Cohesity bringt Backup as a Service nach Europa

Daten-Manager aus Kalifornien

Der kalifornische Datenmanagement-Spezialist Cohesity bleibt auf Wachstumskurs. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2021, das am 31. Juli endete, überstieg bereits 300 Mio. Dollar. Die Zahl der Kunden ist 2021 im Jahresvergleich (Stichtag 31. Juli) um 40 Prozent auf etwa 2.600 Kunden gestiegen.

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  • Susanne Endress, „Channel Development“-Managerin DACH bei Cohesity

    Susanne Endress, „Channel Development“-Managerin DACH bei Cohesity

Das Erfolgsrezept der Kalifornier: Datenmanagement mit integriertem Schutz vor Ransomware und Backup as a Service, jetzt auch in Europa. Als Beispiel für dem Ransomware-Schutz wird der Kunde Sky Lakes Medical Center angeführt, der von einem Ransomware-Angriff getroffen wurde. Dort ließen sich dank der Software alle Server und Anwendungen wiederherstellen – ohne einen Cent Lösegeld zu zahlen.

Cohesity wurde erst im Juni 2013 von Mohit Aron, einem der Gründer des Speicherherstellers Nutanix, mit der Idee gegründet, das Datenmanagement deutlich zu vereinfachen – über die Gateways des Partners Laservault auch auf IBM i. Die Software erleichtert es, Daten zu sichern, zu verwalten und sie zu verarbeiten – im Rechenzentrum, am Edge und in der Cloud. Dazu gibt es eine  ganze Suite von Services, die auf einer Multi-Cloud-Datenplattform namens Helios konsolidiert sind: für Backup und Recovery, Disaster Recovery, Datei- und Objektdienste, Entwicklung/Test sowie Compliance, Sicherheit und Analyse. Diese Vereinheitlichung soll die Komplexität reduzieren und die Fragmentierung der Massendaten vermeiden. 

Diese Suite kann als Service, als selbst verwaltete Software sowie über Cohesity-Partner bereitgestellt werden. Bereits im August hatte Cohesity Susanne Endress und Peter Kellenaers zu „Channel Development Managern“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH) ernannt, um das hiesige Partnergeschäft weiterzuentwickeln. „Wir sehen ein enormes Interesse der Partner an unseren 'as a Service'-Angeboten“, sagte Endress, die zuvor als Business-Development-Direktorin beim IT-Großhändler Arrow ECS in der Region EMEA die strategische Zusammenarbeit mit mehreren großen Herstellern koordinierte.

Datenmanagement als Service

Die Kalifornier haben außerdem eine strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS) gestartet, um „Backup as a Service“ (BaaS) auf den Markt zu bringen – als sehr einfache Option für Unternehmen, ihre Daten zu sichern, zu verwalten und zu analysieren. All das erfolgt „managed by Cohesity“ und gehostet auf AWS. Darüber hinaus hat Amazon eine Kapitalbeteiligung an dem Partner erworben. 

Das Service-Angebot namens „Data Protect delivered as a Service“ (DPassS) wird für Kunden in Europa auf  AWS in den Regionen Frankfurt, London und Paris gehostet. Cohesity übernimmt dabei das Management der zugrunde liegenden Infrastruktur. DPassS unterstützt eine Reihe von Workloads. Dazu zählen Instanzen und Server-Infrastrukturen der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) sowie Amazon Relational Database Service (RDS), SaaS-Anwendungen von Microsoft 365 und Datenquellen wie Vmware-Server, Network Attached Storage (NAS) oder SQL-Datenbanken.

BaaS wurde für die Hybrid-Cloud entwickelt. Ein einziger Backup-Service für Datenquellen sowohl On-Premises als auch in der Cloud sowie eine einheitliche Bedienoberfläche zur Verwaltung entlasten die IT-Teams. Backups lassen sich laut Endress in wenigen Minuten einrichten, denn die Workloads werden automatisch erkannt, sobald eine sichere Verbindung hergestellt ist. Anschließend kommen voreingestellte oder benutzerdefinierte Richtlinien zum Einsatz, um die Daten zu sichern.

DPaaS ist aber nur das erste Angebot aus dem Datenmanagement as a Service- bzw. DMaaS-Portfolio in Europa. Angekündigt ist bereits der baldige Start des zweiten SaaS-Angebots: Site Continuity. Das ermöglicht eine automatisierte Disaster Recovery wichtiger Anwendungen und Daten aus der Cloud. Disaster Recovery as a Service (DRaaS) hilft Unternehmen, die Infrastrukturkosten erheblich zu senken, denn sie nutzen – je nach Bedarf – die Cloud-Ressourcen von AWS statt ein teures Backup-Rechenzentrum, das auf den Maximalbedarf ausgelegt ist.

Cohesity-Partner bauen auf DMaaS

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021 hat sich die Anzahl der aktiven Cohesity-Partner in der DACH-Region um mehr als ein Fünftel erhöht, sagte Channel-Managerin Susanne Endress. Zu diesen Partnern gehören das Wiesbadener Systemhaus SVA und die dänische Conscia A/S,  die über die 2019 zugekaufte Ettlinger Xevit GmbH auch hierzulande aktiv ist. Als Kunden hat man zum Beispiel West Lotto und Reisemobilhersteller Carthago gewonnen.

Michael Todt, Head of Business Continuity bei SVA, will mit Cohesity „Datenmanagement as a Service“ (DMaaS) über die AWS-Verfügbarkeitszone Frankfurt nach Deutschland bringen, weil die Menge der Daten seiner Kunden jedes Jahr exponentiell wächst. „Wir möchten ihnen dabei helfen, neue Technologien zu nutzen“, sagt Todt. „Dazu verwalten und schützen wir nicht nur diese Daten, sondern bleiben auch über die neuesten Innovationen auf dem Laufenden […].“ Das verbessere IT-Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit, ermögliche einen reibungsloseren Betrieb und spare Kosten.

Henrik Moll, Chief Technology Officer bei Conscia, will über die Partnerschaft mit AWS und Cohesity den Kunden bei Hybrid-Cloud-Implementierungen helfen, etwa „beim Schutz Cloud-nativer Daten und/oder bei der modernen Verwaltung herkömmlicher RZ-Workloads – so einfach wie anmelden, verbinden und schützen mit DMaaS.“ Er freut sich, ein Launch-Partner in EMEA für DMaaS auf AWS zu sein, denn „dies passt sehr gut zu unserer Vision, Datenmanagement als Service für europäische Unternehmen anzubieten“.

Bildquelle: Cohesoty / Getty Images

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