Command verkauft Mehrheit an ERP-Tochter

WHEB beteiligt sich an Oxaion

Mit 51 Prozent erwirbt der Investor WHEB Partners die Mehrheit an der Ettlinger Command-Tochter Oxaion. Das mittelständische Beteiligungsunternehmen mit Sitz in London und München strebt die Gründung einer IT-Group „aus international konkurrenzfähigen deutschen Softwareanbietern“ an. Die Beteiligung an Oxaion ist ein erster Schritt, sich auf dem deutschen IT-Markt zu etablieren. Oxaion-Vorstand Uwe Kutschenreiter will mit dem neuen Investor den Wachstumsmotor endlich wieder anwerfen.

Dr. Florian Strehle, Fond-Manager und Partner der WHEB-Gruppe: „Mittel- bis langfristig wollen wir am Standort Deutschland eine leistungsfähige IT-Group etablieren.“

„Wir haben den deutschen Softwaremarkt eingehend sondiert und sind vom Innovationspotential des Ettlinger Unternehmens restlos überzeugt“, begründet Dr. Florian Strehle, einer der vier Partner bei WHEB, die Mehrheitsbeteiligung. „Mittel- bis langfristig wollen wir am Standort Deutschland eine leistungsfähige IT-Group etablieren.“ Das Ettlinger Softwarehaus will sich durch eine Neuausrichtung besser am nationalen und internationalen Markt positionieren, wobei der Investor „dem Wachstum neue Triebkräfte verleihen“ verleihen soll.

Die Inhaber bleiben dem Unternehmen weiterhin verbunden, heißt es in der Pressemitteilung. „Zeitnah“ werde Kurt Rössler als Vorsitzender des Aufsichtsrats durch Martin Tantow abgelöst. Der Unternehmensberater und Gründer mehrerer Startup-Unternehmen soll vornehmlich die Rolle eines strategischen Experten übernehmen.

Die beiden Vorstände Dieter Eisele und Uwe Kutschenreiter bleiben an Bord. Der für Qualitätsmanagement und Entwicklung zuständige Vorstand Gerhard Kunkel wird im September durch Marcel Schober abgelöst, der heute schon für die Entwicklung verantwortlich zeichnet. Kunkel, seit 1979 im Unternehmen, wechselt dann in den Aufsichtsrat.

Veränderung als große Chance?

„Wir sehen diese Veränderung als große Chance und freuen uns über das Vertrauen, das WHEB in uns und unsere Produkte setzt“, wird Kutschenreiter in der Presseinformation zitiert. Man führe eine Mittelstandslösung ins Feld, die dynamisch auf Veränderungen reagiert und den nationalen wie internationalen Vergleich keineswegs scheuen muss.

„Mit dem Einstieg von WHEB können wir nun auch im Vertrieb anders agieren als bisher“, so Kutschenreiter weiter. „Zudem werden wir die Synergien der entstehenden Group nutzen können. Der Einstieg von WHEB kam genau zum richtigen Zeitpunkt.“ Man werde sich „weiterhin voll und ganz auf die Weiterentwicklung unserer bewährten Mittelstandslösungen konzentrieren“, wobei Themen im Kontext von Industrie 4.0, Mobilität und Usability „nach wie vor ganz oben auf der Agenda“ stünden. Die „Wachstumsanstrengungen“ würden weiter verstärkt, so dass man „auch wieder mehr Neukunden gewinnen“ werde.

„Für unsere über 300 Mittelstandskunden bleibt alles so wie bisher“, verspricht Kutschenreiter. „Wir sind und bleiben Ansprechpartner für den gesamten operativen Bereich. Und selbstverständlich halten wir auch weiterhin an unserer vertraglichen Zusage fest, nämlich die Software garantiert weiterzuentwickeln und zu warten.“ Und Kunden, die bereits Tochterfirmen im Ausland haben, könnten von der angestrebten internationalen Ausweitung des ERP-Geschäfts profitieren. 

Oxaion, im Jahr 2003 aus der 1978 gegründeten Command AG hervorgegangen, entwickelt und implementiert heute mit 130 Mitarbeitern ERP-Software für mittelständische Unternehmen in Industrie und Großhandel. Der Umsatz stagnierte in den beiden letzten Jahren bei 11,1 Mio. Euro.

www.oxaion.de

www.command.de

Über WHEB Partners

WHEB, eine europäische Private-Equity-Gesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 278 Mio. Euro. Sie ist unabhängig und gehört den vier Partnern, die selbst substantielle Investoren im Fonds sind. Die sonstigen Fondsmittel werden langfristig von namhaften institutionellen Investoren und Unternehmerfamilien zur Verfügung gestellt. Derzeit wird der zweite Wachstumsfonds investiert, der im Februar 2014 mit bis zu zwölf Jahren Laufzeit aufgelegt wurde. Investiert wird in Technologieunternehmen mit hohem Wachstumspotenzial.

www.whebpartners.com

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