Wie der Elektrogroßhändler auf das neue SAP-System S/4 Hana umgestellt hat

Brownfield-Migration bei Sonepar

Beim Elektrogroßhändler Sonepar fand, bezogen auf das Belegvolumen, eine der bislang größten Umstellungen auf das ERP-System S/4 Hana in Deutschland statt, meldete Ende März der Implementierungspartner FIS aus Grafenrheinfeld. Das vorhandene Belegvolumen des Handelsunternehmens mit 2,4 Milliarden Belegzeilen und knapp 500 Millionen Belegen musste so vorbereitet werden, dass die Daten an einem verlängerten Wochenende vollständig migriert werden konnten.

Bildquelle: FIS / Shutterstock Dabarti CGI

Für große Migrationen wie bei Sonepar ist ausreichend Rechenpower die Voraussetzung.

Migrationen dieser Größe erfordern viel Rechenpower, sagt Mark Michaelis, Geschäftsführer von Sonepar Deutschland Information Services GmbH: „Hierfür konnten wir entsprechenden Speicher aus unserer eigenen Serverlandschaft bereitstellen und haben alles, was wir an Rechnerkapazitäten besitzen, für die Migration herangezogen.“

Schrittweises Vorgehen

Als Umsetzungsstrategie wurde der Brownfield-Ansatz mit schrittweisem Vorgehen gewählt. Im ersten Projektschritt löste Sonepar im Mai 2018 die bisherige Oracle-Datenbank durch die Datenbank SAP Hana ab. Im Folgemonat wurden Debitoren und Kreditoren auf den „Geschäftspartner“ als neues Stammdatenobjekt umgestellt – als Voraussetzung für den Umstieg auf SAP S/4 Hana. Schließlich folgte im November 2018 die Transition auf die neue Finanzsoftware sowie die Belegmigration nach Hana. S/4 Hana wurde anschließend über eine ausgeprägte Schnittstellenlandschaft mit weiteren Anwendungen im Unternehmen verbunden.

„Eine Reihe von Jobs läuft mit der neuen, Hana-basierten Finanzbuchhaltung heute bereits wesentlich schneller“, zieht Mark Michaelis eine erste Bilanz nach der erfolgreichen Umstellung. „Trotzdem haben wir damit erst einmal nur die technische Ausgangsbasis geschaffen, um diese Technologie für uns optimal zu nutzen. Die Chancen und Möglichkeiten, die uns das S/4-Hana-System jetzt bietet, werden wir künftig konsequent nutzen."

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