Die Geschäftsführer der Gus Group (von links): Dr. Jan Klobucnik, Jörg Paul Zimmer, Dirk Bingler und Ekkehard Ziesche.
Nach dem Ausscheiden des Gründungsgesellschafters Heinz-Paul Bonn und dem Verkauf der Gus Group an das Management sowie an die Beteiligungsgesellschaft Elvaston Capital aus Berlin im Jahr 2016 hat das Unternehmen einen Wachstumskurs eingeschlagen. Mehrere Unternehmensakquisitionen, darunter auch die des langjährigen OEM-Partners K+H Software, haben in den vergangenen drei Jahren noch beschleunigt. Die Beteiligung von Bregal soll den Wachstumskurs nun weiter unterstützen. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 48 Mio. Euro und betreut mit aktuell über 380 Beschäftigten an 14 Standorten rund 1.200 Kunden.
„Mit dem neuen Mitgesellschafter bleiben auch die bisherigen Anteilseigner sowie das Management der Gus Group am Unternehmen beteiligt“, heißt es in der Pressemitteilung. Bregal hat zuvor bereits in andere ERP-Anbieter investiert, wie zum Beispiel Proalpha, Iptor oder SHD.
„Wir freuen uns, dass wir Bregal als weiteren Investor gewinnen konnten“, sagt Dirk Bingler, CEO der Gus Group. „Das Unternehmen kann zahlreiche Erfolge im europäischen Software-Markt vorweisen. Von diesen Erfahrungen möchten wir profitieren. Neben unserem ursprünglichen ERP-Kerngeschäft haben wir zuletzt unser Portfolio vor allem um LIMS- und CRM-Lösungen ausgebaut. Die Beteiligung von Bregal wird unser Wachstum auch in diesen Geschäftsfeldern weiter vorantreiben.“
Das in Köln ansässige Softwarehaus, mit dem ERP-System Charisma im AS/400-Markt verwurzelt, positioniert sich heute als Anbieter integrierter Software-Lösungen für die mittelständische Prozessindustrie in der DACH-Region, vor allem in den Bereichen ERP, CRM und Laborinformations- und Management-Systeme (LIMS). Kern des Geschäftes ist längst die Charisma-Nachfolgerin, die plattformunabhängige ERP-Software Gus-OS Suite.
Die Münchener Bregal Unternehmerkapital GmbH ist Teil der Cofra Holding der Familie Brenninkmeyer (C&A). Im Fokus stehen Beteiligungen, die für langfristige Engagements offen sind und unabhängig von Entwicklungen an den Finanzmärkten sind – und die in ihrem jeweiligen Segment als Marktführer oder „Hidden Champions“ gelten. Dank flexibler Finanzierungs- und Transaktionsstrukturen werden sowohl Minderheits- als auch Mehrheitsbeteiligungen angestrebt. Dabei will Bregal Unternehmerkapital auch komplexe Industrieausgründungen, Management-Buy-outs oder Nachfolgesituationen „sensibel und ergebnisorientiert“ gestalten.
Bildquelle: Gus Group