IT-Konzern stoppt in USA alle Inlandsreisen für interne Besprechungen

Coronavirus: IBM cancelt Think 2020 in San Francisco

Aus Besorgnis über das Coronavirus sagt IBM seine alljährliche Hauptveranstaltung ab: Die Think 2020. Diese Business- und Technologie-Konferenz für Kunden und Partner sollte eigentlich vom 4. bis 7. Mai mit 30.000 Teilnehmern in San Francisco stattfinden. Außerdem gab IBM gestern bekannt, dass in USA alle Inlandsreisen für interne Besprechungen eingestellt und internationale Reisen eingeschränkt werden.

An die Stelle der persönlichen Kontakte auf der Think 2020 sollen nun Videos und andere Online-Inhalte treten, die gestreamt werden. Zuvor hatten auch schon Facebook und Google ihre für Mai geplanten Entwicklerkonferenzen in Kalifornien abgesagt; auch diese Events sollten jetzt in einer Online-Form stattfinden. Wie auch die Google- und Facebook-Konferenzen soll die Think als „digital-first event", das weiterhin vom 4. bis 7. Mai stattfindet, neu konzipiert werden.

Die strengeren Regeln für die Genehmigung von Dienstreisen bei IBM sehen nicht nur die Aussetzung aller Inlandsreisen für interne Besprechungen vor, sondern auch ein Verbot der Teilnahme an externen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis Ende dieses Monats und eine zweiwöchige Selbstquarantäne für alle diejenigen, die in gefährdete Länder reisen. Diese Einschränkungen gelten zunächst bis Ende März. Inlandsreisen für die Zusammenarbeit mit Kunden sind weiterhin zulässig, aber IBM ermutigt die Mitarbeiter, Besprechungen virtuell abzuhalten, falls dies möglich ist.

Die Einschränkungen von IBM ähneln denen, die auch von anderen Technologieunternehmen angekündigt wurden. Durch das Abbrechen oder Virtualisieren von Konferenzen wird verhindert, dass sich der Virus ausbreitet - und die Einschränkung des persönlichen Kontakts zielt auf dasselbe ab. Das Verhindern, dass Mitarbeiter an Großgruppenveranstaltungen teilnehmen, ist eine Form der „sozialen Distanzierung“, die verhindern kann, dass Menschen mit Kranken in Kontakt kommen.

Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus verursachte Krankheit, hat – soweit bekannt wurde – weltweit bisher fast 100.000 Menschen infiziert und mehr als 3.200 Menschen getötet. Zum Vergleich: In der aktuellen Grippesaison sind laut Robert-Koch-Institut allein in Deutschland bislang knapp 100.000 Menschen erkrankt, 2,1 Millionen waren wegen Verdacht auf Influenza beim Arzt. 161 Menschen mit positivem Influenzanachweis sind danach hierzulande bislang verstorben; 85 Prozent von ihnen waren 60 Jahre oder älter.

Das RKI geht nun davon aus, dass der Höhepunkt der normalen Influenzawelle überstanden ist. Bei Corona ist das laut Bundesgesundheitsminister Spahn noch nicht der Fall.

Bildquelle: IBM

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