Modernste Kompressortechnik auf Basis von mehr als 100 Jahren Erfahrung
Auch Boge, einer der ältesten Hersteller von Kompressoren und Druckluftsystemen in Deutschland und global enorm gewachsen, stand vor einer solchen Herausforderung. In weltweit mehr als 120 Länder werden heute Produkte und Systeme geliefert.
Entsprechend komplex und über die Jahre mitgewachsen ist auch die IT-Systemlandschaft im Hintergrund, die Systemlandschaft auf unterschiedlichsten Technologien basierte, so dass die Wartungs- und Betriebskosten hoch waren. Hinzu kamen viele Schnittstellen, hohe Datenredundanzen und kaum Standard-Integrationen zwischen den Systemen.
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Diese gewachsene Landschaft wurde von der IT-Abteilung mit viel Herzblut am Laufen gehalten, war aber nicht mehr zukunftsfähig. Gemeinsam mit dem Partner Sybit wurde deshalb eine künftige Systemlandschaft gestaltet, welche den Anforderungen der Anwender - intern und extern - gerecht wird. Das bedeutet eine Vielzahl an konsolidierten oder abgelösten Systemen und einige neu dazukommende Systeme in den nächsten Jahren.
Um das Ergebnis umsetzbar zu machen, hat das Projekt-Team die dazugehörigen (Teil-)Projekte identifiziert und in eine Umsetzungs-Roadmap gepackt, die alle Systeme berücksichtigt. Die ersten Teilprojekte sind bereits umgesetzt. Dazu gehören die Einführung eines Ersatzteile-Shops, die Einführung einer Servicetechniker-App, ein zentrales Identity Management sowie die Vorbereitung für die SAP-S/4-Transformation.
„Wir haben die IT im Unternehmen nach vorne entwickelt und agieren nicht mehr reaktiv, sondern können aktiv gestalten“, so Uwe Rödenbeck, Leiter IT Systeme und Prozesse bei Boge Kompressoren. „Das gibt uns Planungssicherheit, aber auch den jeweiligen Fachbereichen. So können wir jederzeit eine Aussage für die Systemplanung tätigen, die auch mit der Investplanung des Unternehmens abgestimmt ist.“
Die Mehrwerte in allen Bereichen des Unternehmens sind schon jetzt spürbar. Schnittstellen wurden reduziert, Datenredundanzen zwischen den Systemen eliminiert oder Aufwände für Betrieb und Problemlösung reduziert. Stammdaten wurden bereinigt und vereinheitlicht und mit der Roadmap ein Grundstein geschaffen für übergreifende Prozesse zwischen Marketing, Sales, Service und eCommerce.
Seit über 20 Jahren hat Boge Kompressoren übrigens HCL Domino und Notes im Einsatz. Ein fleißiges Team hat auf dieser Basis im Laufe der Zeit rund 500 maßgeschneiderte Anwendungen erstellt, die alle Geschäftsprozesse erheblich optimieren und rationalisieren.
Die erste Implementierung von Domino war Version 4.6 in den späten 1990er Jahren; heute ist die Plattform integraler Bestandteil der IT-Strategie des rund 700 Mitarbeiter starken Mittelständlers und genießt den Ruf einer zuverlässigen und effizienten Plattform für die schnelle Entwicklung von Anwendungen zur Automatisierung und Verbesserung von Arbeitsabläufen.
Ein entscheidender Faktor die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen im Laufe der Zeit ist, die Domino bietet – und die Boge nutzt. So kann Domino beispielsweise über SOAP-Schnittstellen und den Lotus Enterprise Integrator (LEI) mit dem internen SAP-System verbunden werden. So können die Mitarbeiter direkt auf wichtige Informationen zugreifen; die Schnittstellen sorgen für die Automatisierung von Aufgaben, die leicht über SAP erledigt werden können.
Vergangenes Jahr wurde die Domino-Plattform auf die neueste Version aktualisiert, so dass Boge neue Funktionen und Sicherheitsverbesserungen ebenso nutzen kann wie die Low-Code-Plattform Domino Leap. Das hat neue Wege in der Workflow-Digitalisierung und -Automatisierung eröffnet; ein Paradebeispiel sind die mit Leap automatisierten Urlaubsanträge. Anderes Beispiel: Mitarbeiter können ihre Krankmeldungen einfach über ein Webformular einreichen, das anschließend zur weiteren Bearbeitung in die bestehende Notes-Datenbank übertragen oder direkt an SAP gesendet wird.
Parallel zu diesen Verbesserungen wandelt Boge die bewährten Domino-Apps in Webanwendungen um, die Angular Frontend und Spring verwenden. Sie bleibt man auf dem neuesten Stand und nutzt die Vorteile der laufenden technologischen Entwicklungen.
Bildquelle: Boge