Kauf der Enterprise-Sparte von Symantec geplant

Broadcom wird softer

Nach zähen Verhandlungen mit Symantec nahm der Chiphersteller Broadcom Abstand von einer vollständigen Akquisition des Herstellers von Sicherheitssoftware wie Norton, kauft aber dessen Geschäft mit Unternehmenskunden für 10,7 Mrd. Dollar in bar.

Bildquelle: Rawpixel / Pixabay

Symantec kommt schon seit langen Jahren auf keinen grünen Zweig mehr; 2016 wurde bereits Veritas, der 2004 übernommene Hersteller von Speichermanagement-Software, wieder verkauft. Jetzt wird die Enterprise-Sparte von Symantec versilbert; sie soll künftig Broadcoms Software-Geschäft verstärken, das im November 2018 mit dem Kauf von CA Technologies für 18,9 Mrd. Dollar begründet wurde. Allerdings muss der Deal zwischen Broadcom und Symantec noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

CA steuert 3,5 Mrd. Dollar zu Broadcoms Jahresumsatz bei, Symantecs Enterprise-Sparte hat im letzten Geschäftsjahr rund die Hälfte der ingesamt 5 Mrd. Dollar Umsatz erwirtschaftet. Nachdem US-Präsident Trump im März 2018 Broadcom die feindliche Übernahme des Chipherstellers Qualcomm für 117 Mrd. Dollar aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt hatte, verlegte das Unternehmen seinen Sitz von Singapur nach Kalifornien.

Broadcom ist ein 1991 gegründetes Halbleiterunternehmen mit Sitz in San José, das 2015 von dem in Singapur angesiedelten Konkurrenten Avago Technologies aufgekauft wurde, der dann aber den Namen Broadcom übernahm. Avago wiederum war ein Spin-off von Agilent, dem 1999 ausgegründeten Halbleiter-Produktbereich von Hewlett-Packard.

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