Interview mit Marco Breier und Ann-Kathrin Stückl

Das iFuture-Kit 2.0

Vor einem Jahr hat Common das iFuture-Kit vorgestellt. Damit gibt der Anwenderverein seinen Mitgliedern ein Instrument an die Hand, mit dem sie das gut gehütete Geheimnis IBM i im Unternehmen, bei Vorgesetzten und Entscheidern positionieren können. Common-Vorstand Heidi Schmidt ist „stolz und unheimlich begeistert von dem, was aus einer kleinen Idee von Marco Breier und mir entstanden ist. Wir feiern den den ersten ‚Geburtstag‘ des iFuture-Kits, das bereits aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist.“

  • Common-Vorstand Heidi Schmidt: Das iFuture-Kit liefert „solide Antworten auf die drängenden Fragen unserer Mitglieder“.

  • Ann-Kathrin Stückl, Mitglied des Projektteams: „Das iFuture-Kit wurde von Beginn an mit offenen Armen empfangen.“

  • Marco Breier, Miterfinder des iFuture-Kits und Mitglied des Projektteams

Das iFuture-Kit liefert laut Schmidt „solide Antworten auf die drängenden Fragen unserer Mitglieder“: Welchen Wert hat IBM Power für mein Unternehmen? Nur mit der Antwort auf diese Frage kann man richtig über die Zukunftsstrategie entscheiden! Wie positioniere ich mich und mein IT-Team „nach oben, nach unten und zur Seite“? Nur dann kann man die richtigen Argumente überzeugend platzieren! Wie finde ich die richtigen Projektsponsoren für meine IT-Roadmap? Nur dann werden die notwendigen Mittel auch genehmigt und bereitgestellt!

„Das iFuture-Kit hat sich in nur zwölf Monaten enorm weiterentwickelt und etabliert“, erklärt Schmidt auf Anfrage von DV-Dialog. Zur Weiterentwicklung und zu dem für Ende Juli geplanten Release 2.0 des iFuture-Kits befragten wir zwei Mitglieder des Projektteams: Marco Breier und Ann-Kathrin Stückl.

Vor einem Jahr hat Common Deutschland das iFuture-Kit vorgestellt. Wie war die Resonanz bisher?

Marco Breier: Noch besser als erwartet. Gleich in der ersten Pre-Vorstellung am iFuture Day in Kelsterbach am 12.09.2019 kam eine rege und zielführende Diskussion auf. Wir haben den Schmerzpunkt noch deutlicher getroffen, als von uns erwartet.

Ein großer Teil der etwa 25 C-Level-Teilnehmer haben sich an diesem Tag aktiv an den maßgeblichen Problemstellungen beteiligt. Hier einige O-Töne: „Genauso ist es, darauf haben wir gewartet!“ „Warum haben wir so eine Zusammenfassung nicht schon lange von der IBM erhalten?“ „Hier würde ich gerne unterstützen und ebenfalls Input liefern.“ In den Monaten danach ist das iFuture-Kit umfangreich gewachsen und zu einem nutzbringenden strategischen Handout für alle „IBM i`ler“ geworden.

Ann-Kathrin Stückl: Wie fast bei jedem neuen Projekt standen auch hier sowohl die Interessenten aber auch die Gründer selbst dem Start des iFuture-Kits mit wohlwollender Skepsis gegenüber. Was als Experiment gestartet ist, hat schnell an Fahrt aufgenommen und sich als passendes Puzzleteil für Common und ihre Mitglieder erwiesen.

Das iFuture-Kit wurde von Beginn an mit offenen Armen empfangen. Auf Präsentationen folgte durchwegs positives Feedback, reges Interesse und Austausch. Mancherorts hatte man fast das Gefühl, eine Spur Erleichterung in den Gesichtern sehen zu können darüber, dass es nun endlich einen zentralen Antwortkatalog für ungeklärte Fragen rund um die IBM i gibt. Auf den Aufruf der Mitwirkung in Form von eigenen Ideen, aber auch Vorstellungsfolien, reagierten die Mitglieder zunächst zögerlich, aber es „trauen“ sich immer mehr. Mittlerweile geben bereits acht Firmen kurz und knackig Auskunft über ihr Leistungsspektrum für die IBM-i-Community: All for One Steeb, Kamaste, Kom4tec, Menten, ML, OGS, PKS und Portolan.

Zu welchem Verhalten wollen Sie als Projektgruppe die Anwender und Dienstleister im Markt ermutigen?

Breier: Entscheidend ist für IBM i „zu brennen“: Sie zu beschreiben, zu verkaufen und immerwährend zu verteidigen. Dazu braucht es die passenden und schlüssigen Argumente. Die Story soll nicht irgendeine sein. Es soll eine „Heldengeschichte“ sein. Jeder soll diese Geschichte gerne und mit geschwellter Brust erzählen wollen.

Ganz konkret bedeutet das, dass es an uns liegt, diese Geschichte zu erzählen – und dass es sich lohnen wird, es zu tun. Es gibt viele Gleichgesinnte die uns zur Seite stehen und helfen. Warum?

  • Das System ist so modern und stabil wie nie!
  • Auf die drängendsten Fragen gibt es positive Antworten
  • Wir können viel lernen von denen, die „nicht hören wollten“
  • Eine Vielzahl fertiger Methoden/Strategien liegen parat und können direkt genutzt werden
  • Du bist nicht allein!

Stückl: Das iFuture-Kit eröffnet den Mitgliedern den einfachen Zugang zu essenziellen Informationen. Durch Argumente in Form von Links, Statistiken und Whitepapers können sie sich so ihr eigenes Informations- und Argumentationspaket schnüren, das ihnen hilft, den Weg in die Zukunft ihrer Anwendung zu finden.

Dabei ist das iFuture-Kit keineswegs eine Einbahnstraße: Vor allem durch den Input der Mitglieder und den Austausch im Netzwerk verbreitert und schärft sich das Informationsangebot. Daher rufen wir alle Mitglieder dazu auf, sich aktiv zu beteiligen – egal ob in Form von allgemeinem Feedback, von eigenen Ideen für Inhalte oder von einem Profil.

Was ist der Grund dafür, dass wir Ende Juli das iFuture-Kit 2.0 erwarten dürfen?

Breier: In einem Jahr ist das iFuture-Kit als Powerpoint-Deck enorm gewachsen, auf über 80 Seiten. Es liefert eine schlüssige Story, welche sich exzellent zum „Verkauf“ der wichtigen Themen nutzen lässt. Man könnte sagen: Es handelt sich um eine umfassende Präsentation und zugleich um ein sehr gut strukturiertes Handout.

Nun ist der nächste logische Schritt, diese Inhalte multimedial auf einer neuen Landing-Page aufzubereiten, um so einen weiteren Mehrwert zu bieten. Dieser handliche und zugeschnittene Service wird ein zusätzlicher Vorteil für eingeloggte Mitglieder sein. Einem Entscheider soll es kurzfristig und jederzeit möglich sein, auf die starken, nach vorne gerichteten Argumente zuzugreifen.

Was sind die wichtigsten Botschaften im ersten neuen Release des iFuture-Kit?

Breier: Die i hat verdammt viel Future. Es wird neben dem bekannten iFuture Day auch Online Sessions zu den Inhalten geben, um auch so das Thema immer mehr zum Thema zu machen.

Stückl: Mit dem Umfang des iFuture-Kits wächst auch der Zusammenhalt im Netzwerk. Es werden immer mehr Informationen an uns herangetragen aber auch die Mitglieder produzieren mehr Content. Das neue Release betont auf ein Neues, dass die Plattform lebendig und zeugungsfähig ist. Netzwerk ist lebendig und wächst.

Mit dem iFuture-Kit wollen Sie das „gut gehütete Geheimnis IBM i“ bekannter machen. Ist das bisher schon gelungen?

Breier: Von einem Geheimnis kann man nicht sprechen, eher von einem Dauer-Feeling: „Gibt es die AS/400 noch? Ich dachte die wäre längst tot“. Dass IBM i alles andere als tot ist, wird glasklar und auf den Punkt durch das iFuture-Kit bewiesen. Wir sind ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz darauf, dass es derart gut angekommen ist - und dass die Nachfrage danach nicht abreist.

Stückl: Die Plattform IBM i war kein Geheimnis als solches, wohl aber allzu oft totgesagt. Dieser Irrglaube ist nach wie vor noch in vielen Köpfen verankert. Deshalb steht Power i oft – zu Unrecht – auf der strategischen Abschussliste. Dank des iFuture-Kits können diese Bedenken aber schnell zerstreut werden. Es gibt den Zweiflern sichere Argumente FÜR die Plattform und bringt Licht in die dunkle Unsicherheit, die ein Wechsel mit sich bringt.

Wenn wir in die Zukunft schauen: Dürfen wir weitere Releases des iFuture-Kits erwarten, z.B. wenn IBM im nächsten Jahr mit Power10 aufwartet?

Breier: Hundertprozentig! Technische Details zu IBM i sind für uns nicht entscheidend – i war ja schon immer voller Power. Warum das System aus technischer Sicht 1A ist, ist den meisten Common-Mitgliedern auch bestens bekannt. Vielmehr ist es wichtig, Partner, Unterstützer, Dienstleister, Kunden und zu guter Letzt auch die IBM selbst immer stärker und intensiver zur Mitarbeit zu ermutigen. Denn Erfolg haben wir am besten gemeinsam. Das steht fest. Daher ist das iFuture-Kit ein lebendiges sich stetig anpassendes Informations-Paket.

Stückl: Genau darum geht es eben – bzw. eben nicht! Egal, welche Power-Version gerade aktuell ist: Wichtig ist, dass die Plattform stabil ist und Zukunft hat! Sowohl aus technologischer, aber auch aus personeller Perspektive. Daher wird es sicher weitere Releases geben, mit noch mehr und vor allem zunehmend jungen Partnern, wegweisenden Strategien und allgemeinen Neuigkeiten.

Vielen Dank für das Interview!

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