen Systemhäusern, um auf weiteres Spezialwissen zurückgreifen zu können.

Glaubt man den Marktforschern, ist heute „Digitalisierung“ das Gebot der Stunde. Wieviel Digitalisierung ist heute schon für Mittelständler notwendig und sinnvoll? Ist das branchenabhängig?
Müller
: Digitalisierung betrifft uns alle. Daran kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Aus diesem Grund hatte auch unsere Hausmesse, die am 26. September unter dem Motto „Zukunftschance Digitalisierung“ in Wiesbaden stattfand, so viel Resonanz.

Allerdings fällt es sicherlich großen Unternehmen leichter, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Kleineren Unternehmen fehlt es oft an den finanziellen Mitteln, an den personellen Ressourcen und am nötigen Know-how. Dabei sehe ich durchaus Unterschiede in den Branchen: Eher gut aufgestellt im Bereich Digitalisierung sind Transport und Verkehr sowie der Handel, eher weniger gut die Bereiche Bau oder Chemie.

Wie sollte ein mittelständisches Unternehmen Digitalisierung-Projekte angehen? Gibt es „Best Practices“, die Sie empfehlen können? Oder typische Stolpersteine, die es aus dem Weg zu räumen gilt?
Müller
: Ein typischer Stolperstein ist sicherlich das fehlende Fachpersonal. Neue Aufgaben erfordern neue Skills – und IT-Fachkräfte sind rar. Wir haben das Glück, dass wir durch zahlreiche Ausbildungsplätze für Fach-Nachwuchs sorgen und zudem aus unserem erfahrenen Mitarbeiterstamm schöpfen können.

Digitalisierung bedeutet aber auch, aus ein­gefahrenen Geschäftsprozessen und bewährten Mustern auszubrechen. Das fällt uns Deutschen nicht immer leicht. Deshalb macht es für Mittelständler gerade bei Digitalisierungsprojekten Sinn, einen erfahrenen Dienstleister zu Rate zu ziehen, der das nötige Know-how und ent­sprechende Ressourcen mitbringt.

Inwieweit ist K&P Computer als IT-Dienstleister auch selbst von der Digitalisierung betroffen? Haben Sie schon darauf reagiert – und neue Prozesse oder neue Services eingeführt?
Müller
: Wir haben den Trend früh erkannt und uns nach möglichen Partnern umgesehen. Ziel ist es, unser Leistungsportfolio sinnvoll zu ergänzen, um unsere Kunden federführend auf ihrem Digitalisierungsweg begleiten zu können und ihnen auch Innovationsimpulse zu geben.

Mit dem IT-Dienstleister Logicalis haben wir einen solchen Partner gefunden und setzen bereits erste Projekte um. Gemeinsam decken wir ein breites Spektrum an Digitalisierungsleistungen ab und fungieren auch hier für den Kunden als SPOC.
Unsere Service-Organisation ist schon seit ­vielen Jahren etabliert und bestens für Digitalisierungsprojekte gerüstet. Prozesstechnisch sind wir intern bestens vorbereitet und so könnten wir schon morgen beispielsweise auch den Service für Sensoren übernehmen und so IoT-Projekte ganzheitlich unterstützen. Eine große Baumarktkette beispielsweise baut mit uns die IT in Richtung digitale Welt aus. Themen sind hier unter anderem der Online-Einkauf sowie die Indoor-Navigation im Baumarkt.

Wenn wir auf IBM i zurückkommen: Wie gut oder schlecht ist der Midrange-Klassiker als Plattform für das digitale Unternehmen geeignet?
Müller
: Oftmals wird fälschlicherweise auf den ersten Blick die IBM i nicht als Plattform für digitale Unternehmen und als Plattform für die digitale Transformation in Betracht ge­zogen. Bei einem etwas genaueren Blick auf das System fallen aber schnell die Wettbewerbsvorteile gegenüber Intel-basierenden Servern auf, wie die Performance der Power-CPU, die Systemstabilität und Skalierbarkeit, aber auch die branchenweit einzigartige, virenresistente und objektbasierte Architektur. All dies sind Eigenschaften, die unseren Kunden helfen, die Vorteile der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen erfolgreich zu nutzen.

Wie ist es um die Eignung von IBM i für das immer populärer werdende Cloud Computing bestellt?
Müller
: Power i ist wie für die Cloud gemacht! Aufgrund der Virtualisierungsmöglichkeiten und der damit verbundenen Flexibilität, können Provider die Systeme effizienter auslasten – was sich positiv auf den Preis auswirkt. Dabei ist es egal, ob wir von kernübergreifenden und rechenintensiven Workloads in der Cloud ­sprechen oder von der Integration der On-Premises-Anwendungen in die Cloud, bei der nur Teile der Anwendungen in Cloud laufen.

Können auch altbewährte Anwendungen aus den Tagen der AS/400 fit gemacht werden für Cloud Computing und E-Commerce?
Müller
: Sicherlich ist es nicht immer sinnvoll zu versuchen, Applikationen Cloud- oder e-Commerce-fähig zu machen – und damit viel Geld zu investieren. Manchmal ist ein Anwendungswechsel aus kaufmännischer Sicht sicherlich sinnvoller – dies muss aber im Einzelfall betrachtet werden. Das hängt vom Zustand der Applikation ab, von der Verfügbarkeit von Alternativen und vom Aufwand für eine Modernisierung.

Wer hier an klassische AS/400-Anwendungen denkt, dem fallen sicher die oft trägen Java-Alternativen ein, die spezialisierte Software­häuser nach vorheriger Analyse auf flexiblere http-basierende Anwendungen modellieren können. Gemeinsam mit unseren Partnern können wir aber auch bewährte RPG-Programme in die Moderne hieven – oder aber auch durch aktuelle Standardsoftware ersetzen.

Große Stärken von Power i sind Zuverlässigkeit und Sicherheit. Worauf ist zu achten, damit sich durch Internet, Apps, Virtualisierung und Cloud keine Sicherheitslücken auftun?
Müller
: Wir empfehlen jedem Kunden die permanente Überwachung aller Systemzugriffe sowie regelmäßige Security-Checks all der­jenigen Anwendungen, die mit externen Systemen interagieren. Oft lassen sie sich durch eine Anpassung der Sicherheitsstufe sowie die Reglementierung der Zugriffe auf registrierte Einträge ohne viel Zeitaufwand schützen.

Darüber hinaus erachten wir es als sinnvoll, bereits bei der Implementierung zusammen mit dem Softwarehaus sowie mit dem verantwort­lichen Security- oder Firewall-Administrator ein zonenbasierendes Zugriffsmodell zu entwickeln.

Governance und Compliance sind aktuell große Herausforderungen für viele IT-Chefs, z.B. mit Blick auf die DSGVO. Welche Tipps haben Sie, um diese Herausforderungen zu meistern?
Müller
: Die Vorschriften bezüglich Daten-Governance sind strenger geworden – und die Strafen bei Verstößen höher. Das heißt: Die IT-Chefs müssen den Umgang mit personenbezogenen Daten sorgfältig überdenken. Aber Datenschutz muss keine Belastung sein. Ein vertrauens­würdiger IT-Dienstleister kann auch hier helfen, die Herausforderungen zu meistern.

Unsere Erfahrung ist, dass Kunden auch schon vor Inkrafttreten der DSGVO im Mai ihre Unternehmens­daten eher ungern an externe Provider auslagerten. Bevorzugt wurde die private Cloud beim IT-Dienstleister. Aus diesem Grund bieten wir mit unserem neuen Service „KPC Cloud-Backup for IBM i + AIX“ auch die Auslagerung der Daten in unser Rechenzentrum nach Wiesbaden an.

Nicht zuletzt sollten auch Themen wie die Nachweispflicht bei der Datenlöschung bzw. -vernichtung bedacht werden, die oft noch vernachlässigt werden. Mit unserem Service „KPC Secure“ garantieren wir dem IT-Chef einen lückenlos dokumentierten Prozess – von der Abholung bis zur datenschutzkonformen Vernichtung gemäß DSGVO und DIN 66399.

Stichwort Risikomanagement: Wie lassen sich die Gefahren im Bereich Cyber-Security reduzieren, z.B. durch Hacker oder Wirtschaftsspione, aber auch durch Attacken mit Ransomware?
Müller
: Zuerst einmal muss der IT-Chef sich seiner konkreten Gefahrensituation durch ein Risikomanagement und eine kritische Selbstreflexion bewusst werden – und dann entsprechende Maßnahmen definieren. Der gern zitierte und leider noch immer von ­vielen gelebte Ansatz, sich durch Firewall und Virenscanner zu schützen, ist leider schon seit Jahren überholt. Das genügt nicht. Zum heutigen IT-Security-Standard gehören längst erprobte Recovery-Pläne und Backup-­Szenarien, die beispielsweise versehentlich gelöschte oder durch einen Verschlüsselungstrojaner beschädigte Daten innerhalb weniger Minuten, höchstens einiger Stunden, wiederherstellen können.

Des Weiteren ist es angebracht, die Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit und Datenschutz zu sensibilisieren und mögliche Gefahrenquellen und deren Folgen darzustellen.

Der Servicegedanke rückt auch bei der Wartung immer mehr in den Vordergrund, reine Standard-Wartung ist längst „Commodity“. Welche Service-Angebote sind heute, welche in Zukunft gefragt?
Müller
: Proaktive Serviceleistungen sind gewünscht, reine Störungsbeseitigung bei unerwarteten Ausfällen ist längst Schnee von gestern. Allein das effiziente Management der unterschiedlichen Wartungsverträge, Lizenzen oder Firmware-Updates einer etwas umfangreicheren IT-Infrastruktur bedeuten erheblichen Aufwand für die IT-Abteilung. Wenn wir solche Arbeiten ganz oder teilweise übernehmen, sparen unsere Kunden enorm viel Zeit und Kosten.

Darüber hinaus kann die herstellerunabhängige Beratung und Optimierung der bestehenden Verträge oftmals erhebliche Einsparungen bringen.

Wenn wir in die Zukunft blicken: Was wird sich bei K&P Computer ändern, damit der Servicegedanke auch in Zukunft Basis für ein tragfähiges Geschäftsmodell bleiben kann?
Müller
: Wir werden uns zukünftig noch stärker auf die Beratungsleistung und den Service-Aspekt für den Kunden konzentrieren. Wir wissen um den erheblichen Mehrwert, den wir unseren Kunden damit bieten.

Selbstverständlich werden wir auch unser ­Leistungsportfolio weiterhin an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten, weiterhin ein Ausbildungsbetrieb bleiben und mit dem Schulungsangebot unserer K&P Tech Academy unseren Beitrag zum Know-how-Transfer leisten.

Sie sprechen vom ‚Single Point of Contact‘. Wie können Sie den SPOC auch in Zukunft wirtschaftlich anbieten – für so unterschiedliche Bereiche wie hauseigenes RZ, Cloud-Backup oder herstellerübergreifenden Software- und Betriebssystemsupport?
Müller
: Wir sind nach wie vor auf einem sehr gesunden Wachstumskurs und mit unseren drei Geschäftsbereichen IT-Wartung, IT-­Projekte und Managed Services sehr gut aufgestellt. Als inhaber­geführtes Unternehmen sind wir ­wirtschaftlich unabhängig aufgestellt und ­profitabel.

Deutschland ist Exportweltmeister – und dementsprechend international sind deutsche Unternehmen aufgestellt. Wie kann K&P Computer als Mittelständler die SPOC-Idee weltweit umsetzen?
Müller
: Wir haben in den über 30 Jahren ein sehr gutes Hersteller- und Partnernetzwerk auf­gebaut, auf das wir auch bei der Internationalisierung unseres Service-Angebotes zurück­greifen. So bieten wir unseren Kunden auch auf globaler Ebene eine 24/7-Erreichbarkeit und qualitativ hochwertige Support-Leistungen, die etablierten Prozessen unterliegen und den deutschen Standards entsprechen.
Unsere Kunden können diesen Support wahlweise als Vor-Ort- oder auch als Remote-­Service abrufen. Abgedeckt werden damit beispielsweise Systeme und Peripherie-Einheiten von IBM, Hewlett Packard Enterprise, Fujitsu, Netapp, Dell, EMC² und Cisco. Die internationale Expansion weiter vorantreiben wird Thomas Wolff, der uns seit Beginn des Jahres als Director Sales & Partnermanagement Global unterstützt.

Herr Müller, vielen Dank für das Interview!

Fotos: Dirk Beichert

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