Ralph Weiss kam von Winshuttle zu Blackline Systems nach Franfurt.
Ralph Weiss kommt von Winshuttle, einem Plattformanbieter für SAP-gestütztes Datenmanagement, und berichtet an den im Sommer 2018 angetretenen Vertriebs-Chef Mark Woodham am Hauptsitz in Los Angeles. Weiss bringt mehr als zwanzig Jahre Erfahrung mit; zuvor war er mehr als ein Jahrzehnt als Vertriebsleiter für Unternehmenslösungen bei Adobe, wo er maßgeblich am Aufbau einer gemeinsamen Go-To-Market-Strategie mit SAP beteiligt war.
Blackline, 2001 gegründet, bietet Cloud-basierte Software für Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen sowie für „Continuous Accounting“; die soll Unternehmen helfen, den „Financial Close“ zu optimieren, also die Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung von Monats, Quartals- und Jahresabschlüssen. Das erfolgt, indem manuelle, fehleranfällige Buchhaltungsprozesse durch kontrollierte, sichere und durchgängige Automatismen ersetzt werden.
Auch die Automatisierung, Zentralisierung und Rationalisierung von Intercompany Accounting-Prozessen und anderen wichtigen F&A-Prozessen wird unterstützt, sagt Weiss. Man wolle veraltete Prozesse durch ein Continuous-Accounting-Modell ablösen, in dem die Periodenabschlussaufgaben in das Tagesgeschäft eingebettet sind.
Ende 2018 hatte Blackline die langjährige Geschäftsbeziehung zu SAP vertieft und eine Reseller-Vereinbarung abgeschlossen. Damit darf die SAP die Software als sogenannte „Solution Extension“ (Solex) an Unternehmen weltweit verkaufen und nimmt sie in ihre Preisliste auf, so dass die SAP-Verkäufer sie weltweit mit den gleichen Prozessen, Verträgen, Incentives und zu den Konditionen des restlichen SAP-Portfolios verkaufen können. SAP wird auch den Kundensupport übernehmen.
Laut Weiss ist man der einziger Solex-Anbieter für den Financial-Close-Prozess. „Basierend auf dem erfolgreichen Abschluss der Solex-Vereinbarung mit SAP haben wir große Ambitionen für die DACH-Region und den Rest Europas“, sagte Woodhams, zumal mehrere hundert Unternehmen die Lösungen zusätzlich zu SAP einsetzen.
Wie Woodhams betont, ist Blackline aber ERP-unabhängig und lässt sich über SAP hinaus in mehr als 30 verschiedene ERP-Systeme integrieren. Auf der Homepage explizit genannt ist neben dem Rechnungswesen auf der AS/400 und Eigenentwicklungen der Kunden auch ERP-Systeme von von Herstellern wie Epicor, Infor, Jack Henry, Microsoft, Oracle / JD Edwards, QAD und Scala. Mit all diesen Quellsystemen könnten die Rules-Automation-Engines und Analytics-Lösungen von Blackline auf eine Vielzahl operativer Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen angewendet werden. Weltweit betreue man bereits mehr als 2.800 Unternehmen als Kunden.
Bildquelle: Blackline Systems GmbH