Applikationsunabhängige Integrationsplattformen gefragt

Composable ERP

Die Dell-Tochter Boomi hat bei ihrer jährlichen Umfrage zum Stand der ERP-Modernisierung ermittelt, dass Unternehmen im Durchschnitt 850 Anwendungen verwenden, von denen nur 30 Prozent miteinander verbunden sind.

  • Michael Pietsch, Deutschland-Chef bei Boomi

    Michael Pietsch, Deutschland-Chef bei Boomi, will bei der Modernisierung von Applikations-Landschaften helfen.

  • Bildquelle: gettyimages/iStock

ERP-Systeme sind oft schon lange im Einsatz und kompliziert an neue Systeme anzubinden. Um mit der digitalen Transformation Schritt zu halten, muss die Lücke zwischen diesen Alt­systemen und modernen Anwendungen geschlossen werden, empfiehlt Boomi-CEO Chris McNabb. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass weltweit neun von zehn Unternehmen diese Herausforderung mit einer Strategie des „Composable Enterprise Resource Planning“ (ERP) angehen. Hierbei können Cloud-basierte Integration-Platform-as-a-Services (iPaaS) helfen, wie sie Boomi anbietet. Weltweit wurden zu diesen Themen 1.675 Personen befragt, in Deutschland waren es 100.

Die Realisierung von Composable ERP schafft für Unternehmen sehr viel Flexibilität. Allerdings bleibt die Herausforderung, alle Anwendungen zu integrieren und alle Daten gemeinsam zu nutzen, um neue ­Prozesse zu schaffen. Herkömmliche Integrationslösungen hält McNabb für teuer und zeitaufwändig, da sie spezifisches ­Development und Coding erfordern. 

Aus diesem Grund stehen die Optimierung und Automatisierung von Prozessen für IT-Teams auf der Liste der Prioritäten weit oben. 73 Prozent der Umfrageteilnehmer in Deutschland investieren bereits in die Standardisierung und Konsolidierung von Anwendungen. 49 Prozent gaben an, dass ihre aktuellen Integrationslösungen den jeweiligen Anforderungen nicht genügen. 46 Prozent haben Schwierigkeiten, verschiedene Integrations- und Datensynchronisierungs-Technologien zu verwalten. Für weitere 34 Prozent ist die Automatisierung von Workflows und Prozessen eine zusätzliche Herausforderung.

Laut Michael Pietsch, Deutschland-Chef bei dem auch im IBM-i-Markt aktiven Hersteller Boomi, haben viele IT-Chefs „ein deutliches Bewusstsein“ für die Notwendigkeit der Modernisierung ihrer Applikations-Landschaft. Neben Stabilität und Zuverlässigkeit stehen dann auch der Abbau von Komplexität und möglichst einfache Zugänglichkeit im Vordergrund. Hierbei ist es laut Pietsch die Entscheidung für eine applikationsunabhängige Integrationsplattform wichtig, um Unabhängigkeit von seinem ERP- oder CRM-Lieferanten zu gewinnen. Leider beobachtet Pietsch tag­täglich Entscheidungen für die Integrationssoftware von ERP/CRM-Anbietern. Er kommentiert das so: „Mehr Verbundenheit kann man gar nicht schaffen, wenn man sein Datenmanagement in diese Abhängigkeit gibt!“

Bildquelle: gettyimages/iStock, Boomi

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