Veranstalter adressieren Jobs und Karriere für Nachwuchs, Talente und Fachkräfte

Cebit soll Jobmesse bleiben

Die IT-Messe Cebit erfindet sich im Juni neu, so Pressesprecherin Monika Brandt. Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft gelingen kann. Dabei spiele der Arbeitsmarkt eine zentrale Rolle, den in vielen Unternehmen gehe es um Nachwuchs, Talente und Fachkräfte, die händeringend gesucht werden. Hier will die Cebit ihre klassische Stärke als Jobmesse weiter ausspielen – trotz Neupositionierung.

  • Cebit 2018

    Auf der Cebit 2018 soll in entspannter Atmosphäre über neue Jobs gesprochen werden.

  • Cebit 2018

Deutschlands IT-Unternehmen haben nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom mehr als 55.000 freie IT-Jobs zu vergeben – und sie finden keine Bewerber. Selbst Berufseinsteigern zahlen sie Spitzengehälter. Besserung für die Wirtschaft ist nicht in Sicht – mehr als die Hälfte der befragten IT-Unternehmen erwartet sogar, dass sich das Problem verschärfen wird. Die größte Lücke melden Software-Anbieter und IT-Dienstleister mit 20.800 offenen Stellen.

Einige Ideen nennt Brandt: Um den Fachkräftemangel zu lindern, fordert der Bitkom eine bessere Aus- und Weiterbildung und mehr Frauen in der IT-Branche. Auch ein Zuwanderungsgesetz, das den Einsatz ausländischer Fachkräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt erleichtert, sollte endlich auf den Weg gebracht werden. Erwünscht sei vor allem Know-how in den Bereichen Big Data, Industrie 4.0, Cloud Computing und Security.

Im Rennen um die besten Köpfe hat der Mittelstand häufig das Nachsehen. Dabei sind hier in nächster Zeit sogar Chefpositionen zu besetzen: Bis 2019 stehen in Deutschland 240.000 Unternehmensnachfolgen an, viele davon in der IT-Branche. Auch dieses Problem adressiere die neue Cebit, sagt Pressesprecherin Monika Brandt. Das neue Konzept mache die Veranstaltung attraktiver für junge Zielgruppen und wechselbereite IT-Experten. Mit dem Format „job and career@Cebit“ bringe das europäische Business-Festival Unternehmen und Bewerber zusammen; es gebe Bewerbern die Chance, persönlichen Kontakt zu möglichen Arbeitgebern aufzunehmen und das berufliche Netzwerk zu erweitern (Halle 27). Ein Programm aus Vorträgen, Workshops und interaktiven Veranstaltungen informiere über Karriere-, Weiterbildungs- und Branchentrends – gesponsort Bundeswehr, Bundesnachrichtendienst und Bundesamt für Verfassungsschutz.

Zu den teilnehmenden Unternehmen gehören interessante Arbeitgeber wie Bertelsmann, BASF, Bayer, Brockhaus, BSH Hausgeräte, Continental AG, die Deutsche Bundesbank, EY, Ferchau Engineering GmbH, Idealo, Lufthansa, Oracle, Prosieben Sat.1, PwC, Schindler, Thyssenkrupp oder Vodafone. Interessierten Bewerbern stehen aber wie bisher auf der Cebit auch viele Austeller für Gespräche zur Verfügung. Multimediale Jobwalls vor Ort und eine spezielle Webseite (jobs.cebit.de, online ab Anfang April) informieren über vakante Stellen.

Eine Attraktion soll das interaktive Format „Comparny Battle“ werden. Dort treten auf einer Bühne Unternehmen gegeneinander an und versuchen, Bewerber zu überzeugen. Wer gewinnt, entscheiden die Cebit-Besucher.

Die Cebit 2018 startet am Montag, 11. Juni mit einem Konferenz- und Medientag, die Ausstellung beginnt am Dienstag, 12. Juni. Die Messehallen sind von Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der d!campus bis 23 Uhr. Der Cebit-Freitag geht von 10 bis 17 Uhr.

Bildquelle: Deutsche Messe AG



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