„Backup as a Service“ nun auch in Deutschland lanciert

Commvault startet mit Metallic

Commvault, ein US-Anbieter von Datenmanagement-Software, bietet sein im Oktober 2019 lanciertes Angebot Metallic für „Backup-as-a-Service“ (BaaS) ab sofort auch in Deutschland an. Der Service wurde in Microsofts Azure-Cloud implementiert und jetzt um erweiterte Unterstützung für Salesforce-Backup, Microsoft Teams, Oracle-Datenbanken, Active Directory und Metallic Edge mit Hyperscale X ergänzt. Backup für IBM i ist derzeit bei Metallic ebenso wenig ein Thema wie die IBM Cloud, obwohl Hyperscale X auch Agenten für IBM i hat.

  • Commvault-Geschäftsführerin Elke Steinegger

    Commvault-Geschäftsführerin Elke Steinegger verspricht „Cloud-basiertes Backup auf Enterprise-Niveau“

Die Commvault-Tochter Metallic wurde 2019 gegründet, um Datenschutz der nächsten Generation in der Form Software-as-a-Service (SaaS) auf den Markt zu bringen und die Kerntechnologie von Commvault möglichst einfach über die Cloud bereitzustellen. Sie vereint die Expertise des Herstellers mit der Technologie Microsoft Azure. Das Ziel: Compliance-konforme Datensicherung mit hoher Leistung zu transparenten und skalierbaren Kosten.

„Metallic ist ein Musterbeispiel für Cloud-basiertes Backup auf Enterprise-Niveau“, wird Elke Steinegger, seit August 2020 Geschäftsführerin Commvault Deutschland, in der Presseinformation zitiert. „Interessenten können jedes Angebot als Jahres- oder Monatsabonnement beziehen. Ob zum Schutz von 1 TB oder mehreren Petabyte Daten – Metallic-Kunden haben die Möglichkeit zu wachsen. Commvault und Microsoft bauen so Hürden ab, die Unternehmen in Deutschland bislang bei der Digitalisierung behindert haben. Gerade in der durch Corona geprägten Geschäftswelt und der steigenden Gefahr durch Ransomware ist dieser Schritt notwendig gewesen.“

Das neue BaaS-Portfolio adressiert vor allem die Sicherung von Dateien, Datenbanken und Virtuellen Maschinen auf Windows- und Linux-Systemen – und zwar unabhängig davon, ob diese physisch im Rechenzentrum des Kunden oder virtuell in der Cloud angesiedelt sind. Es können Office385-Arbeitsplätze und Endpunkte (3,39 bzw. 7,07 Euro pro User und Monat bei bis zu 750 Usern), Datenbanken (84,87 Euro pro Terabyte und Monat bei weniger als 50 TB) oder virtuelle Maschinen und Kubernetes-Instanzen (59,41 Euro für 10 VM und Monat nicht mehr als 49 VMs). Die optionale Nutzung von Cloud-Storage wird separat mit 7 Cent pro GB abgerechnet (pay as you go); es sind aber auch jährliche Speicherverträge verfügbar.

Cloud-Storage zur Miete

Der mit gemietete Cloud-Storage ist laut Hersteller „vollständig“ in die Datenmanagement-Software integriert, skalierbar, flexibel und innerhalb von nur 15 Minuten einsatzbereit. Metallic nutzt einzig und allein Microsofts Azure-Cloud, wo die Daten automatisch verschlüsselt und so vor Ransomware-Angriffen geschützt werden. Die SaaS-basierte Datensicherung sei auch deshalb DSGVO-konform, weil die Daten einzig und allein im Azure-Rechenzentrum in Frankfurt gehostet werden. Würden Rechenzentren in England, USA oder anderen Standorten außerhalb der EU genutzt, gäbe es hier Probleme.

Per BaaS werden durch Sicherheitskontrollen geschützte, unveränderliche Kopien der Daten angelegt. Dank der technischen Partnerschaft mit Microsoft nutzt Metallic dabei die sicheren und Compliance-konformen Plattform-Angebote und Tools von Azure; das Produkt kann sogar über den Azure-Marktplatz bei Microsoft gebucht werden; die Nutzung wird dann über Microsoft und die Azure-Rechnung bezahlt.

Die Enterprise-Angebote von Metallic sind in 23 Ländern verfügbar, weil ab sofort neun weiteren Nationen online sind, darunter außer Deutschland auch Österreich, Frankreich,, Norwegen, Polen, Portugal, Südafrika, Spanien und die Schweiz. „Unsere Kunden weltweit schätzen den Wert und die inhärente Einfachheit, die eine Cloud-native as-a-Service-Datensicherung bringen können“, wird auch Manoj Nair zitiert, der General Manager von Metallic. Mit SaaS-Plus-Funktionen biete man den Kunden, was sonst kein anderer Cloud-basierter Backup-Service bieten könne: die Flexibilität, Daten auf das optimale Speicherziel zu sichern, sei es Cloud-Speicher, On-Premises-Speicher oder eine Appliance im RZ des Kunden.

Bei der Pressekonferenz war auch Manuel Ohnacker vertreten, Director – Hybrid IT & Datacenter Architectures beim Commvault-Partner Cancom. Seine Meinung: „Metallic ist aus unserer Sicht die konsequente Weiterentwicklung des aktuellen Lösungsportfolios und ergänzt die heute verfügbare Produktpalette optimal. Auch das as a Service-Bereitstellungsmodell ist zeitgemäß, und erleichtert den Einstieg in die Public Cloud unter Verwendung einer kompletten Enterprise-Data-Protection-Lösung für unsere Kunden.“ Auch zum Thema IBM hatte Ohnacker eine Meinung, denn dort sei viel in Bewegung. Falls die Abspaltung der NewCo dazu führe, dass IBM mehr Erfolg mit der Cloud-Strategie habe, werde Commvault über die Unterstützung nachdenken.

Aktuell gibt es keine Pläne, BaaS auch in anderen Clouds anzubieten – wie etwa Amazon AWS, Googles Cloud Platform (GCP) oder IBM Cloud. Den Radius ausweiten will Commvault dennoch – vor allem mit Blick auf mögliche Backup-Quellen und -Ziele. Falls die Nachfrage da wäre, könnte auch IBM i eine Quelle werden, hieß es auf Nachfrage von DV-Dialog, denn als Hardware-Appliance könne Hyperscale X auch ein On-Premise-Backup für Dateien, Datenbanken und VMs auf unterschiedlchsten Plattformen bieten – über den entsprechenden Agenten auch für IBM i. Über Hyperscale X lassen sich auch Daten auf lokale Speicher im eigenen RZ kopieren, falls Cloud-Backups zu langsam oder zu kostspielig sind oder falls es Netzwerkprobleme gibt.

Bildquelle: Commvault

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