Digitale Überwachung des Zustands von Transport-Systemen

Condition-Monitoring mit dem Edge-Computer

Hängebahn-Transportsysteme kommen in Fließband-Fertigungen zum Einsatz. Ausfälle einzelner Traggestelle kann zum Stillstand kompletter Produktionslinien führen. Ein Condition Monitoring-System auf Basis eimes Edge Computers erkennt Verschleiß frühzeitig und verhindert so ungeplante Ausfälle, die zum Beispiel in der Automobilindustrie sehr teuer werden können.

Condition-Monitoring auf Basis von Edge-Computern erkennt Verschleiß bei Hängebahn-Transportsystemen frühzeitig und verhindert ungeplante Ausfälle.

Hängebahn-Systeme in Fertigungslinien transportieren zum Beispiel Maschinenteile oder Karosserien durch einzelne Montage-Abschnitte. Verschlissene Laufrollen oder Schäden an den Antrieben können zum Ausfall einzelner Traggestelle führen, was durch die serielle Führung der Hängebahn zwangsläufig zum Stau der ganzen Fertigungslinie führt.

Um Ausfälle vorzubeugen, empfiehlt die Technologiegruppe Harting, ein weltweit aktiver Anbieter von industrieller Verbindungstechnik, die digitalen Zustandsüberwachung der Traggestelle. Dabei wird schleichender Verschleiß erkannt und rechtzeitig vor einem potentiellen Ausfall gewarnt.

Dazu wurde ein Monitoring-System entwickelt, dass die Reduzierung ungeplanter Ausfälle der Hängebahn unterstützt; auch Wartungsaufwände können durch eine zustandsbasierte Wartung deutlich reduziert werden. Das Ziel ist, eine höhere Gesamtanlageneffektivität (GAE, englisch „Overall Equipment Effectiveness“, kurz OEE) der Hängebahn zu erreichen. Da dieses Condition-Monitoring für die Nachrüstung vorhandener Systeme konzipiert ist, lässt sich so auch noch eine Laufzeitverlängerung von Transportsystemen erreichen.

Wartungsaufwand reduziert

Das System besteht aus zwei Sensorboxen und einem Edge-Computer aus Hartings „Modular Industry Computing Architecture“ (Mica). Mit diesen modular aufgebauten, industrietauglichen Mini-Computern lassen sich Digitalisierungsprojekte direkt an Anlagen und Maschinen realisieren. Dank flexibler Open-Source-Software auf Linux-Basis lassem sich viele Applikationsszenarien abbilden – alles verpackt in robuster Mechanik, die speziell für industrielle Umgebungen konzipiert ist.

Mica wertet die Sensorwerte direkt aus und sendet sie über die integrierte WLAN-Funktion an das Leitsystem. Die Sensoren detektieren fortwährend Vibrationen an den Laufrädern, den Motorstrom sowie Temperatur der Antriebe. Wird ein Schwellwert überschritten, sendet das mitfahrende Zustandsüberwachungs-Set über das Leitsystem eine Meldung an die Betriebstechnik. Betroffene Traggestelle werden gezielt aus dem Verkehr genommen und gewartet.

Dieses Condition-Monitoring-Set lässt sich für alle Arten von Transportsystemen mit langsam beweglichen Komponenten nachrüsten, also auch bei Rolltreppen, Aufzügen oder Förderbändern. Dank Schutzart IP 65/67 der Sensorboxen und Mica-Computer ist das System in vielen Umgebungsbedingungen problemlos zu betreiben. Das Set entstand in enger Kooperation mit einem Automobilhersteller und Forms Media, einem Unternehmen aus Hartings Partner-Netz.

Bildquelle: pengyou91/Harting Stiftung

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