Skalierbare SaaS-Lösung für die Prozessautomatisierung

Camunda Cloud ist startklar

Camunda, der 2008 gegründete Berliner Anbieter von Open-Source Software zur Prozessautomation, bietet seit dem 11. Mai mit Camunda Cloud eine SaaS-Lösung für den Unternehmenseinsatz an, die von Grund auf für die Cloud entwickelt wurde. Entwicklungsteams haben somit sofortigen Zugriff auf Cloud-Services für die Prozessautomatisierung. Enterprise-Kunden können die SaaS-Lösung optional auch selbst installieren und verwalten, ab 990 Dollar pro Monat.

Jakob Freund, Camunda

Camunda-Mitbegründer und -Geschäftsführer Jakob Freund

Der Fokus von Camunda liegt bei der Automatisierung von Prozessen und der Orchestrierung von Mikroservices. Camunda BPM ist ein in Java geschriebenes freies Workflow-Management-System, mit dem Geschäftsprozesse in BPMN 2.0 definiert und ausgeführt werden können. Camunda BPM läuft u.a. auch auf der Plattform IBM i – und zwar im Web-Applikationsserver Tomcat. Basierend auf dem ISO-Standard BPMN, arbeitet die horizontal skalierbare Workflow-Engine mit integrierten Werkzeugen für kollaborative Modellierung, Betrieb und Analyse.

Für die SaaS-Lösung kommt die 2019 lancierte Workflow-Engine Zeebe zum Einsatz, die Mikroservices in verteilten IT-Architekturen steuern kann und dabei mit Technologien wie Kubernetes, Apache Kafka oder Elasticsearch zusammenarbeitet. Zeebe benötigt keine eigenständige Datenbank und darf in der Community Edition kostenfrei heruntergeladen und genutzt werden.

Die neue Alternative Camunda Cloud ist laut Geschäftsführer Jakob Freund vor allem gedacht für Entwickler-Teams, die für ihre Anwendungen schnellen Zugriff auf hochgradig skalierbar Prozessautomatisierungsdienste benötigen, ohne dabei eine eigene Infrastruktur erstellen, betreiben und verwalten zu müssen. Die offene Architektur der SaaS-Suite kann in bestehende Entwicklungsumgebungen integriert und mit fast allen üblichen Programmiersprachen verwendet werden. Die cloud-native, horizontal skalierbare Architektur von Camunda Cloud eignet sich besonders für Entwickler, die Mikroservices-Architekturen verwenden, in Cloud-nativen Umgebungen arbeiten oder Anwendungen für Transaktionen mit hohem Volumen erstellen.

Das ist wichtig, denn heute ist es in Unternehmen oft schwer, Prozesse über verschiedene Systeme, Beteiligte und Geräte hinweg – End-to-End – zu automatisieren. Diese Prozesse umfassen oft moderne Komponenten, wie Mikroservices, serverlose Architekturen und verteilte oder High-Performance-Anwendungen. Darüber gelten Erstellung und den Betrieb eigener Bereitstellungsumgebungen für die Prozessautomatisierung als äußerst mühsam; sowohl due Kosten als auch der Zeitaufwand für die Entwicklung von Anwendungen erhöhen sich dadurch enorm.

Das Tempo der Geschäftstransformation ist laut Freund auch der wichtigste Gradmesser dafür, wie schnell sich Unternehmen und deren Kunden von der Pandemie erholen. Hier kommt Cloud Computing treibende Kraft für die Geschäftstransformation ins Spiel, die Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und das Internet der Dinge (IoT) schnell und in Echtzeit miteinander verbinden kann. Daher werde Cloud-native Prozessautomatisierung immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt für erfolgreiche digitale Transformation, konstatiert Jakob Freund, der mit dem jüngsten Launch neue Möglichkeiten für Entwicklungsteams eröffnen will, die in der Cloud arbeiten: „Eine umfassende, skalierbare Unternehmenslösung mit der Einfachheit eines jederzeit verfügbaren SaaS-Modells.“ Dies ermögliche Automatisierung ohne Zeitverlust, da nicht zuvor eine Automatisierungsinfrastruktur erstellt werden muss.

Nach einer öffentlichen Beta-Phase und „Early Access“ für ausgewählte Kunden wird Camunda Cloud bereits von zahlreichen Unternehmen auf der ganzen Welt genutzt, zum Beispiel beim US-Unternehmen Athenahealth, einem Spezialisten für Cloud-Servies im Gesundheitswesen. Als charakteristische Merkmale von Camunda Cloud werden angeführt:

  • Kollaborative Prozessmodellierung für Business und IT durch grafische Modelle auf Basis des ISO-Standard BPMN 2.0.
  • Horizontal skalierbare Workflow-Orchestrierung durch eine neuartige BPMN/Workflow-Engine, die für echte horizontale Skalierbarkeit sorgt und damit performante Anwendungen ermöglicht, die bisher mit klassischer Workflow-Automatisierung nicht realisierbar waren.
  • Sichtbarkeit und Monitoring für Prozesse, die von mehreren Systemen und Diensten unterstützt werden. Dazu gibt es auch Werkzeugen für Teams, die laufende Workflows überwachen und verwalten oder Fehler beheben müssen.
  • Für einfache Erstellung und Verwaltung aller Workflow-Engine-Cluster – on-demand und skalierbar – sorgt die native Kubernetes-Integration. So lassen sich Prozesse per Knopfdruck bereitstellen, nach Bedarf skalieren, die Cluster-Stati überwachen und Organisationseinstellungen verwalten.
  • Als Programmiersprachen werden z.B, Java, C#, NodeJS, Ruby, Rust und Golang unterstützt – und zwar über integriertes gRPC. Das ist ein Open-Source-Protokoll zum Aufruf von Funktionen in verteilten Computersystemen, das auf dem Standard HTTP/2 basiert.
  • Unterstützung diverser Anwendungsszenarien, wie etwa Orchestrierung von Mikroservices, Orchestrierung serverloser Funktionen (z. B. AWS Lambda), Management manueller Arbeitsabläufe und End-to-End-Prozessautomatisierung über verschiedene Systeme, Beteiligte und Geräte hinweg.

Bildquelle: Camunda

Camunda-Mitbegründer und -Geschäftsführer Jakob Freund

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