SAP und der „digitale Wandel“ im Anlagenmanagement

„Big Data“ in der Ära Industrie 4.0

Der zunehmende Einsatz von Sensoren und „Smart Devices“ eröffnet neue Möglichkeiten beim Anlagenmanagement. Mit dem Geschäftsnetzwerk „Asset Intelligence Network“ und der Software „Predictive Maintenance and Service“ will SAP Anlagenhersteller und -betreiber sowie Dienstleister dabei unterstützen, sich das „Internet der Dinge“ zunutze zu machen – und sie in die Lage versetzen, neue Erkenntnisse aus Anlageninformationen abzuleiten und verstärkt auf die proaktive Überwachung von Anlagen zu setzen.

Die SAP-Software „Predictive Maintenance and Service“ ermöglicht eine umfassende Visualisierung von Sensor- und Geodaten.

„Unternehmen können geschäftlichen Herausforderungen wie dem ausgewogenen Management von Kosten, Risiken und Leistungen heute mit Technologien wie In-Memory-Analysen und cloudbasierten Plattformen für die Zusammenarbeit erfolgreich begegnen. Diese sorgen für einen Quantensprung bei der Optimierung von Betriebsabläufen“, erläutert Hans Thalbauer, General Manager für den Bereich „Extended Supply Chain“ bei SAP. „Durch die Vernetzung über das Internet der Dinge können Maschinen mit Informationssystemen kommunizieren.“ So entstehe ein vollkommen neuer, digitaler Anlagenlebenszyklus.

Die Datenqualität verbessern

Die Basis dafür will SAP mit dem „Asset Intelligence Network“ liefern. Darüber steht ein zentrales, globales Verzeichnis mit Modell- und Equipment-Informationen zur Verfügung. Das Netzwerk ermöglicht die Zusammenarbeit und Kommunikation mit Geschäftspartnern inner- und außerhalb des Unternehmens über eine Cloud-Plattform. Der Austausch standardisierter Inhalte über ein cloud-basiertes Portal sorgt dafür, dass die Geschäftspartner einheitliche Definitionen verwenden.

Erste SAP-Kunden arbeiten bereits damit. „Alle bei Endress+Hauser hergestellten Geräte werden über das Netzwerk automatisch mit sämtlichen relevanten Lebenszyklusinformationen in den SAP-Systemen unserer Kunden angezeigt“, so Klaus Endress, Präsident des Verwaltungsrates des international tätigen Anbieters von Messgeräten und Lösungen für die industrielle Verfahrenstechnik.

Die Möglichkeit, jederzeit auf die benötigten Informationen zugreifen zu können, erlaubt die unternehmensübergreifende Integration von Anlagendaten. Mit vereinheitlichten Equipment-Definitionen und dem gemeinsamen Zugriff auf Daten bietet das Netzwerk aber nicht nur eine Plattform für den Austausch von Anlagendaten und die Zusammenarbeit, sondern stellt auch geschäftliche Kontextinformationen für die vorausschauende Wartung und Instandhaltung bereit. Analysedaten, mit denen sich Trends ermitteln und besser verstehen lassen, können über das Netzwerk ausgetauscht werden. Zudem ist es möglich, sowohl Hersteller als auch Betreiber von Anlagen über bevorstehende Probleme oder Ausfälle zu benachrichtigen.

Vorbeugende Wartung

Die Software „Predictive Maintenance and Service“ soll Unternehmen laut Thalbauer dabei helfen, ihre Kosten für Wartung und Instandhaltung zu verringern und zugleich die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen zu optimieren. Für Prognosen auf Basis der SAP-Plattform Hana verarbeitet die Lösung riesige Mengen an operativen Echtzeitdaten, die aus Sensoren und intelligenten Anlagen ausgelesen werden.

Unternehmen in anlagenintensiven Branchen und Originalteilehersteller können damit z.B. per Remotezugriff Sensordaten auswerten und das Equipment-Verhalten überwachen. So werden neue Servicemodelle für die Kunden möglich. SAP liefert bereits erste Prognosemodelle für maschinelles Lernen mit und unterstützt die Integration in Unternehmenssysteme, mit denen sich beim Auftreten von Problemen Gegenmaßnahmen in den Wartungs- und Instandhaltungssystemen anstoßen und dadurch ungeplante Ausfallzeiten vermeiden lassen.

„Durch die Vorhersage von Ereignissen und Wartungsvorgängen können wir die Effizienz und Leistungsfähigkeit unserer Anlagen steigern“, bescheinigt Falko Lameter, CIO des Pilotanwenders Kaeser Kompressoren. Mit der neuen Software sei Kaeser in der Lage, „unsere Produkte und Dienstleistungen besser auf das Nutzungsverhalten und die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen.“

Bildquelle: SAP

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