Björn Dunkel, Geschäftsführer ifm Business Solutions GmbH: „Verschwendung aufdecken – Verschwendung vermeiden!“
Die Supply-Chain-Experten der ifm Business Solutions GmbH haben es sich auf die Fahne geschrieben, Kunden auf ihrem Weg „Bester“ zu werden, zu begleiten und zu unterstützen. Wie? Mit einer SAP-basierten Software und entsprechender Beratung. Durch Automation und Vereinfachung will Geschäftsführer Björn Dunkel auch komplexe Supply-Chain-Prozesse beherrschbar machen.
Nach der Ende Mai erfolgten Umfirmierung der Siegener GIB GmbH, die seither den Namen der bereits 2016 eingestiegenen Essener Mutter ifm Electronic GmbH trägt, blieben allerdings die Produktnamen GIB Suite und GIB SCX on SAP S/4 Hana unverändert.
„Viele Anbieter tummeln sich beispielsweise in der Absatzplanung oder fokussieren sich auf das Bestandsmanagement“, gibt Dunkel zu bedenken. „Aber keiner bietet die komplette Vernetzung über Absatzplanung, Produktionsplanung, Bedarfs- und Bestandsmanagement ab, erst recht nicht in SAP integriert.“ Dabei sei die Vernetzung der Prozesse, die gleiche Sicht auf die Dinge und die Nutzung einer gemeinsamen Datenbasis, die die ‚Wahrheit‘ zeigt, das A und O für erfolgreiches Supply-Chain-Management.
Wie das funktioniert? Man fülle Lücken im SAP-Standard, vereinfache ihn an verschiedenen Stellen und biete erweiterte Funktionen, so Dunkel. Kurz: Der Standard werde deutlich leistungsfähiger, sorge für mehr Prozesstransparenz, sei einsetzbar für Planung und Umsetzung, biete strategische und operative Bereiche, die ineinandergreifen – und all das „mit deutlich mehr Usability und Simplicity“.
Dunkels Credo: „Verschwendung aufdecken – Verschwendung vermeiden!“ Und zwar dadurch, dass sofort offensichtlich gemacht wird, was lange Zeit unter der Oberfläche schlummerte, zum Beispiel zu hohe Bestände, Bodensatz, zu wenig Genauigkeit in der Materialbedarfsplanung, schlechte Übersicht über Engpässe und kritische Materialien, zu ungenaue Absatzprognosen, schwierige Bedienbarkeit und viel zu oft Datenextraktion in gigantische Excel-Listen, die niemals aktuelle, allumfassende und zuverlässige Aussagen ermöglichen. Und das obwohl jeder in der Supply Chain – egal ob aus Disposition, Produktionsplanung oder Einkauf – sein Bestes gibt. Doch auch der beste Handwerker benötigt sehr gutes Werkzeug, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen.
Seit der Verschmelzung der früheren GIB mbH mit der ifm, ist zur horizontalen Digitalisierung der Supply-Chain-Prozesse und deren Optimierung die vertikale Ebene hinzugekommen: Die Anbindung des Produktionsebene. Intelligente Sensorik – das ist seit jeher die Kernkompetenz der Essener ifm. Mit der Integration von GIB Shop Floor gelangen die Informationen von dort nun auch ins ERP-System – und zwar genau dorthin, wo sie Sinn stiften können.
Auf diese Weise lassen sich Bestellanforderungen und Alerts auslösen, die das frühzeitige Eingreifen und die rechtzeitige Bereitstellung von Material, Fachkraft oder Arbeitsmittel ermöglichen – am besten bevor ein Maschinenstillstand überhaupt passiert. So werden zukunftsweisende Lösungen wie Realtime Maintenance, Predictive Maintenance und Temperatur- und Füllstandsüberwachung möglich und der Grundstein für die Smart Factory ist gelegt.
Seit 2016 ist auch die Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse und deren Einbindung in das SAP-System zu einem wichtigen Geschäftsfeld der ifm-Gruppe geworden. Mit „GIB SCX“ werden die logistischen Prozesse von der Absatzplanung über die Produktions- und Bedarfsplanung bis hin zu Beschaffung und Bestandsmanagement optimiert – und zwar mit SAP ECC 6.0 oder S/4 Hana sowohl On-Premises als auch in der Cloud. Das IIoT-Tool „GIB Shop Floor Integration“ ermöglicht nun die Anbindung der Produktionsebene und sorgt so für eine durchgängige Kommunikation vom Sensor bis ins SAP. Über 900 Kunden weltweit setzen laut Dunkel bereits diese Supply-Chain-Software ein „und profitieren dadurch von nachhaltiger Bestandsoptimierung bei gleichzeitiger Steigerung der Lieferbereitschaft“.
Bildquelle: ifm Business Solutions GmbH