Fenaco veräußert die Europa3000 AG

Bison wird schlanker

Die Bison Schweiz AG, eine im IBM-i-Markt aktive Geschäftseinheit der Schweizer Genossenschaft Fenaco, veräußert ihre Tochter Europa3000. „Der Verkauf resultiert aus einer Strategieüberprüfung seitens der Bison sowie einer konkreten Anfrage aus dem Partnerumfeld“, heißt es heute in der Pressemitteilung.

Bildquelle: Pixabay

Wie geht es mit Europa3000 weiter? Diese Frage stellte sich bereits im Jahr 2015, nachdem der Agrarkonzern Fenaco die volle Kontrolle über seine in Schieflage geratene IT-Tochter Bison übernommen hatte. Beantwortet hat der damalige Europa3000-CEO Pascal Broye diese Frage seinerzeit noch damit, dass eine engere Kooperation mit Bison angestrebt werde.

Heute heißt es dagegen in der Presseinformation: „Die Fenaco Bison, eine Geschäftseinheit der Genossenschaft mit 300 Mitarbeitenden an verschiedenen Standorten in der Schweiz und in Deutschland, hat entschieden, dass das auf alle Branchen ausgerichtete KMU-Produktportfolio der Europa3000 AG nicht ihrer strategischen Ausrichtung entspricht, da sich Bison auf IT-Lösungen für mittlere und größere Unternehmen des Handels fokussiert.“ Hinzu kam, dass die Geschäfte von Europa3000 offenbar nicht rund laufen: Wurden im Jahr 2015 noch 35 Menschen beschäftigt, sind es heute noch 20 am Standort Aarau.

Der Markenname bleibt Europa3000 bestehen

Infolge einer konkreten Anfrage aus dem Partnerumfeld wurden laut Séverine Leutwiler, Leiterin Back Office bei Fenaco, die Verkaufsverhandlungen mit den Interessenten aufgenommen und jetzt erfolgreich abgeschlossen. Käufer sind die beiden Partner Computerfuchs AG in Brienz (bei Bern) – mit Geschäftsführer Markus Fuchs – sowie Mathys Informatik AG in Unterentfelden (im Aargau) – mit Geschäftsführer Beat Mathys. Der Verkauf erfolgt am 1. Juli 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019. Gemeinsam erwerben beide Partner 100 Prozent aller Aktien der Europa3000 AG. Zum Kaufpreis wurde nichts gesagt.

Gesagt wurde allerdings, dass die komplette Belegschaft von Europa3000 übernommen werden soll. „Der Standort in Aarau sowie der Markenname Europa3000 AG bleiben bestehen“, betont Florian Bernauer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bison. Er sei überzeugt, dass die Übernahme Europa3000 „nachhaltig stärkt und sich dies positiv auf den Kundenstamm sowie die Mitarbeitenden auswirkt“, denn die beiden Käufer seien seit 30 Jahren Partner von Europa3000 und würden deren Lösung erfolgreich im Schweizer Markt vertreiben bzw. projektieren.

Die Bison Schweiz AG hat sich spezialisiert auf die Entwicklung und Einführung von Business-Software für den gehobenen Mittelstand. In Sursee wird das ERP-System Bison Process speziell für Fenaco, aber auch auf der Plattform IBM i für verschiedene Branchen entwickelt; erst jüngst wurde ein Großprojekt bei Rutronik gestartet. Am Standort Kaiserslautern wird das auf den Gross- und Einzelhandel spezialisierte Warenwirtschaftssystem Bison Process Retail (x-trade) mit einer integrierten Lager- und Filialverwaltung vertrieben. Bison bietet seinen Kunden auf Basis der Branchenpakete auch die Möglichkeit der individuellen Ausprägung. Des Weiteren wird am Standort Hamburg die ERP-Standard-Lösung Bison Process Trading vertrieben, die spezifisch ausgelegt ist für den internationalen Rohstoff- und Partiehandel (Commodities) sowie den Import von Textilien, Schuhen und Fertigwaren.

Bildquelle: Pixabay

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok