Mirjana Höllerer, DKS-Bereichsleiterin und Leiterin der Wiener Geschäftsstelle bei Comarch: „Mit iNow UI entwickeln wir Comarch Financials DKS zu einer smarten, geräteunabhängigen Lösung.“
ML-Geschäftsführer Torsten Klinge: iNow UI lohnt sich schon bei Projekten ab einem Umfang von ca. 50 Screens.
Expertencodes (links) und Kontoabfrage mit intuitiven Bedienelementen im neuen DKS-iNow-Client
Das neuentwickelte und voll integrierte Modul für Konten und Buchungen
Integrierter Reportgenerator zur Erstellung von Listen, Formularen etc.
Für die mehr als 900 Kunden, die Financials DKS nutzen, soll so bis zum Jahresende die „User Experience“ (UX) stark verbessert werden. Dies beginnt bei intuitiver Bedienbarkeit und umfasst zusätzlich funktionale Verbesserungen sowie Neuentwicklungen zur Vereinfachung der täglichen Arbeit. Anwender können die Software dann nicht nur im Greenscreen, sondern auch mit dem neuen iNow-Client nutzen, z.B. als Desktop- oder Browserlösung auf beliebigen Plattformen und -Geräten. Gerade für die Arbeit im Homeoffice ergeben sich dadurch flexible Einsatzmöglichkeiten.
Ziel ist es, mit dem kostenpflichtigen Zusatzprodukt die Vorteile der bewährten RPG-Programmierung im Backend mit denen moderner .Net-Entwicklung in den Bereichen Frontend, Integration, Digitalisierung und Prozessoptimierung zu verbinden. Diese breitere technische Basis versetzt das Team von Comarch- und ML-Entwicklern in die Lage, erstens die Cobol- und RPG-Programme gesetzeskonform weiterzuentwickeln, zweitens für diese Programme plattform- und geräteunabhängige Clients bereitzustellen und drittens diese neuen iNow-Clients durch funktionale Erweiterungen für die Anwender noch leistungsfähiger und komfortabler zu machen.
Laut Mirjana Höllerer, DKS-Bereichsleiterin und Leiterin der Wiener Geschäftsstelle bei Comarch, ist die Markteinführung Ende 2021 geplant. „Das Projekt ist damit aber längst nicht abgeschlossen. Vielmehr ist das die erste Etappe unserer Weiterentwicklungs- und Modernisierungsoffensive für Financials DKS auf dem Weg hin zu einer smarten, plattform- und geräteunabhängigen Lösung.“
Warum nach dem umfangreichen Evaluierungsprozess die Wahl auf ML Software fiel, erklärt Höllerer so: „Überzeugt haben uns insbesondere die einfache Bereitstellung und ausgiebige Nutzung einer iNow-UI-Testversion, die schnellen Ergebnisse der automatisierten UI-Erzeugung, die technologischen Perspektiven für die funktionale Weiterentwicklung und die umfassende Unterstützung durch die ML-Spezialisten.“ Dazu komme die einfache Installation beim Kunden.
Dass nun auch Comarch mit iNow UI überzeugt wurde, bestätigt laut ML-Geschäftsführer Torsten Klinge die Leistungsfähigkeit und Flexibilität dieses Tool-Sets, mit der durch Neu- und Weiterentwicklung echter Mehrwert erzeugt werde. „Unser Konzept der automatisierten UI-Erzeugung sorgt schon bei Projekten ab einem Umfang von ca. 50 Screens für einen viel geringeren Entwicklungs- und Wartungsaufwand als dies bei einem Screen-by-Screen-Ansatz der Fall ist“, betont Klinge. Das sei erst recht der Fall, „wenn abhängig von Mandant, User oder anderen Variablen eine Maske unterschiedliche Ausprägungen haben kann.“
Anwender überzeugt der Wechsel vom Greenscreen auf eine grafische Benutzeroberfläche laut Klinge nur dann, wenn neue Funktionen z.B. für Recherchen, Integration und Digitalisierung sowie optimierte Abläufe echten Mehrwert bringen. Genau dafür verspricht er mit den iNow- und .Net-Technologien vielfältige Möglichkeiten, mit denen vorhandene IBM-i-Ressourcen wie z.B. 5250-Datenstrom, SQL für Datenzugriffe und vieles mehr auch weiterhin effizient genutzt werden.
Die automatisierte UI/UX-Erzeugung spart laut Klinge viel Zeit bei der Entwicklung und späteren Wartung des neuen UI Clients und setzt bereits zahlreiche Komfortverbesserungen für die Anwender um wie z.B. eine Menüleiste mit allen F-Tasten (ohne Umschalten mit F24) oder Menüs im zeitgemäßen Kacheldesign, wahlweise mit oder ohne Icon (oder als Baumstruktur). Andere Beispiele sind die Kalenderanzeige bei Datumsfeldern, ein Toggle-Switch bei Ja/Nein-Feldern oder Auswahllisten für F4-Funktion. Dazu kommt auch die Verknüpfung zum Email-Programm oder -Browser bei Feldern mit einer Email- bzw. Web-Adresse, die TAPI-Bereitstellung bei Telefonfeldern oder die Auswahl unterschiedlicher „Skins“ für individuelle Farb-/Design-Voreinstellungen der User.
Das anpassbare Open-Source-Regelwerk ermöglicht die Erkennung und Umsetzung aller 5250-Masken in CI-konforme iNow-Clients – egal, ob es 50, 500, 5.000 oder mehr Masken sind. Sogar Abweichungen zwischen den Greenscreens können durch die Automatismen geglättet werden.
Comarch nutzt diese Fähigkeit, um z.B. trotz unterschiedlicher Header-Typen ein einheitliches Client-Design zu erzeugen. Einzelne Design-Ausreißer können natürlich auch in den IBM-i-Anwendungen regelkonform angepasst werden. Doch je mehr Masken abweichen, um so aufwändiger wird diese Vorgehensweise.
Im Fall des neuen iNow-Clients für Comarch Financial DKS wurde das Open-Source-Regelwerk zudem um eine universelle Funktion erweitert, die die F4-Funktion zum Nachschlagen für alle Masken verbessert. Wo immer F4 genutzt wird, liest der iNow-Client nun per SQL-Zugriff die erlaubten Eingabemöglichkeiten aus der Datenbank und zeigt diese in einer intuitiv bedienbaren Auswahlliste (Lookup-Combo) an. Das erleichtert und beschleunigt die korrekte Eingabe, ohne dass dafür die vorhandenen IBM-i-Programme geändert oder kompiliert werden müssen.
Diejenigen Kunden und Partner von Comarch, die Financial DKS individuell erweitert oder angepasst haben, können ihre Besonderheiten durch eigene Anpassungen im Regelwerk ebenfalls im iNow-Client berücksichtigen. Sie vermeiden so Änderungen in ihren IBM-i-Programmen und erhalten trotzdem das neue, einheitliche Design für ihre Programme.
Wird das vorhandene Regelwerk auch bei der zukünftigen Entwicklung oder Anpassung von IBM-i-Programmen eingehalten, greifen die bestehenden Algorithmen und erzeugen automatisiert und ohne zusätzlichen Aufwand entsprechende CI-konforme iNow-Clients.
Man schätzt, dass Anwender 80 Prozent ihrer Zeit mit der Arbeit in 20 Prozent der Software verbringen. Folglich ist der größte Nutzenzuwachs durch Optimierungen in diesen 20 Prozent der Software zu gewinnen. Im Falle von Financials DKS gehören das zielgerichtete Springen in diese wichtigsten Programmbereiche und die Arbeit mit Konten und Buchungen dazu.
Schon jetzt bietet Financials DKS mit der Eingabe sogenannter Expertencodes eine direkte Navigation zu über 800 Programmen. Der schnelle Sprung in das gewünschte Programm erspart langes Navigieren durch die Menüstrukturen.
Im neuen iNow-Client wird diese Funktion weiter verbessert und global zur Verfügung gestellt. Dafür stehen die Kürzel und Bezeichnungen aller Expertencodes in einer permanent verfügbaren Tabelle zur Auswahl. Dank der komfortablen Such- und Filterfunktionen ist der gewünschte Code schnell gefunden und per Doppelklick ausgewählt. So können insbesondere neue Anwender die Expertenfunktion nutzen – ohne die mehr als 800 Experten-codes auswendig zu lernen.
Dreh- und Angelpunkt in der DKS-Finanzbuchhaltung ist natürlich die Arbeit mit Konten und Buchungen. Hier hat sich Comarch für die Neuentwicklung und nahtlose Einbindung eines universellen Moduls für die Auswahl und Anzeige von Konten und Buchungen entschieden. Ausschlag-gebend dafür waren die großen funktionalen Vorteile durch eine Umsetzung mit iNow- und .Net-Technologien.
Die neuen Datentabellen („data grids“) sind – anders als die traditionellen Subfiles – zeilen- und spaltenmäßig nicht begrenzt. Anwender können sogar jederzeit Tabellenspalten ein- und ausblenden, deren Reihenfolge und Größe ändern, nach den Werten einer Spalte sortieren und so die Tabelle an ihre aktuellen Bedürfnisse anpassen; außerdem stehen flexible Such-, Filter- und Gruppierfunktionen zur Verfügung.
Kombiniert mit den Auswahl-, Anzeige- und Vergleichsmöglichkeiten über alle Buchungsjahre und -perioden hinweg, bietet das neuentwickelte Modul leistungsfähige Recherchemöglichkeiten, mit denen selbst komplexe Aufgaben schnell gelöst werden können. Zur Optimierung des Laufzeitverhaltens kann bei besonders großen Datenbeständen ein Schwellwert für das Laden der selektierten Daten festgelegt werden.
Die integrierten Exportfunktionen vereinfachen zudem die Weitergabe und Weiterverarbeitung der Datentabellen. Hierfür können Anwender aus verschiedenen Formaten wählen. Für die Erstellung eigener Listen und Formulare steht außerdem ein Reportgenerator zur Verfügung. Auch ein direkter Email-Versand, z.B. als PDF-Dokument wahlweise mit oder ohne Kennwortschutz, wird im Zeitalter der Digitalisierung natürlich angeboten.
Bedienung in der 5250-Emulation: Die IBM-i-Programme bleiben autark und werden gesetzeskonform weiterentwickelt, damit auch künftig die Arbeit im Greenscreen uneingeschränkt möglich ist.
Bedienung im iNow-Client: Der neu entwickelte iNow-Client verbessert die „User Experience“ und ermöglicht den Einsatz wahlweise als Windows-Client oder auch als Browser-App auf beliebigen Plattformen und Geräten, um die Einarbeitung und Bedienung für Nachwuchskräfte intuitiver zu machen.
Mehrwert durch funktionale Verbesserungen und Erweiterungen: Zur Vereinfachung und Beschleunigung der täglichen Arbeit kommen modernste Technologien zum Einsatz. Das reicht von der verbesserten Benutzerunterstützung durch Auswahllisten, Kalender etc. bis hin zur Neuentwicklung wichtiger Module, wie z.B. der Konto- und Buchungsanzeige.
Nutzung des ML-Expertenwissens: Das Team aus Comarch- und ML-Entwicklern verbindet die Vorteile der bewährten RPG-Programmierung im Backend mit denen der iNow-/.Net-Entwicklung in den Bereichen Frontend, Integration, Digitalisierung und Prozessoptimierung.
Einführung bis Ende 2021
Die Software-Familie ist in vielen Firmen im deutschsprachigen Raum im Einsatz und tausendfach bewährt. Sie basiert auf jahrzehntelangem Wissen dank Erfahrungen mit über 1.000 Installationen. Ein Mitglied dieser Produktfamilie ist die AS/400-Suite Comarch Financials DKS, die ursprünglich von IBM stammt, dann von SoftM erworben wurde. Mit der Übernahme dieses Münchener Softwarehauses durch Comarch im November 2008 gelangte DKS dann in den Besitz des polnischen Softwarekonzerns, der mit über 6.500 Beschäftigten in 34 Ländern aktiv ist und 2020 mehr als 339 Mio. Euro Umsatz erzielte.
Bildquelle: Thinkstock/iStock, Comarch, ML Software