12.01.2018

Das Lagerphänomen ausnutzen

Von: Rebecca Schmortte

Die Stichprobeninventur ist mittlerweile in vielen Unternehmen eine zeit- und kosteneffiziente Alternative zum gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Zählverfahren. Das passende Modul dafür bietet die Ehrhardt + Partner-Gruppe bereits seit Jahren für ihre Lagermanagement-Software LFS an. Jetzt wurde die LFS-Stichprobeninventur durch das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) zertifiziert.

Stichprobeninventur

Das LFS-Modul Stichprobeninventur ist nun offiziell durch das Institut für Wirtschaftsprüfung zertifziert.

Das Zertifikat PS 880 bestätigt nun offiziell, dass LFS mit den richtigen mathematischen Verfahren arbeitet, die korrekten Stichproben ermittelt und konstant valide Ergebnisse liefert. Daher ist es bei vielen Unternehmen eine wichtige Voraussetzung für die Zulassung der Stichprobeninventur.

Die Stichprobeninventur kann Zeit und Geld sparen, denn sie minimiert den gesetzlich vorgeschriebenen Zählaufwand deutlich. Dazu kommt: In einem Lager mit mehreren zehntausend Positionen verliert man während der jährlichen Inventur schnell den Überblick.

Das Zufallsprinzip

LFS nutzt für die Stichprobeninventur das sogenannte „Lagerphänomen“ – genannt Paretoeffekt. Dieser besagt, dass 20 Prozent der eingelagerten Ware 80 Prozent des Lagergesamtwertes ausmachen. Somit wird eine geringe Anzahl an hochwertigen Artikeln im Lager als Basis für den Gesamtbestandswert angenommen. Die übrigen Waren unterteilt LFS in homogene Schichten, aus denen das Inventurmodul nach dem Zufallsprinzip Stichproben auswählt. Mit dem Zertifikat PS 880 des IDW werden die dahinterstehenden Rechenverfahren nun offiziell für valide und rechtssicher erklärt.

Weniger zählen, alles erfassen

Für die Durchführung der Stichprobeninventur arbeitet LFS mit dem Differenzenschätzverfahren. Damit kann anhand der lagerplatzbezogenen Stichprobe auf den Gesamtwert des Lagers geschlossen werden – der Zählaufwand minimiert sich deutlich.

Um valide Ergebnisse zu erzielen, muss der Lagerbestand bei mindestens 1.000 Plätzen liegen. Darüber hinaus müssen die Warenwerte der einzelnen Artikel – die sogenannten Buchwerte – bekannt sein.

Papierliste adé

Die Vorteile der Stichprobeninventur liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu einer Stichtags- oder permanenten Inventur sparen Unternehmen deutlich Zeit ein – und zwar bis zu 90 Prozent. In Verbindung mit Pick-by-Voice werden die Mitarbeiter darüber hinaus direkt zu den ausgewählten Positionen im Lager geführt. Das System erfasst die Anzahl der jeweiligen Artikel per Spracheingabe, so dass die Prozesssicherheit nochmals deutlich steigt.

Papierlisten gehören damit der Vergangenheit an. Auch die körperliche Belastung der Mitarbeiter reduziert sich auf ein absolutes Minimum. Im Endeffekt spart das Verfahren gegenüber einer Stichtagsinventur zudem Kosten von bis zu 95 Prozent, auch weil der Tagesbetrieb nicht gestört wird.

Bildquelle: iStock_57429564

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