Thoma Bravo macht 2,5 Mrd. Dollar locker

Compuware versilbert

Das US-Softwarehaus Compuware wird für 2,5 Mrd. Dollar an das Investmentunternehmen Thoma Bravo verkauft, das über sein Engagement bei Firmen wie Attachmate oder Vision Solutions auch im AS/400-Markt aktiv ist. Damit ist die Ende 2012 nach einem gescheiterten Übernahmeversuch als Großaktionär engagierten Investmentfirma Elliott Management am Ziel.

Der Verwaltungsrat des Mainframers Compuware hat das Übernahmeangebot bereits akzeptiert. Thomas Bravo wird, falls die Übernahme zustande kommt, 10,9 Dollar pro Aktie bezahlen und das Unternehmen von der Börse nehmen. Schon zu Jahresbeginn gingen drei Firmenteile für 160 Mio. Dollar an Marlin Equity Partners, um den strategischen Fokus auf den Mainframe zu schärfen. Darunter war auch die im AS/400-Umfeld bekannte Software-Entwicklungsumgebung Uniface.

Uniface ausgegliedert

Der neue Eigentümer Marlin hat aus Uniface nach dem Kauf Anfang 2014 sehr schnell wieder ein eigenständiges Unternehmen mit Hauptsitz in Holland gemacht, wo 1984 auch die Ursprünge lagen. Uniface, das 1994 von Compuware übernommen worden war, ist nach Firmenangaben heute bei rund 1.600 Unternehmen im Einsatz und kann auch auf IBM i 7.1 installiert werden.

Uniface ist eine Plattform für die Entwicklung und den Betrieb von Unternehmensanwendungen, die auf einer Vielzahl von Laufzeitumgebungen ausgeführt werden können, nicht nur auf der AS/400 und ihre Nachfolgern, sondern auch auf mobilen Geräten, Mainframes, Web-Servern sowie Windows- und .Net-Plattformen. 2013 wurde das bisher letzte Release – Uniface 9.6 – veröffentlicht.

www.compuware.de

www.uniface.com/de

Bildquelle: Andreas Hermsdorf/Pixelio.de

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