SAP erweitert Datasphere um neue Funktionen

Datenlandschaften für das KI-Zeitalter

Spätestens seit dem Start der Open-Data-Initiative gemeinsam mit Microsoft und Adobe im Frühjahr 2019 hat SAP die Bedeutung der Daten auch außerhalb des eigenen ERP-Refugiums anerkannt. Vor einem Jahr wurde dann das neue Produkt Datasphere lanciert, das jetzt ein deutliches Update erhielt. Die Neuerungen sind allen SAP-Kunden zugänglich, unabhängig von den Rise- oder Growth-Programmen.

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SAP will erklärtermaßen dafür sorgen, dass die „Kunden optimalen Nutzen aus ihren Geschäftsdaten ziehen können, um im Zeitalter der künstlichen Intelligenz 'umfassendere Erkenntnisse' zu gewinnen, ein schnelleres Wachstum zu erzielen und ihre Effizienz zu steigern“. So sollen neue Funktionen in Datasphere die Unternehmensplanung die Datenlandschaften vereinfachen und ein „intuitives Arbeiten mit Daten“ erlauben. Dazu wurde auch die Partnerschaft mit Collibra erweitert.

Die Einführung von Datasphere war vom Anwenderverein DSAG als Schritt in die richtige Richtung begrüßt worden; jetzt treibt SAP die Homogenisierung der zumeist sehr heterogenen Datenlandschaften bei den Kunden voran. Kern der Neuerungen ist die sogenannte „Data Fabric“ für das Management von Geschäftsdaten – eine Architektur, die sicherstellt, dass Daten als „Ressource“ genutzt werden, auch Daten aus Excel oder vom Power System i. Damit sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden, Datennutzern aussagekräftige Daten bereitzustellen – wobei Geschäftskontext und Logik erhalten bleiben.

Ebenfalls neu sind der auf generativer KI basierende „Innovationen Assistent“ und  Funktionen für Vektordatenbanken, die sicherstellen, dass ohne Replikation der Daten in den Ergebnissen generativer KI der Geschäftskontext bewahrt bleibt. Ebenfalls neu ist der „Knowledge Graph“, der Muster in komplexen Daten erkennt.

Wie der jüngst lancierte Assistent Joule, der ebenfalls auf generativer künstlicher Intelligenz basiert, sind diese Features nun in der SAP Analytics Cloud verfügbar, um die Erstellung und Entwicklung von Berichten, Dashboards, Plänen etc. zu automatisieren. Diese Automatisierung wird auch dank der Hana Cloud Vector Engine möglich, die große Sprachmodelle mit den relevanten Daten von Unternehmen kombinieren und gewährleisten, dass in den Ergebnissen generativer KI der Geschäftskontext erhalten bleibt.

Ohne vertrauenswürdige und gesteuerte Daten lässt sich generative KI in einem Unternehmen nicht integrieren. Um Unternehmen eine Lösung bieten zu können, mit der die Richtlinien, Prozesse und Verfahren der KI gesteuert werden können, gibt SAP die Erweiterung seiner Partnerschaft mit Collibra bekannt – mit dem Ziel, die Collibra-Plattform für KI-Governance und SAP-Daten zu integrieren. 

Außerdem soll die neue Compass-Funktion der SAP Analytics Cloud durch datenbasierte Simulationen sowohl die Planung als auch  Analysen verbessern. Unternehmen versetzt dies in die Lage, über eine Chat-Oberfläche komplexe Simulationen urchzuführen, Vorhersagen zu bewerten und steuerbare Variablen laufend anzupassen. Dies hilft dabei, die Planung zu optimieren, indem finanzielle, operative, Lieferketten- und Personal-Planungen durch die Anbindung an SAP-Anwendungen und Daten von Drittanbietern zusammengeführt werden.

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