Oracle erweitert das Distributed Cloud-Portfolio

Compute-Services von überall

Als „Cloud-Infrastruktur in Rack-Größe“ vermarktet der US-Konzern Oracle seit Mitte August die Compute Cloud@Customer. Damit soll die Rechenleistung der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) von überall aus nutzbar werden. Compute Cloud@Customer erlaubt Kunden, Workloads mit dem gleichen Software-Stack der OCI zu entwickeln, bereitzustellen, zu sichern und zu verwalten, und dies in einem einzelnen Rack vor Ort in ihrem eigenen Rechenzentrum.

Oracle liefert mit Compute Cloud@Customer eine Cloud-Infrastruktur in Rack-Größe ins RZ der Kunden.

Mit diesem Rack sollen Unternehmen ihre Anwendungen und Middleware auf Compute-, Storage- und Netzwerkservices von OCI mit flexiblen Konfigurationen virtueller Maschinen in eigenen Rechenzentren ausführen können – und nicht mehr irgendwo fernab in der Cloud. Ergänzend gibt es als Vor-Ort-Datenbank bereits die Exadata Cloud@Customer. Somit lassen sich nun identische OCI-Services sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in Oracles Cloud-Regionen nutzen. 

Entwickler und IT-Manager erhalten zugleich Zugriff auf die gleichen APIs und Management-Tools, sodass sie überall ohne Umstellung arbeiten können. Darüber hinaus sollen Unternehmen in der Lage versetzt werden, vorhandene Workloads zu konsolidieren und neue Cloud-native Anwendungen auf einer vollständig verwalteten Cloud-Plattform in ihrem Rechenzentrum bereitzustellen. Abgerechnet wird im OCI-typischen Modell nach Verbrauch.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle, verspricht eine Auswahl an OCI-Public-Cloud-Regionen, dedizierten Regionen und Cloud@Customer-Plattformen, die Kunden zu einer global verteilten Cloud-Lösung kombinieren können. „Gleichzeitig können sie die Anforderungen an Datenresidenz erfüllen und auf Hochleistungsverbindungen zu bestehenden Rechenzentren und latenzempfindlichen Anwendungen zugreifen“, sagt Screven. Compute Cloud@Customer sei auf höchste Leistung und Verfügbarkeit ausgelegt und könne einfach erweitert werden, um sowohl die Anforderungen kleiner als auch großer Unternehmen zu erfüllen. Ausgehend von 552 Prozessorkernen und 150 TB nutzbarem Speicher (Block-, Datei- beziehungsweise Objektspeicher) kann das Rack auf mehr als 6.000 Prozessorkerne und 3,4 PB Speicherkapazität skaliert werden.

Im Gegensatz zu On-Premises-Angeboten von anderen Public-Cloud-Anbietern, die auf Drittanbieter-Komponenten basieren oder nur über sehr eingeschränkte Möglichkeiten verfügen, verspricht Screven eine vollständig integrierte Cloud-Plattform, die von Oracle gebaut, installiert, betrieben und verwaltet wird; sie sei voll und ganz mit den Public-Cloud-Regionen von OCI und der OCI Dedicated Region kompatibel und bietet die gleichen zentralen OCI Cloud-Services zu den gleichen günstigen Preisen. Dadurch verringert sich der Aufwand für Wartung und Upgrades für die Kunden, während sie gleichzeitig in der Lage sind, Cloud-native Anwendungen überall zu entwickeln und auszuführen.

Bildquelle: Oracle

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