Die Hochstraße Elbmarsch mit der Anschlussstelle Waltershof. Gut zu erkennen: die enge Verzahnung mit dem Hamburger Hafen.
Zur Erfassung der Daten für das „Building Information Modelling“ im Verkehrswegebau ist die Kompetenz des Konzernbereichs „Digitale Objekterfassung und Drohnenvermessung“ gefragt.
Momentaufnahme aus dem Forschungsprojekt „Robot - Straßenbau 4.0“
Das Replikationsschema auf einen Blick
Bei Strabag sieht man die gute Zusammenarbeit im Team als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Das gilt für die operativen Teams vor Ort ebenso wie für die Unterstützung durch Dienstleistungen im Konzern – von der Planung, Finanzierung, Logistik bis hin zur zentralen IT.
Ein Großteil dieser kaufmännischen Dienstleistungen ist im Bau-, Rechen- und Verwaltungszentrum – kurz BRVZ – angesiedelt und wird unterstützt durch ein individuell entwickeltes ERP-System, das zentral auf IBM Power Systems mit dem Betriebssystem IBM i eingesetzt wird. Zusätzliche bauspezifische Anwendungen mit eigener Datenhaltung auf unterschiedlichen Datenbanksystemen generieren geschäftsrelevante Daten, die wiederum mit dem zentralen ERP-System ausgetauscht werden müssen. Ein kluges Datenmanagement ist für das Unternehmen die Basis, um nicht nur wirtschaftlich effizient zu arbeiten, sondern auch nachhaltiger zu werden.
Gerade für ein internationales Unternehmen wie Strabag ist die schnelle und komfortable Integration verschiedenster Datenquellen und unterschiedlichster Anwendungen von großer Bedeutung. Bei Strabag hält man es deshalb für zwingend erforderlich, diese Datenbestände automatisiert, konsistent und bedarfsgerecht auf anderen Systemen zur Verfügung zu stellen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Zuerst hatte man passende Lösungen selbst entwickelt. Zum Beispiel wurde für den Datenaustausch zwischen den Db2-for-i-Datenbanken mit dem Befehl SNDNETF gearbeitet. Für andere Datenbanksysteme, wie Oracle oder Microsofts SQL-Server, wurden andere Einbindungsmöglichkeiten gefunden und die Daten direkt per SQL oder mittels individueller ETL-Anwendungen, entweder uni- oder bidirektional, übertragen.
Solche selbst entwickelten Lösungen können zwar passgenau sein, stoßen aber oft auf Hindernisse, oder stellen zusätzliche Fehlerquellen dar. Da müssen schon mal unterschiedliche Zeichensätze korrekt umgewandelt werden, was viel Nacharbeit erfordern kann. Verschiedene Tabellenstrukturen in Quell- und Zielsystemen, sowie deren Konnektivität, bilden eine weitere Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Zudem erfordern Eigenentwicklungen oft mehr Aufwand und Pflege als zunächst gedacht, so dass mitunter ein ganzes Team von mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Anspruch genommen wird.
Bei Strabag sah man sich deshalb nach einer fertig verfügbaren Lösung für solche Aufgaben um. Nach Suche und Ausschreibung fiel die Entscheidung auf Syniti Data Replication, damals noch Hit Software DBMoto. Der Entscheidungsprozess basierte auf einem „Proof of Concept“ (POC), mit dem innerhalb von drei Monaten sowohl Zuverlässigkeit, Flexibilität als auch Leistungsfähigkeit der Software nachgewiesen wurden.
Heute begründet Christoph Lagger, bei BRVZ-IT als Fachgruppenleiter für Hosting IBM i, DevOps and Software Engineering Services verantwortlich, die Entscheidung so: „Syniti Data Replication erfüllt einfach unsere Anforderungen, unterstützt alle betroffenen Datenbanksysteme, führt den Datenaustausch performant und bei wenig Belastung der beteiligten Datenbanken zuverlässig aus, was uns Kosten und Zeit spart, und ist dazu relativ preisgünstig.“
Und diese Entscheidung bewährt sich in der Praxis, so Lagger weiter: „Der Einsatz mit unterschiedlichen Zeichensätzen erwies sich als problemlos, die Einbindung zusätzlicher Datenbanksysteme erfolgt einfach und schnell. Die Lösung ist durch Scripting sehr gut erweiter- und individualisierbar, was für unsere Aufgaben sehr wichtig ist. Bei Fragen und Anpassungen konnten wir jederzeit auf den kompetenten und schnellen Support von Syniti zurückgreifen.“
Inzwischen ist die Software beim Baukonzern bereits seit Jahren mit regelmäßig erscheinenden Updates im Einsatz. „Der personelle Aufwand für die Betreuung der individuellen Datenübertragungs-Lösungen konnte dadurch deutlich reduziert werden“, zieht Lagger Bilanz. Das sei wichtig, weil sich im Laufe der Jahre die Einsatzumgebung änderte und neue Systeme bzw. Applikationen zum Einsatz kamen, die immer größere Datenmengen produzieren. Da auch hier die Integration zuverlässig funktionierte, sei immer wieder auf das bewährte Tool zurückgegriffen worden. Weitere Microsoft SQL-Server wurden angebunden – und es erfolgte auch die Migration eines Oracle-Systems hin zum SQL-Server. Und auch nicht unwichtig: Die jeweils entsprechende Anpassung der Lizenzen des Replikations-Tools sei reibungslos erfolgt.
Strabag ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen. Das Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Dabei werden Bauwerke ganzheitlich über den gesamten Lebenszyklus betrachtet – von der Konzeption über die Planung und Errichtung, den Betrieb und das Facility-Management bis hin zu Umnutzung oder Rückbau. Das Unternehmen verfolgt dabei mit seinen Partnern ein klares Ziel: klimaneutral und ressourcenschonend planen, bauen und betreiben. Strabag ist weltweit tätig und erwirtschaftet mit rund 74.000 Mitarbeitern jährlich etwa 16 Mrd. Euro Umsatz.
Bildquelle: Strabag, Syniti, BWVI