Dconomy-Konferenz in Düsseldorf und neues „Corporate Design“

Cebit 2016 wirft erste Schatten voraus

Die Cebit-Macher feilen weiter am Messekonzept. Weil sie das 2014 überarbeitete Konzept und die Rückbesinnung auf die Fachbesucher als Erfolg werten, soll das seit 1992 die Cebit begleitende Kongressprogramm ausgebaut und um eine Dconomy-Konferenz ergänzt werden. Die soll Anfang November in Düsseldorf stattfinden und rund 400 Besucher anlocken. Außerdem will sich die Cebit vom Sommer an mit einem neuen Erscheinungsbild präsentieren.

  • Das Erscheinungsbild der Cebit soll sich im Sommer verändern – und damit hat wohl auch diese Fahne ausgedient.

  • Durch das Zusammenspiel von Ausstellung und Konferenzen sollen alle Aspekte der Digitalisierung anwenderorientiert präsentiert und erläutert werden.

Seit Jahren kämpft die Leitmesse der IT-Branche mit rückläufigen Aussteller- und Besucherzahlen. Die 2013 neu formierte Messeleitung hat nach diversen Versuchen ihrer Vorgänger die Rückbesinnung auf den IT-Einsatz in Wirtschaft und Verwaltung durchgesetzt und nach einem weiteren Rückgang 2014 in diesem Jahr erstmals seit langem wieder einen positiven Trend vermelden können: Gut 3300 Aussteller aus 70 Nationen freuten sich über einen stärkeren Zuspruch als noch 2014. Die Zahl der Besucher (nach FKM-Wertung) stieg um über 6 Prozent auf 201.000 (2014: 188000). Nach internationaler Zählweise wuchs die Zahl der Teilnehmer auf 221.000 (2014: 208.000).Die nächste Cebit in Hannover öffnet vom 14. bis zum 18. März 2016 ihre Tore für die Besucher.

Trends setzen und verstärken

Diesen Trend will Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, nun durch eine neue „Corporate Design“ (CD) und den Ausbau des Kongressprogramms verstärken. „Wir verzeichnen eine hohe Quote von Unternehmen, die sich schon jetzt entschieden haben, auf der Cebit 2016 dabei zu sein“, sagte Frese heute auf einer Pressekonferenz in Hannover. „Die Cebit lässt ihre Vergangenheit als Computer- oder IT-Messe hinter sich und wird fortan die globale Leitmesse für die Digitalisierung.“

Dabei sollen auf der Messe drei Aspekte der Digitalisierung behandelt werden. „Es geht um die Digitalisierung von Unternehmen und Branchen, die Digitalisierung von Öffentlicher Hand und Verwaltung und die Digitalisierung der Gesellschaft“, so Frese. Im Fokus stünden die digitale Transformation, das Internet der Dinge und IT-Sicherheit. Durch das Zusammenspiel von Ausstellung und Konferenzen, Vorträge oder Foren würden alle Aspekte der Digitalisierung anwenderorientiert präsentiert und erläutert.

Die Resonanz in der Branche sei „sehr positiv“, sagte Frese. Unternehmen wie die chinesischen Konzerne Huawei und ZTE würden ihre Messepräsenz im kommenden Jahr deutlich ausbauen, andere kehren – wie Hersteller von Sicherheitslösungen G-Data nach zweijähriger Pause – mit einem eigenen Stand zur Cebit zurück.

Zusammen mit dem Partner Euroforum soll am 2. und 3. November die Dconomy-Konferenz bis zu 400 Teilnehmer nach Düsseldorf locken. „Wir werden dort gezielt die unterschiedlichen Perspektiven der Anwender digitaler Lösungen in den Mittelpunkt stellen“, sagte Frese. Aktuell wird aber noch an den Details des Programms gearbeitet; in Zukunft könnte es auch andere Tagungsorte geben.

Konferenzprogramm zur Cebit

Seit 1992 gibt es ein Konferenzprogramm zur Cebit. Ursprünglich „Firmenvorträge“ genannt, wurde es 2008 in „Cebit Global Conferences“ umgetauft. An fünf Tagen diskutieren dort Sprecher aus Industrie und Politik aus aller Welt auf drei Bühnen aktuelle Trends, Innovationen sowie die Auswirkungen auf Arbeit und Gesellschaft. 2014 hatten 3.000 Besucher die 70 Stunden Konferenzprogramm der Cebit Global Conferences verfolgt.

Damit zeigte sich Frese sehr zufrieden: „Die enge Verzahnung von Konferenz und Messe macht die Cebit zur Inspirationsplattform für jeden, der in der digitalen Welt Verantwortung trägt.“ Es sei gelungen, mit den 200 Sprechern aus aller Welt alle Themen rund um die Digitalisierung zu diskutieren. Namentlich nannte er SAP-Chef Bill McDermott, der die Konferenz am Montag eröffnet hatte, den Chef des größten indischen Software-Unternehmens Infosys, Dr. Vishal Sikka, den Gründer des chinesischen Device-Anbieters Xiaomi, Lei Jun, und den US-Ökonomen Jeremy Rifkin. Dazu kamen einer berühmtesten Hacker der Welt, Kevin Mitnick, der Investigativ-Journalist Glenn Greenwald sowie ein Livestream zu Edward Snowden. Allein bei Greenwald und Snowden seien 40.000 Zuschauer online dabei gewesen. Das gesamte gestreamte Programm der Konferenz hätten 100.000 Menschen verfolgt.

Neues Erscheinungsbild ab Sommer?

Frese kündigte zudem an, dass sich die Cebit vom Sommer an mit einem neuen Erscheinungsbild präsentieren werde. „Nach der erfolgreichen Neupositionierung der Veranstaltung wollen wir auch mit unserem Erscheinungsbild dem Anspruch der globalen digitalen Leitmesse Rechnung tragen.“ Das zentrale Werbemotiv sei mit Hilfe neuester digitaler Lösungen aus mehreren tausend Fotos aus der digitalen Welt zusammengesetzt und errechnet worden.

www.cebit.de

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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