PI Informatik und mip neu in der Systemhaus-Gruppe

Cenit wächst weiter

Durch die Akquisition der in Berlin ansässigen PI Informatik GmbH baute die Stuttgarter Cenit-Gruppe jetzt ihre Position als Experte für Prozess-Digitalisierung, speziell auch im SAP-Umfeld, weiter aus. Schon seit Jahresbeginn verstärkt der langjährige IBM-Partner mip Gmbh mit Back-End-Expertise im Datenmanagement das Portfolio. Beide Firmen beschäftigen rund 30 Mitarbeiter und wurden vollständig übernommen.

  • Die beiden Geschäftsführer von PI Informatik: Mario Olschowski (links) und Martin Fiedler.

  • Die neuen Partner für das Datenmanagement (von links): Markus Ruf, Geschäftsführender Gesellschafter mip GmbH, Peter Schneck, CEO Cenit AG, Ursula Flade-Ruf, Geschäftsführende Gesellschafterin mip GmbH und Thomas Ruf, Gesellschafter mip GmbH

Bei Kunden aus Industrie, Logistik und öffentlicher Hand positioniert sich Microsofts Premium-Partner PI Informatik seit der Gründung in 1996 als Experte auf drei Gebieten der IT: Als Full-Service-Dienstleister rund um die Konzeption und Betreuung von SAP-Landschaften, als Managed-Service-Anbieter hochverfügbarer IT-Infrastrukturen und als Partner auf dem Gebiet der industriellen Software-Entwicklung – inklusive individueller Add-On-Applikationen.

Nach dem Zusammenschluss soll PI Informatik als eigenständiges Unternehmen unter der Leitung der bisherigen Geschäftsführer Martin Fiedler und Mario Olschowski weiter agieren. Cenit-CEO Peter Schneck will mit der Übernahme das Portfolio der Gruppe an entscheidenden Stellen komplettieren.

„Durch die operative Zusammenarbeit in Projekten stärken wir unsere Lieferfähigkeit und Innovationskraft auf dem Feld der Prozessdigitalisierung“, erwartet Schneck. „Zudem eröffnen wir einander den Zugang zu neuen Kunden-, Branchen- und Partnersegmenten.“ Man werde dank dieser Akquisition im Raum Berlin stärker vertreten sein „und durch die Nähe zu den Bundesbehörden auch das Segment der öffentlichen Hand intensiver bedienen“.

„Größe und Agilität gehen hier Hand in Hand“, sagt Mario Olschowski, Geschäftsführer der PI Informatik GmbH. „Je nach Projekt- und Kundensituation können wir uns mit der gewohnten Schnelligkeit und Flexibilität einer kleinen Firma in Kombination mit der wirtschaftlichen und Stärke eines international aufgestellten Unternehmens profilieren.“ Cenit beschäftigt rund 900 Mitarbeiter, die weltweit Kunden aus den Branchen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Werkzeug- und Formenbau, Finanzdienstleistungen, Handel und Konsumgüter betreuen.

Die Akquisition folgt dem Anspruch, die Cenit-Gruppe in den kommenden Jahren zu einem Komplettanbieter rund um SAP-basierte Systeme zu entwickeln: Das aktuelle Spektrum deckt – inklusive des Tochterunternehmens Coristo – das Feld SAP PLM ab. Das SAP-Know-how von PI Informatik insbesondere bei S/4 Hana, komplexen Implementierungsprojekten sowie Konzeption und Management von SAP-Landschaften ergänzt das Portfolio und trägt zu einer Stärkung der Gruppe im Wettbewerb bei.

Mit dem im IBM-Umfeld bewanderten Datenmanagement-Spezialisten mip GmbH wuchs die Manpower der Gruppe auf nun rund 300 Experten im D-A-CH-Raum auf den Gebieten Datenanalytik sowie Dokumenten- und Informations-Management. Das 1988 gegründete Software- und Beratungshaus ist ein Spezialist auf den Feldern Datenmanagement und -analyse, Softwareentwicklung sowie Betrieb von IT-Infrastruktur und Applikationen. Die 100-prozentige Akquisition gilt als Meilenstein auf dem Weg zur 2025-Zielsetzung der Stuttgarter, die sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum ihrer fünf Geschäftsbereiche vorsieht.

Als langjähriger Partner der IBM mit Back-End-Expertise im Datenmanagement, stärkt mip die Lieferfähigkeit der Gruppe im Hinblick auf IBM-basierte Technologien und komplettiert das Portfolio, unter anderem im Bereich Informations-Management. Dieses wird aktuell von der – ebenfalls zur Gruppe gehörenden ISR AG (mit SAP- und Microsoft-basierten Technologien) vertreten.

CEO Peter Schneck sieht in der Innovationskraft und Profilierung der neuen Tochter „eine ideale Ergänzung im Produktportfolio des Bereichs ‚Enterprise Information Management‘ (EIM) dar“. Mit der EIM-Unit, der ISR und nun auch mip werde man die „Marktposition als bedeutender IBM-Partner weiter verstärken“.

Mit der Zielsetzung, das Kompetenzfeld „EIM“ als die Nr. 1 für Informations-Management und Dokumentenlogistik im deutschsprachigen Raum zu etablieren, soll mip schrittweise mit der EIM-Unit und der ISR AG zusammengeführt werden. Als eigenständiges Unternehmen weitergeführt, erhält der Firmenname den Zusatz „a Cenit Company“. Die Unternehmensgründer und Geschäftsführer, Ursula Flade-Ruf und Markus Ruf, bleiben als Geschäftsführer an Bord.

„Unsere Leidenschaft gilt der Unterstützung unserer Kunden bei der wertschöpfenden Nutzung ihrer Daten“, erklärt Ursula Flade-Ruf. Mit Blick auf die zukünftige Weiterentwicklung habe man nach einem Partner gesucht, der eine vergleichbare Marktstrategie verfolgt und eine Stabilität und Profitabilität sowohl für die Belegschaft als auch die Kunden bieten kann.

Auch André Vogt, Senior Vice President des EIM-Bereichs der Gruppe und Vorstand der ISR AG, bestätigt die gemeinsame Vision: „Der Grundgedanke und die Kernmotivation des Zusammenschlusses unserer Unternehmen besteht in der Überzeugung, dass […] aus der gemeinsamen Stärke weiteres Wachstum entsteht. Durch eine klare Positionierung der Themen, Lösungen und Leistungsangebote steigern wir die Attraktivität unseres EIM-Portfolios – dies im Hinblick auf unsere Teams, unsere Kunden und Partner.“

Mit Wirkung zum 20. Juni wurde Vogt auch offiziell zum dritten Geschäftsführer ernannt, um gemeinsam mit Ursula Flade-Ruf und Markus Ruf die Tochterfirma zu leiten. Das erweiterte EIM-Portfolio der Gruppe bietet fortan Lösungen für eine ganzheitliche Dokumenten- und Informationslogistik. Dazu zählt Vogt neben dem klassischen Dokumenten- und Prozessmanagement auch die Kundenkommunikation sowie die Analyse von Daten und Dokumenten.

Bildquelle: Cenit AG

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