ITZBund setzt auf Outsourcing beim Print-Service

Dataport druckt für Bundesverwaltung

Briefe der Bundesverwaltung werden künftig auch in Altenholz und Lüneburg gedruckt, denn Dataport übernimmt von nun als IT-Dienstleister die Print-Services für das Bundesministerium der Finanzen, das Bundeszentralamt für Steuern, das Bundesverwaltungsamt, die Generalzolldirektion und das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund).

Dr. Alfred Kranstedt, Direktor des ITZBund, (links) und Andreas Reichel, Vorstand Technik von Dataport

Dr. Alfred Kranstedt, Direktor des ITZBund, (links) und Andreas Reichel, Vorstand Technik von Dataport, unterzeichneten am 20. Juni in Hamburg eine Verwaltungsvereinbarung zur Abwicklung von Druckleistungen für Bundesbehörden.

Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung haben ITZBund und Dataport in Hamburg geschlossen. Das Volumen dieses Druck-Outputs wird mit jährlich rund 29 Mio. Druckseiten und 14,5 Mio. kuvertierten Briefsendungen beziffert.

Jährlich rund 29 Mio. Druckseiten

Bislang hat das ITZBund an seinem Dienstsitz Bonn für verschiedene Auftraggeber aus der Bundesverwaltung Briefe gedruckt, kuvertiert und versandfertig gemacht. Dieser Service wird künftig von Dataport übernommen. Der IT-Dienstleister der öffentlichen Hand erbringt bereits dieselben Services für Kunden aus verschiedenen Landesverwaltungen und will Druckvolumen und Effizienz dank dieser Kooperation nun weiter steigern.

Im Gegenzug kann sich das ITZBund als zentraler IT-Dienstleister des Bundes, der rund 1 Mio. Anwender aus Verwaltung und Wirtschaft mit etwa 750 IT-Lösungen versorgt und rund 85.000 IT-Arbeitsplätze betreibt, auf sein weitgefächertes IT-Portfolio und seine Aufgaben im Rahmen der IT-Konsolidierung des Bundes konzentrieren. Die Steuerung und die elektronische Aufbereitung der Druckaufträge erfolgt nach wie vor über das ITZBund.

Laut Dr. Alfred Kranstedt, Direktor des ITZBund, mache die Kooperation Drucktätigkeiten künftig wirtschaftlicher. Außerdem trete man mit dem Partner „für eine moderne und effiziente Erledigung staatlicher Aufgaben nach höchsten Sicherheitsstandards ein.“ Andreas Reichel, Vorstand Technik von Dataport, ergänzt: „Wir freuen uns über das Vertrauen des Bundes in die Leistungsfähigkeit unseres digitalen Druckzentrums.“ Die Kooperationsvereinbarung sei „ein sinnvolles Beispiel für interföderale Zusammenarbeit“.

Dataport betreibt seine digitalen Druckzentren in Altenholz bei Kiel und in Lüneburg. Intelligente Hochleistungssysteme ermöglichen einen Druckoutput von 1.050 Seiten pro Minute und 18.000 kuvertierten Briefen pro Stunde. Die Kooperation steigert die Druckleistung auf über 200 Mio. Seiten pro Jahr.

Über die Kooperationspartner

ITZBund war Anfang 2016 als Behörde im Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums gegründet worden und beschäftigt ca. 2.700 Personen an zwölf Dienstsitzen. Dataport wiederum ist einzigartig in Deutschland. Die Anstalt des öffentlichen Rechts mit Unternehmenssitz in Altenholz bei Kiel entstand zum 1. Januar 2004 durch den Zusammenschluss der Datenzentrale Schleswig-Holstein (DZ-SH) mit dem Landesamt für Informationstechnik (LIT) und der Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnik des Senatsamtes für Bezirksangelegenheiten.

Später traten die Länder Mecklenburg-Vorpommern (nur mit der Steuerverwaltung), Bremen Niedersachsen Dataport bei. Zum 1. Januar 2012 wurden auch die schleswig-holsteinischen Kommunen über ihren IT-Verbund Schleswig-Holstein Träger des IT-Dienstleisters; es folgte im Februar 2014 rückwirkend zum 1. Januar 2013 der Beitritt Sachsen-Anhalts. Heute betreibt Dataport Niederlassungen in Hamburg, Rostock, Bremen, Lüneburg, Magdeburg und Halle, beschäftigt rund 2.700 Menschen und erzielte 2017 einen Umsatz von 544 Mio. Euro.

Bildquelle: Karin Gerken/Dataport

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