E-Invoice World Cloud für Non-SAP-Systeme geöffnet

cbs lanciert „Rundum-Sorglos-Paket“ für Compliance

Die Materna-Tochter cbs hat ihre E-Invoice World Cloud für den Datenaustausch mit internationalen Steuerbehörden nun auch für Non-SAP-Systeme geöffnet. Außerdem wurde mit Muzaffer Havcarci ein SAP/Compliance-Experte als Consulting-Director gewonnen, der seit 20 Jahren im EDI- und E-Invoicing-Umfeld aktiv war (zunächst bei Seeburger und dann bei Inposia) und nun das Managed-EDI-Angebot der Heidelberger vorantreiben soll.

Kam von Inposia: Der neue Consulting-Director Muzaffer Havcarci

Zusätzlich zur bereits etablierten automatisierten Erfüllung der gesetzlichen und steuerrechtlichen Anforderungen für SAP-Anwender erweitert cbs nun den Funktionsumfang der E-Invoice World Cloud um klassische EDI-Features und -Funktionen. Diese reichen von Funktionen wie Any2Any (A2A) über die Automatisierung von Accounts Receivable (AR) und Accounts Payable (AP) hin zur Purchase-to-Pay Automatisierung (P2P). Dadurch könne man Prozesse, Daten und rechtliche Anforderungen zusammenbringen, automatisieren und in die Systemlandschaft integrieren, erklärt Havcarci.

Dabei gehe es nicht allein um rechtskonformen Senden und Empfangen von elektronischen Rechnungen. „Prozessintegration und -automation sind absolute Schlüsselthemen der Digitalisierung", weiß Havcarci, seit 2010 als Mitbegründer CEO der Inposia Solutions GmbH war, die 2021 vom amerikanischen Softwarehaus Avalara übernommen worden ist. Dieses Softwareunternehmen bietet elektronische Rechnungsstellung, digitale Steuerberichterstattung sowie System- und Datenintegration an, um Compliance-Anforderungen von Unternehmen in Echtzeit zu erfüllen.

Mit der Expertise von Havcarci will cbs nun Unternehmen mit unterschiedlichsten System-Konstellationen helfen, die steuerrechtlichen Anforderungen automatisch und mit geringem organisatorischen Aufwand zu erfüllen. War die Cloud-Lösung nur für IT-Systeme verfügbar, die auf SAP-Software basieren, kommt nun die Integration in verschiedenste Umgebungen hinzu. Unterstützt werden generell alle Non-SAP-Systeme, mit denen nicht per Freitext, sondern über strukturierte Input/Output-Dateien kommuniziert werden kann, erfuhr DV-Dialog auf Anfrage aus Heidelberg. Solche Schnittstellen bieten nicht nur gängige ERP-Systeme (explizit als Beispiele genannt wurden Abas, Proalpha, Microsoft Dynamics, Oracle ERP, Infor oder Sage), sondern auch Shop-Systeme wie beispielsweise Shopify.

„Wir öffnen unsere Softwarelösung einer Vielzahl an Schnittstellen und Möglichkeiten der Anbindung und ermöglichen eine nahtlose Integration“, verspricht der neue cbs-Manager Havcarci. Er soll mit seinem Team die E-Invoice World Cloud um weitere Funktionen und Regionen erweitern, um das Geschäftsfeld Managed-EDI strategisch auszubauen.

Die Cloud-Lösung, bereits seit einigen Jahren verfügbar, habe bisher rund zehn Millionen Transaktionen von 450 Legaleinheiten in mehr als 100 Unternehmen abgewickelt und erfülle heute die steuerrechtlichen Anforderungen in 25 Ländern, so Havcarci weiter. Man habe die ursprünglich für SAP entwickelte Speziallösung im Laufe der Zeit zur „one solution to rule them all“ weiterentwickelt, die Unternehmen handfeste Vorteile der Digitalisierung verschaffe: Kosten können gesenkt und Kapazitäten für wertschöpfende Tätigkeiten gewonnen werden.

Bildquelle: cbs Corporate Business Solutions GmbH

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